Autor: Flurin Rohwender

20. Dezember Matteo

Matthäus 1,18-19
18 Die Geburt Jesu Christi geschah aber so: Als Maria, seine Mutter, dem Josef vertraut war, fand es sich, ehe sie zusammenkamen, dass sie schwanger war von dem Heiligen Geist. 19 Josef aber, ihr Mann, der fromm und gerecht war und sie nicht in Schande bringen wollte, gedachte, sie heimlich zu verlassen.

13. Dezember Joana

Lukas 2,17-19
17 Als sie es sahen, erzählten sie von dem Wort, das ihnen über dieses Kind gesagt worden war. 18 Und alle, die es hörten, staunten über das, was ihnen von den Hirten erzählt wurde. 19 Maria aber bewahrte alle diese Worte und erwog sie in ihrem Herzen.

03. Dezember Jennifer

Lukas 2,16
16 Als Herodes nun sah, dass er von den Weisen betrogen war, wurde er sehr zornig und schickte aus und ließ alle Knaben in Bethlehem töten und in der ganzen Gegend, die zweijährig und darunter waren, nach der Zeit, die er von den Weisen genau erkundet hatte.

02. Dezember Marina

Lukas 2,8-10
8 In dieser Gegend lagerten Hirten auf freiem Feld und hielten Nachtwache bei ihrer Herde. 9 Da trat ein Engel des Herrn zu ihnen und die Herrlichkeit des Herrn umstrahlte sie und sie fürchteten sich sehr. 10 Der Engel sagte zu ihnen: Fürchtet euch nicht, denn siehe, ich verkünde euch eine große Freude, die dem ganzen Volk zuteilwerden soll:

01. Dezember Gabriel

Lukas 2,1-3
1 Es geschah aber in jenen Tagen, dass Kaiser Augustus den Befehl erließ, den ganzen Erdkreis in Steuerlisten einzutragen. 2 Diese Aufzeichnung war die erste; damals war Quirinius Statthalter von Syrien. 3 Da ging jeder in seine Stadt, um sich eintragen zu lassen.

Interessenskurs Film und Foto 2022

Ein Ziel suchen, anvisieren und abdrücken. Päng! Und schon hat man ein klasse Foto… aber so einfach ist es trotzdem nicht, das professionelle Fotografieren. Das zeigt sich am Kurs des Cevi der Region Bern – und an den tollen resultierenden Fotos

Von Julia Schneiter und Léonie Bieri, Praktikantinnen Jugendarbeit während des Kurses




Drei Tage lang haben Teilnehmende im IKU Film & Foto die Kamera besser kennengelernt. Aufgrund des Wetters mussten wir unseren geplanten Start vom Gurten ins Rabbi verschieben. Nach einem kurzen Kennenlernen ging es darum, erste Erfahrungen mit der Kamera zu sammeln. Während dem ganzen Wochenende wurde uns Wissen von erfahrenen Fotograf*innen aus dem Cevi vermittelt. Im ersten Teil des Kurses lernten die Teilnehmenden in einem kleinen Postenlauf die Basics ihrer Kamera kennen.


Im zweiten Teil ging es darum, die Techniken für verschiedene Fotografien richtig anzuwenden, zum Beispiel für Landschafts-, Porträt- und Sportfotografien. Nebst den verschiedenen Arten von Fotografien drehten die Teilnehmenden einen kleinen Kursfilm. Im letzten Teil ging es dann darum, die Produkte am Computer auszusortieren und zu bearbeiten. Am Sonntagnachmittag präsentierten die Teilnehmenden im Rahmen einer Vernissage die Endprodukte ihren Angehörigen.

Zu Beginn des Wochenendes waren alle ein wenig zurückhaltend, jedoch entstand im Verlaufe des Kurses eine offene und tolle Gruppe junger Fotograf*innen. Wir alle erlebten eine lehrreiche und gute Zeit in diesem Kurs.


Hoffnung auf Veränderung

Wie jedes Jahr veranstaltete Mission 21 im Jahr 2022 Besuche für Jugendbotschafter:innen in der Schweiz zur Förderung des kulturellen Austauschs. Der Besuch in der Schweiz endete auch dieses Jahr mit dem International Youth Summit, einer speziellen Plattform für den lösungsorientierten Ideenaustausch unter jungen Erwachsenen.

Von Minha Lee, übersetzt aus dem Englischen von Mission 21



Der Botschaftsbesuch der internationalen Jugendbotschafter:innen von young@mission21 fand vom 27. Mai bis 13. Juni 2022 in Basel, Zürich, Bern und Davos statt, und junge Menschen aus vier Kontinenten nahmen daran teil. Als Jugendbotschafterin aus Südkorea nahm ich zusammen mit Vertreter:innen aus 14 verschiedenen Ländern an Gottesdiensten verschiedener Kirchen teil, lernte andere Religionen kennen und besuchte Workshops zu geschlechtsspezifischer Gewalt und LGBTQI+. Diese gemeinsamen Erlebnisse formten neue Freundschaften unter uns und wir begannen zu überlegen, welche Beiträge wir zu den vielen Herausforderungen leisten können. Dieses gemeinsame Lernen und der gesamte Prozess haben mir geholfen, meine eigenen Anliegen in einem grösseren Kontext zu sehen.

Minha Lee (rechts) am International Youth Summit

Der International Youth Summit “The future is now!”, der am 11. Juni 2022 in Davos stattfand, war der erste Schritt für uns Jugendbotschafter:innen, unsere Anliegen praktisch anzugehen. Wir sprachen über die brennenden Themen, die alle aus ihren Ländern mitgebracht hatten, und wählten vier von ihnen zur weiteren Bearbeitung aus: Geschlechtergerechtigkeit; Arbeitslosigkeit und Armut; Altersdiskriminierung; Bildung. Alle Jugendbotschafter:innen wählten eines der Themen aus und diskutierten Aktionen, um die genannten Herausforderungen anzugehen. Dabei planten wir Massnahmen, die zu den jeweiligen Kontexten passen, und gaben einander Ratschläge über die Themengrenzen hinweg.


Ich selbst interessiere mich für feministische und queere Theologie, aber es war immer schwierig, zu diesen Themen in Südkorea aktiv zu werden. Es schien mir unmöglich, die südkoreanische Kirche und Gesellschaft zu verändern, und ich befürchtete, dass mein Engagement zu Benachteiligungen führen könnte. Die Erfahrungen, die ich im Rahmen des Jugendbotschaftsprogramms machte, änderten jedoch meine Meinung. Ich spürte eine tiefe Verbundenheit mit den anderen Jugendbotschafter:innen, auch wenn wir unterschiedliche Ansichten hatten. Wir vertrauten einander, und so entstand während des gesamten Programms ein sicherer Diskussionsraum. Diese Erfahrung gab mir Hoffnung, Inspiration und Mut.

Es ist sehr schade, dass aufgrund von Covid-19 keine weiteren jungen Menschen am International Youth Summit teilnehmen konnten, aber es war ein wichtiger Moment für uns Jugendbotschafter:innen. Der International Youth Summit war nicht nur eine Gelegenheit zur Diskussion und Planung von Aktionen. Es war eine Gelegenheit, uns gegenseitig Mut zu machen und den Glauben an Veränderungen neu anzufachen. Ich werde mich von nun an bei meiner Arbeit, in der Gesellschaft und in meiner Familie für meine Anliegen einsetzen. Das ist der Anfang der Zukunft.


Minha Lee ist eine von 18 internationalen Jugendbotschafter*innen, welche von 27. Mai bis 13. Juni 2022 zu Besuch in der Schweiz war. Das Jugendbotschaftsprogramm von young@mission21 bietet jungen Erwachsenen aus Europa, Afrika, Asien und Lateinamerika jeweils während drei Jahren die Möglichkeit, sich gegenseitig kennenzulernen, drängenden Fragen in einer globalisierten Welt nachzugehen und gemeinsam nach Lösungsansätzen zu suchen. Der nächste Programmzyklus startet 2023. Interessierte können sich via E-Mail an young@mission-21.org melden, um die Bewerbungsunterlagen oder weitere Informationen zu erhalten.

Ein Volontariat mit Voyage-Partage

Hinaus geht es in die Welt, neue Kulturen zu entdecken und die Welt zu verstehen – oder doch um sich selber kennenzulernen? Was ein Volontariat bei Voyage-Partage bewirkt aus erster Hand.

Von Livia Schnyder, ehrenamtlich Engagierte und Verantwortliche für Kommunikation bei Voyage-Partage



Im Jahr 2014 durfte ich während vier Monaten in einem Projekt der Ilanzer Dominikanerinnen in Brasilien mithelfen. Während des Volontariats kam ich in vielerlei Hinsicht zu wertvoller Erkenntnis, die meinen Alltag bis heute – acht Jahre später – immer noch bereichern. Durch die Arbeit mit den Kindern aus dem Projekt habe ich nicht nur viel über die brasilianische Kultur, sondern vor allem auch über mich selbst und mein eigenes Mindset gelernt. Besonders lehrreich war das Gefühl, in einem neuen kulturellen Kontext «die Fremde» zu sein und den Menschen vor Ort auf Augenhöhe zu begegnen, ohne gleich ein Urteil zu fällen. Durch all die Begegnungen habe ich erfahren, wie einfach Zufriedenheit sein kann und wie es ist, nicht über die eigene Leistung definiert zu werden.

Livia Schnyder während ihres Volontariats in Brasilien

Meine Zeit in Brasilien war sehr vielfältig und abwechslungsreich. Neben der Arbeit im Projekt habe ich auch das Mitleben in der Gemeinschaft der Schwestern bis heute als sehr lebendig in Erinnerung. Noch bevor ich damals die Schweiz verliess, habe ich nach möglichen Beschäftigungsideen gesucht, falls mir abends langweilig werden würde. Doch ich realisierte schnell, dass sich diese Gedanken erübrigten. Denn die Dominikanerinnen-Schwestern waren voller Tatendrang und Unternehmungslust. Von Karneval über Schoggi-Eier färben, Zumba tanzen und Filmabende mit Popcorn war neben der täglichen Routine immer etwas los und ich wurde vom ersten Tag an sehr herzlich in die Gemeinschaft aufgenommen. Das Zusammenleben mit den Schwestern war sehr besonders. Vor allem wegen der überwiegend guten Stimmung und der Leichtigkeit, die stets im Alltag präsent waren. Und auch die tiefgründigen Momente, die im Zusammenleben mit der Ordensgemeinschaft entstanden sind, machen diese Zeit unvergesslich. Was mich bis heute sehr beeindruckt, sind die Hingabe und die Liebe, mit welcher die Schwestern ihren Weg gehen. Ich habe nicht nur erfahren, was es heisst, sich ohne jegliche Erwartungen in den Dienst anderer zu stellen, sondern auch, was für eine Wirkung des Glücks diese Erfahrung in sich birgt. Immer noch verspüre ich tiefe Dankbarkeit gegenüber all diesen Menschen, die mich damals in Brasilien an ihrem Leben haben teilhaben lassen.

Livia mit einer Schar brasilianischer Lebensfreude

Aus dieser Begeisterung für mein Volontariat engagiere ich mich seither für den Verein Voyage-Partage. Aktuell bin ich im Vorstand für die Öffentlichkeitsarbeit zuständig und freue mich dazu beizutragen, dass viele weitere (junge) Menschen eine ähnlich prägende Erfahrung fürs Leben machen können.

Voyage-Partage ermöglicht jungen Menschen ab 18 Jahren einen Kurzzeit-Einsatz in einem kirchlichen Projekt in Osteuropa, Asien, Afrika oder Südamerika. Während 4 bis 12 Monaten erhältst du einen Einblick in das einfache Leben der Bevölkerung und in die Arbeit der Gastgebenden. Du erlebst den gemeinsamen Alltag, die neue Kultur und bringst dich selbst ein, indem du konkret mitarbeitest. Kost und Logis sowie persönliche Begleitung sind gewährleistet, die Mitarbeit geschieht unentgeltlich.

Du wirst beeindruckende, unvergessliche Erfahrungen machen und neue Realitäten entdecken. Du wirst lokale Traditionen erleben, andere Lebensweisen kennen lernen. Nach der Rückkehr wirst du vieles mit andern Augen sehen und deine Mitverantwortung für unsere Welt neu wahrnehmen.

Neugierig geworden?
Mehr Infos unter www.voyage-partage.ch oder kontaktiere uns gleich info@voyage-partage.ch, 0041 (0)41 227 59 64


Theologie auf der Yogamatte

Fabienne Greuter hat zwei grosse Leidenschaften: Theologie und Yoga. Ihr Anliegen ist es, beide Bereiche miteinander zu verbinden. Mit der Idee des theoyoga versucht sie das ganz praktisch.

Von Micha Rippert (26), Theologiestudent an der Uni Zürich und studentischer Mitarbeiter bei theologie-erleben.ch



Fabienne, du studierst Theologie im Master an der Universität Zürich. Wieso hast du dich für das Theologiestudium entschieden?

Bereits mit 12 Jahren war für mich klar, dass ich Theologie studieren möchte. Nach der Matura verlor ich dann aber das Interesse am Theologiestudium. Ich bewegte mich in kirchenfernen Kreisen, war selbst auch nicht besonders kirchlich aktiv und studierte deshalb Germanistik, Religions- und Politikwissenschaften und arbeitete im Kulturbereich. Es dauerte einige Jahre, bis ich merkte, dass dieser Job mich nicht erfüllte. Ich kündete meine Stelle und begann doch noch mit dem Theologiestudium.

Was begeistert dich so an der Theologie, dass du dich beruflich sogar umorientiert hast?

Mich fasziniert an der Theologie, dass sie darüber nachdenkt, wie man Gott denken, wie man über ihn reden und wie man mit Menschen über Gott und den Glauben sprechen kann. Denn meiner Meinung nach ist der Glaube für viele Menschen in der heutigen Zeit nicht weniger relevant als früher, nur spricht man weniger darüber. Dass die Theologie genau an diesem Punkt ansetzt, begeistert mich.

Deine zweite grosse Leidenschaft neben der Theologie ist das Yoga. Wie bist du zum Yoga gekommen?

Zum Yoga bin ich mit etwa 20 Jahren gekommen. Damals war man noch eine Exotin, wenn man Yoga praktizierte. Ich würde mich als Kopfmensch bezeichnen, und schon damals suchte ich etwas, das mich erdet. Auf den Ratschlag meiner Mutter hin habe ich Yoga ausprobiert und war sofort begeistert. Es hat mir geholfen, den Kopf freizubekommen und mich neu zu fokussieren.

Fabienne Greuter beim theoyoga

Was war es am Yoga, das deine Begeisterung weckte?

Yoga ist ein Kontrast zu unserer Gesellschaft, in der es sehr oft um Leistung, Bewertung, Können und Erfolg geht. Yoga ist komplett anders. Es ist nicht etwas, das man kann. Es ist eher eine Reise, auf die ich jeden Tag neu gehe. Manchmal gelingt es mir besser, manchmal weniger. Aber das spielt keine Rolle, denn Yoga ist wertefrei. Dass Yoga für mich eine Zone frei von Bewertung bleibt, ist natürlich ein Prozess. Bei schwierigen Übungen, die mir nicht auf Anhieb gelingen, muss ich mir immer wieder sagen, dass es okay ist, wenn es heute nicht gelingt. Vielleicht schaffe ich es morgen.

Wie verbindest du Theologie und Yoga?

Yoga ist etwas, bei dem ich den Kopf nicht auf diese kognitive Art und Weise brauche wie in der Theologie. Yoga hilft mir, ganzheitlich von mir selbst und von der Welt zu denken. Ich merke, dass ich nicht nur aus meinem Kopf bestehe und sich Glaube zum Beispiel auch an anderen Orten zeigen kann. Dieser Ausgleich und dieses Gefühl der Ganzheitlichkeit sind das Befruchtende. Yoga schafft in mir neuen Raum für Gedanken der Theologie.

Ich merke, dass ich nicht nur aus meinem Kopf bestehe

Fabienne Greuter


Dann kann man also sagen, dass Theologie und Yoga einiges gemeinsam haben?  

Nein, auf den ersten Blick nicht. Denn Yoga ist ist nicht christlich. Christentum und Yoga sind zwei verschiedene Traditionen. Meines Erachtens kann es nicht das Ziel sein, die Tradition des Yogas in der christlichen Tradition aufzulösen.

Und doch arbeitest du mit theoyoga an etwas, das versucht, Theologie und Yoga zu verbinden. Was hat es damit auf sich?

Auf die Idee für theoyoga bin ich gekommen, weil ich feststelle, dass Menschen einen Ort des Glaubens haben und einen Ort des restlichen Lebens. Dieser Tendenz, den Menschen nicht ganzheitlich zu denken, möchte ich mit theoyoga entgegenwirken. Ich glaube, dass der Glaube überall ist, also auch mit mir auf der Yogamatte. Deshalb möchte ich mich im Rahmen von theoyoga fragen, was Yoga mit mir und meinem Glauben macht, denn das gibt es meines Erachtens nicht getrennt. Ich bin immer Fabienne, die glaubt, egal ob auf der Yogamatte oder nicht.

Kannst du das ausführen?

Auch wenn theoyoga kein christliches Yoga sein soll, gibt es Berührungspunkte. So geht es im Yoga darum, sich zu erden und wieder zu öffnen, sich selbst und die Welt wahrzunehmen, sich mit seinem Geist zu verbinden und nicht zu werten. Das sind Dynamiken und Denkweisen, die in der christlichen Tradition ebenfalls begegnen. Zum Beispiel ist auch der Atem in beiden Traditionen zentral: Im Yoga ist Prana die Lebensenergie, die durch den Körper fliessen soll. In der Schöpfungsgeschichte der Bibel haucht Gott den Menschen Atem ein. Bei diesen Berührungspunkten knüpft theoyoga an. Mit theoyoga möchte ich beide Traditionen füreinander fruchtbar machen.

Wie stellt du dir theoyoga konkret vor?

Theoyoga könnte in den Räumlichkeiten der Kirchen stattfinden. Es soll zu einem grossen Teil klassisches Yoga sein. Ich kann mir aber auch Teile in Form von Körpergebeten vorstellen. Am Schluss der Stunde wäre zudem Platz für eine christliche Meditation.

Welchen Tipp hast du für Menschen, die eine persönliche Begeisterung, wie zum Beispiel das Yoga, mit dem Studium oder dem Beruf verbinden möchten?

Immer wieder höre ich die Frage: «Darf man denn Yoga machen, wenn man glaubt?». Ich habe mir diese Frage noch nie gestellt. Ich denke, dass man aufhören sollte, Lebensbereiche zu trennen und den Glauben nur an einem einzigen, ganz bestimmten Ort im Leben zu leben. Mein Tipp ist es, mutig zu sein und neue Dinge auszuprobieren!


Weihwasserwünsche

Katholik:innen denken im Alltag kaum daran, aber wenn es fehlt, dann fehlt es richtig: das Weihwasserbecken. Nur gut, haben die Jugendlichen in Niederhasli sich gestalterisch daran gemacht, den künftigen Täuflingen ein solches Leid zu ersparen. Und dabei haben sie noch so viel mehr mitgegeben.

Von Claudia Stoll, Katechetin in Niederhasli


“Ich wünsche dir viel Glück, damit du glücklich sein wirst in deinem Leben.”


Die Weihwassergefässe entstanden im Rahmen der Religionstreffen. Wir hatten vor der Durchführung eine katechetische Blockeinheit, in der die Jugendlichen (2. Oberstufe) die Sakramente repetierten und sich überlegten, wie sie selber in Kontakt gekommen sind mit Gott bei dem Empfang der bereits erhaltenen Sakramente. Sie verknüpften die Taufe mit dem ihnen bevorstehenden nächsten Sakrament: der Firmung. Da seit ihrer Taufe viel Zeit vergangen ist und sie schon ein Stück auf ihrem persönlichen Glaubensweg gegangen sind, überlegte sich jeder, was sie einem Baby für die Taufe sagen möchten. Das war keine einfache Aufgabe, wurde aber genial beantwortet!

Den Höhepunkt erreichte das Projekt schliesslich, als die wunderschönen Weihwassergefässe entstanden sind, die nun an Kinder unserer Pfarrei verschenkt werden, die getauft werden.

Bald findet ein Gottesdienst mit einer Vernissage in unserer Pfarrei statt, damit alle Interessierten die tollen Werke bestaunen können.

“Das Beste, weil du es verdient hast. Weil du toll bist.”
“Ich wünsche ihm viel Glück, damit das Kind glücklich ist.”



Synodal zu einem besseren Bild der Kirche

Die katholische Kirche befindet sich im Umschwung. Papst Franziskus hat zu einer Volksbefragung, dem sogenannten Synodalen Prozess, aufgerufen. Nun hat am 09. und 13. Februar die Auswertung dieser Umfrage in Form von Grossversammlungen stattgefunden. Eine junge Erwachsene berichtet.

Von Patricia Burch


Für Jugendliche und junge Erwachsene erscheint die Kirche eher in einem negativen Bild. Dies erlebe ich auch selbst in meinem Umfeld. Die unzureichende Akzeptanz und Toleranz gegenüber verschiedenen Personengruppen und die fehlende Transparenz von Entscheidungsprozessen machen es schwierig die Kirche in der heutigen Zeit noch zu unterstützen. Um über solche Themen zu diskutieren und sich für Änderungen einzusetzen, traf ich mich zwei Mal in Zürich mit anderen Christ:innen des Bistums Chur.

“Wir sind nicht allein!”


Zusammen mit meinen beiden Kollegen des Jugendrats betrat ich am Mittwoch, den 09. Februar 2022, den Raum mit all den Vertreter:innen der verschiedenen Dekanate des Bistums Chur, welche schon dasassen und bereit waren. Wir drei zogen hier den Altersdurchschnitt deutlich nach unten, worauf ich dann eher skeptisch eingestellt war. Denn auch schon bevor ich zu dieser diözesanen Versammlung ging, dachte ich, ich müsse mich nun auf eine Masse von älteren und hauptsächlich konservativen Menschen einstellen. Ich habe mich darauf vorbereitet, die Jugend und den Fortschritt verteidigen zu müssen und davon zu überzeugen. Doch schon bald merkte ich, dass ich völlig falsch auf die Diskussionen vorbereitet war. Bei den Tischgesprächen wurde mir klar, dass es auch ältere Menschen gibt, die die Kirche ändern und auch die Jugendlichen unterstützen wollen. Mir wurde dann spätestens bei den Plenumsdiskussionen bewusst: Wir sind nicht allein!


Ebenfalls wurde am Sonntag, den 13. Februar, über diese Themen gesprochen und diskutiert. An diesem Tag trafen wir uns jedoch im Rahmen des Jugendrats des Bistums Chur. Auch da kamen wir zu einem ähnlichen Schluss. Insbesondere kamen wir aber auch zum Punkt, die Jugendlichen mehr in die Kirche miteinzubeziehen. Zum einen sollte der Begriff Gottesdienst sich ändern beziehungsweise erweitert werden. Zum anderen sollten junge Menschen die Möglichkeit bekommen den Gottesdienst mitzugestalten. Zudem wollen wir Jugendliche, dass uns zugehört wird, dass unsere Anliegen auch ernst genommen werden und wir mehr Mitbestimmungsrecht erhalten.

“Ich bin bereit das Bild der Kirche zu ändern”


Beide Tage waren intensiv und wir haben synodal, also gemeinsam, viele Themen bearbeitet und besprochen. An beiden Tagen, besonders beim Jugendrat, erhielten wir ein stärkendes Gefühl durch die ähnlichen Meinungen, welche die einzelnen Personen vertreten und durch den dadurch erzeugten Zusammenhalt. Gespannt und motiviert bin ich auf weitere Diskussionen, Treffen und Entwicklungen. Ich freue mich, zusammen mit dem Jugendrat, vor allem den Jugendlichen, ein Gefäss zum Austausch zu bieten. Somit soll mit dem Jugendrat eine Gemeinschaft der jungen Menschen im Bistum Chur gebildet werden, um dadurch ein riesiges Netzwerk entwickeln zu lassen.

Ich bin bereit das Bild der Kirche zu ändern und die Gemeinschaft, insbesondere für die jungen Menschen, wieder attraktiver zu machen. Denn, wenn wir jetzt nichts ändern, ist es zu spät und die Kirche stirbt aus!


Atheistin vs. Christin

Anna Rosenwasser war zu Gast bei underkath. Carmela Bonomi hat ihr Fragen vom Netzwerk Minis gestellt und mit ihr über Politik und Religion gesprochen. Doch was denkt Carmela über das Gespräch? Wir haben bei ihr nachgefragt. Ein Interview übers Interview.

von Silvan Maximilian Hohl



Was gefällt dir an Anna Rosenwasser?

Ich finde ihren politischen Aktivismus toll. Vor allem gefällt mir, dass sie auf Instagram aktuelle Abstimmungsthemen behandelt und so junge Menschen für demokratische Prozesse sensibilisiert. Ich finde das für eine funktionierende Demokratie sehr wichtig. Anna nutzt ihren Einfluss für den politischen Diskurs und die Akzeptanz aller Menschen in unserer Gesellschaft.

Anna Rosenwasser, politisch engagierte LGBTQ-Expertin und feministische Autorin

Was hat dir an Anna am meisten imponiert?

Ihr politisches Engagement. Sie exponiert sich mit ihren Meinungen und Haltungen sehr. Dadurch wird sie von vielen Menschen geschätzt, aber auch stark kritisiert. Ich persönlich finde das schwierig. Vor allem, wenn jedes Wort, das man sagt, auf die Goldwaage gelegt wird. Ich teile meine Meinung, wenn mich jemand danach fragt, aber so weit aus dem Fenster lehnen würde ich mich nicht.

Für mich macht einen Menschen aus, was er liebt

Anna Rosenwasser


Wart ihr immer gleicher Meinung?

Ja und nein! Wir sind zum Beispiel gleicher Meinung, dass man Menschen nicht kategorisieren kann. Jeder ist ein Individuum und deshalb einzigartig. Ich gebe ihr auch in dem Punkt recht, was sie über Social Media sagt. Beispielsweise findet Anna Instagram ein grossartiges Instrument, um Menschen zu erreichen, die keine herkömmlichen Medien konsumieren. Gleichzeitig weist sie darauf hin, dass die sozialen Medien konzipiert wurden, um gezielter Werbung schalten zu können und um die User:innen deshalb so lang wie möglich an die App zu binden. Sie selber ist z.B. nie länger als 90 Minuten auf Instagram.

Und wo seid ihr nicht gleicher Meinung?

Anna ist Atheistin und ich bin gläubige Christin. Für mich ist Gott der Sinn des Lebens. Ich kann mir ein Leben ohne ihn nicht vorstellen. Anna Rosenwasser jedoch ist überzeugte Atheistin. Da ist natürlich eine spannende Diskussion schon vorprogrammiert.

underkath-Moderatorin und Interviewerin Carmela Bonomi
Bild von Silvan Maximilian Hohl, underkath.ch 2022

Was konntest du aus dem Interview mit Anna Rosenwasser mitnehmen?

Anna Rosenwasser antwortet auf die Frage, was einen Menschen ausmacht mit: Ein Mensch macht das aus, was er liebt. Ich finde das extrem inspirierend. Ich kenne dies von meinem Glauben. Ich meine, die Bibel sagt selbst, dass das höchste Gebot die Liebe ist: Liebe Gott und deine Mitmenschen wie dich selbst. Das sagt ja wohl alles.


Carmela, vielen Dank für das Interview!


Mit einem offenen aber kritisch prüfenden Blick schweift underkath von der alten Tradition bis hin zur modernen Jugend von heute.
Zum Interview von Anna Rosenwasser: youtube.com/watch?v=L9IeJ25jylU

FADE_GRAD aufs Ohr

Der Podcast vom Menschen. Direkt und ohne Kompromiss über Sport, Glaube und das Leben.

Von Co-Host Ines Schaberger



Warum tust du, was du tust? Warum gehst du über deine Grenzen? Warum bist du hier? Und wie bist du geworden, wer du bist?
Das fragen Sam, Gabriel, Lara und Ines abwechselnd ihre Gäste. Und zwar „fadegrad“ – ohne Tabus. Sie sprechen über den Suizid in der Familie, schauen in einem Hospiz vorbei und räumen mit Vorurteilen gegenüber „der heutigen Jugend“ auf.

Dabei lassen sie sich überraschen – und berichten davon im Podcast und auf Instagram (@fadegrad_podcast). In der neuen Podcastfolge erzählt Lorena, warum sie in ein Jugendheim kam, wie es ihr dort erging und wie sie ihr Leben heute lebt.

Alle fadegrad-Podcastfolgen gibt es unter www.fadegrad-podcast.ch und überall da, wo es Podcasts gibt!

wird präsentiert von der katholischen und evangelisch-reformierten Kirche der Kantone St.Gallen und beider Appenzell.


Die neueste Folge mit Louisa könnt ihr euch gleich hier anhören:

time:out Fastenzeit 2022

Sind wir mal ehrlich: Unsere guten Vorsätze fürs neue Jahr sind mittlerweile schon wieder den Buch runter. Es noch einmal zu versuchen lohnt sich aber. Dafür steht uns time:out zur Seite.



Eine Weile etwas wegzulassen, ist befreiend. Es schärft den Fokus und schafft Platz für andere Dinge im Leben. Genau dieses Konzept verfolgt time:out seit bald 40 Jahren. Durch die Auseinandersetzung mit den eigenen Angewohnheiten wird ein bewusster Lebensstil gefördert. Die klassische Fastenzeit (sechs Wochen vor Ostern) ist der ideale Zeitpunkt dafür: Sonntag, 06. März – Samstag, 16. April 2022.

Verbringst du manchmal zu viel Zeit am Bildschirm? Kannst du dich kaum mehr lösen von deiner Lieblingsserie? Denkst du manchmal darüber nach, weniger Alkohol zu trinken? Würdest du gerne mal eine Zeit lang kein Fleisch mehr essen? Öffnet sich deine Lieblings-News-App fast von allein? Nervt dich deine Nikotin-Sucht? Oder musst du immer gleich den ganzen Chips-Sack auf einmal essen? Dann ist es vielleicht Zeit für ein time:out!

Ein time:out hilft dir, Gewohnheiten zu ändern. Mal ehrlich: Schlechte Gewohnheiten haben wir alle. Diese zu verändern, ist schwierig, denn meist sitzen Verhaltensmuster ganz schön tief. Dann braucht es viel Selbstdisziplin und eine gute Strategie, etwas zu bewegen. Aber vor allem brauchen wir einen Veränderungswillen und wir müssen mit der Veränderung beginnen. time:out ist die ideale Gelegenheit dafür.


Jetzt anmelden unter timeoutschweiz.ch/teilnehmen.
Mit time:out kannst du gleich doppelt gewinnen: Unter allen Teilnehmenden verlosen wir attraktive Preise!
Mehr Infos unter timeoutschweiz.ch/preise.



Video und Text von Micha Rippert
Blaues Kreuz Bern-Solothurn-Freiburg

24. Dezember 2021

Der Abschluss unseres Adventsprojektes gebührt der Jugendarbeit selbst.
Denn wer sich in diesem Feld nicht auf langjährige Erfahrung, Unterstützung anderer oder Einarbeitung verlassen kann, hockt im Morast.

Dafür gibt es die Plattform DURCHBLICK.


Die Informationsplattform der Jugendseelsorge Zürich stellt eine Sammlung von Dienstleistungen und anleitenden Dokumenten aller Art zur Verfügung, die den Jugendarbeiter:innen und ihren Chefs die Arbeit erleichtern sollen.

Und so auch dieses Video. Neben fantastischer Kameranavigation und fröhlichem Geklingel finden sich in knapp einer Minute eine Menge an kreativen Spiel- und Projektideen – vielleicht sogar für Heiligabend.



Frohe Weihnachten

wünscht mittendrin.life

23. Dezember 2021

Egal wohin man schaut, die Zukunft liegt beim Nachwuchs. Das evangelische Missionswerk Mission 21, setzt sich auf der halben Welt für nachhaltige Projekte ein und versteht das sehr gut.


Ein Einblick in das Leben von Mission 21. Dank dem Film nicht nur für die Jugendlichen am Zukunftstag, sondern auch für uns. Nun lassen wir aber den Film sprechen – denn diese Jugendlichen haben viel wichtiges zu sagen:


22. Dezember 2021

Schon ist es der Tag nach der Wintersonnenwende und es kommt mit der Zeit wieder mehr Licht in den dunklen Tag. Darum heute für euch die Nachtlichter-Gottesdienste.


Trotz allem haben dieses und letztes Jahr sogenannte Nachtlichter-Gottesdienste – Jugendgottesdienste mit dem Ziel, das Publikum auf die Adventszeit einzustellen – stattgefunden. Wir haben ein “Mashup” aus zwei solchen Gottesdiensten erstellt, dass wir euch hier vorstellen. Und natürlich wird das ganze von einer Jugendband begleitet.


21. Dezember 2021

Auch heute zeigen wir euch etwas Praktisches. Diesmal von underkath “gesponsert” ein Guetzlirezept und wieder von jungen Leuten vorgebacken.


Na, bei der Musik kommt ja gleich Backstimmung auf. Und Mailänderli mit Eierlikör-Glasur? Da verabschiede ich mich doch gleich mal in die Küche. Wir sehen uns dann morgen wieder, bis dann viel Spass beim Backen!

Mist, kein Eiercognac mehr. Vielleicht tun’s auch die rohen Eier mit der Kiwi vom letzten Jahr. Die ist ja auch schon Alkohol…


20. Dezember 2021

Hast du dir schon überlegt, was du an Weihnachten kochen willst? Wenn du noch ein Rezept für Heiligabend suchst, haben wir das perfekte – und trotz seinem Anblick gar nicht so exotische – Rezept für dich.


Gebratener Reis mit Gemüse: eines von vielen Rezepten aus der ganzen Welt, die der jüngere Teil von Mission 21 im Rahmen eines Projektes gesammelt hat. Diese junge Frau von young@mission21 kocht euch das Ganze sogar vor. Weitere Infos und Rezepte findet ihr auf der Webseite!


19. Dezember 2021

Es brennt, es brennt, am vierten Advent, denn Gyri Ungerwäx ist einfach heiss! Die reformierte Jugendarbeit aus Burgdorf holt das Verpasste vom letzten Jahr im Quartier Gyrischachen nach!


Urban Gardening, kochen, basteln, und natürlich spiele! Gyri Ungerwäx hat das Potential der sonnigen, fast coronalosen Frühlingsferien voll ausgenutzt! Und dabei haben sogar die Teilnehmer tatkräftig mitgeholfen.


18. Dezember 2021

Heutiger Gast ist die Pfadi St. Meinrad aus dem eiskalten Einsiedeln! Von jung bis alt sind alle mit dabei – sei es im Wald, im Schnee oder im Geblödel. Und alles dank dem freiwilligen Engagement der Pfadileiter:innen.


Na, die halten sicher zusammen. Sie rennen sogar gemeinsam weg. wovor die wohl solche Angst haben?
Nun aber mal Spass beiseite. Offensichtlich ist die Pfadi ein fantastischer Ort um sich alle möglichen “Skills” anzueignen. Und noch dazu Spass haben, Gemeinschaft erleben, und von anderen Motivierten getragen werden? Was will man mehr als die Pfadi Einsiedeln?


17. Dezember 2021

Heute ein Spielfilm von Hoger TV! Mit witziger Gestik lassen hier ein paar Jugendliche ihrer Kreativität freien Lauf. Und das Ergebnis lässt sich sehen – wenn auch nicht unbedingt hören.


Stumm, aber gar nicht dumm – naja, die Figuren vielleicht schon.
Stumm und stämlich – das passt schon eher. Sich stetig so stämlich zu stellen, das braucht schon äusserst Talent!


16. Dezember 2021

So, schon zwei Drittel bis Heiligabend!

Wir haben heute einen ganz besonderen Gast: underkath, der Youtube-Kanal für junge Erwachsene, die die Welt zum Publikum haben wollen. Mit Themen wie Religion, Kultur, Spiritualität und Politik.


Das heutige Video stammt von eben solchen jungen Filmemachern. Sie führen ein Interview mit dem Leiter der Community der Zürcher Studierenden, des “aki”, der wiederum von den Lichtinstallationen zweier Begabten am aki erzählt.


15. Dezember 2021

Isabelle erklärt euch heute unser Ziel – das gleichzeitig schon lange Realität ist.


Na, hat dich die Animatorin auch schon inspiriert? Zum Handeln angeregt? Du weisst ja, bei wem du dich melden kannst, wenn du eine spannende Idee ins Leben rufen möchtest 😉

Werbevideo 3 mittendrin.life

14. Dezember 2021

Heute präsentieren wir gleich zweimal Cevi:
Vorhang auf für die beiden Cevis aus Dürnten und Frauenfeld!


Was sagen eigentlich die Leiter:innen über den Cevi? Warum sind sie überhaupt dabei? Das Video geht diesen Fragen auf den Grund. Gleichzeitig erkennt zeigt das Bild, dass jede Kirche auch eine Baustelle ist…


Scheint, als seien wieder irgendwelche Unschuldigen den Piratenjägern ins Netz gegangen. Wieder andere werden versteinert. Der Cevi Frauenfeld ist einfach skrupellos! Und sind das Schlangen, die sie da über dem Feuer braten…?


13. Dezember 2021

Heute stellen wir noch einmal Beiträge vom Haus der Religionen vor.

Letztes Mal sind wir über die Entstehung der Welt informiert worden. Diesmal gehen wir einen Schritt weiter uns blicken in die Zukunft, in eine bessere Welt.


Den Anfang macht ein Gott, der als Mensch auf die Welt kommt um die Menschheit vor ihrem selbstverschuldeten Leid zu erlösen. Schon mal so was gehört?


Samurai, Bomben, Gehirnwäsche, und all das für den… Frieden? Na dann, Film ab!


Der Umweltschutz scheint auch im religiösen Kontext ein wichtiges Thema zu sein. Die Technologie bietet hierfür zwar Möglichkeiten, doch die wahre Nachhaltigkeit wird im Video schlussendlich durch den Menschen selbst bestimmt.


12. Dezember 2021

YouReport – das junge Filmteam aus Köniz ist unser Gast für den 3. Advent. Die Jugendlichen und jungen Erwachsenen erstellen auf Freiwilligenbasis Reportagen diverser Anlässe. Hier habt ihr ein Beispiel:


Alle Jahre wieder findet in Niederwangen die Kinderwoche statt. Das berner Filmteam hat von der Woche mit schöner Musik, vielen Interviews und den niedlichsten Ausschnitten mehr als nur berichtet: die Kinderwoche ist digital nacherlebbar.


11. Dezember 2021

Die Jungwacht Windisch im Aargau sind heute unsere Hauptdarsteller! Schön, konnten dieses Jahr wieder erste Lager wie dieses stattfinden. Präsentiert wird euch dieser Rückblick als Dreiteiler – anscheinend gab es ziemlich viel Spannendes zu dokumentieren…


Natürlich ist bei der Jungwacht Windisch alles dabei – Schreinern, Gruppenspiele, Panoramas…


…Pizzaessen, Ballspiele, Regenjacken…


…Brettspiele, Geländespiele und Lagerfeuer!


10. Dezember 2021

Zur Abwechslung haben wir heute für euch einmal wenig Action, dafür aber betont wohltönende Musik mitgebracht. Die Ehre haben wir dank der “Hoger Jugendarbeit” der reformierten Kirchgemeinde Kirchberg, auf YouTube auch als Hoger TV bekannt.


“Happy”, von Pharell Williams wird neu als Bläserständchen vertont. Dabei scheinen nicht nur die Musikantinnen einen Riesenspass zu haben, nein, das Publikum vor Ort hat auch tierisch viel Freude. Einen Frohen Adventsfreitag!


8. Dezember 2021

Heute gleich zweimal Blauring, das ist doch ein Ding!


Einmal aus Bütschwil im Kanton St.Gallen und obendrauf noch einmal aus Altdorf im Urnerland. Und auch dieser Jugendverband fühlt sich in der schweizer Wildnis wie zuhause.


Tanzen, Volleyball, tanzen, ein Kampf um Wasser, tanzen. Dem Blauring Bütschwil fehlt es sicher nicht an Bewegung – und an motivierender Musik offensichtlich auch nicht…


Hier ist die Luzerner Zeitung auf Mission. Vermutlich mit dem Ziel, das Erfolgsgeheimnis des Blauring Altdorf zu lüften.
Das Resultat? Nicht eindeutig, hat aber sicher etwas mit Einfallsreichtum, Engagement und viel, viel Spass zu tun:


7. Dezember 2021

Wir präsentieren: Drei Videos vom Haus der Religionen.

Wer ist der Mensch? Wie ist die Welt entstanden? Zwei Fragen, die die Religion an sich schon seit Jahrtausenden beschäftigt. Zum Glück hat mittendrin.life nun in diesen drei Videos die Antwort auf beide gefunden.


Wir beginnen mit der Entstehung der Welt und bekommen einen Einblick in den Ursprung des Menschen…


…dann ein kurzes Hineinzoomen in die Geschichte der Menschenheit und wie sie sesshaft wurde…


…und zum Schluss wird uns das menschliche Verhalten im Detail erklärt, wobei wir noch eine Lebensweisheit auf den Weg mitgegeben bekommen.


6. Dezember 2021

Heute präsentieren wir die Jungschi Reigoldswil aus dem Baselland. Naturverbunden und kreativ streifen sie fröhlich durch den Wald.


Von Feuer machen über Zelte aufbauen bis hin zu Seilburgen bauen, in dieser reformierten Jungschar ist das volle Waldprogramm angesagt. Vor allem ist es schön anzusehen, wie eifrig die Kleinen hier mithelfen!


5. Dezember 2021

DIE OASE besetzt den Platz für den zweiten Advent! Der Jugendtreff aus der reformierten Kirchgemeinde Allschwil-Schönenbuch feiert offensichtlich grossen Erfolg.


Von Abendmählern über gemeinsame Kochpartien bis hin zu Filmabenden – Wer einen bequemen Abend sucht, ist bei der OSAE bestimmt nie falsch.
Kaum zu übersehen ist in diesem Video, dass es von Jugendlichen produziert worden ist. Ein typisch moderner Schnittstil und eine Stimmung, die aus dem Bildschirm nur so trieft. Einfach “lit”.


4. Dezember 2021

Am vierten Tag präsentieren wir euch zwei Videos von der Pfadi – the kings and queens of outdoor.


Eiegentlich ein Werbefilm, man erkennt aber, dass die Footage authentisch ist. Kaum eine Grupe kommt an die Leichtigkeit heran, mit der die Pfadi Maurena ihre Zelte, Scheiterhäufen und Küchen mitten im Nirgendwo aufstellen.

Werbefilm der Pfadi Maurena

Dies ist das erste Video von drei, welche das Lager der Pfadis Sarnen, Kärpf und Rauti filmisch an unseren Bildschirm bringt. Viel mehr braucht man nicht zu sagen, denn im Video selbst findet sich schon ein tüchtiger Kommentator:

Teil 1 von 3

2. Dezember 2021

Macht hoch das Törchen, es kommt das zweit’!

Als nächstes präsentieren wir euch den Rückblick zum Zeltlager der Ministrantinnen und Ministranten aus Grenchen im Kanton Solothurn!


Ein Zeltlager um diese Zeit!? Ach nein, das ist ja einfach ein Video…
Baden im See, Geländespiele und eine ganze Woche im Zelt schlafen – bei den Minis in Grenchen läuft was!

Lagertrailer der Ministranten Grenchen

1. Dezember 2021

Jetzt geht’s los mit dem Adventsprojekt!

Heute stellen wir euch zwei Cevi-Videos vor: Ein Lagerrückblick kombiniert mit einem vorangehenden Trailer. Organisiert von den Cevis aus Herzogenbuchsee und Steffisburg im Kanton Bern.


Lagertrailer 2018:
Eine Woche lang Spass und Gemeinschaft im warmen Sommer? Wenn die da mal nicht zu viel versprechen…

Lagertrailer der Cevi Herzogenbuchsee & Steffisburg

Es ist eindeutig nicht zu viel versprochen worden!
Ein fantastischer Schnitt mit zeitgemässer Musik: Lagerfeuer, Spiele bis zum Gehtnichtmehr und selbstgemachtes Essen für Jung und Älter – und der neue Nationalheld ist sogar schon am Bahnhof mit dabei. Wer wird da nicht gleich neidisch…

Und dann das wirkliche Lager

Wo sich der Einstieg durchs Fenster lohnt

Egal ob Cappuccino, Suppe, gemeinsames Lernen oder spannende Diskussionen, das «Hirschli» ist das Wohnzimmer der Uni. Und darum passiert da so ziemlich dasselbe wie in einem Wohnzimmer einer Studenten-WG – und noch einiges mehr. Ich wage einen Blick in die «Stube» der Uni.

Bereits der Zutritt zum Studi-Kafi Hirschli ist aussergewöhnlich, passt aber wunderbar in die verwinkelten Gassen rund ums Grossmünster in Zürich. Wer das Hirschli kennt, weiss, dass man durchs Fenster am schnellsten mitten ins Kafi kommt. Ist der Fensterrahmen überwunden, geht es drei Stufen abwärts und ich stehe mitten in einem gemütlichen Raum. Auf der linken Seite lädt eine Sitzecke zum Verweilen ein. An der rustikalen Steinwand dahinter hängen kunstvolle Fotografien, die Szenen des pulsierenden Lebens der Strassen Zürichs zeigen. Gegenüber stehen Tische, an denen gegessen oder eben gelernt und gearbeitet werden kann. Am anderen Ende des Raumes steht eine Theke. Dahinter entdecke ich Linda und Carla an der Kaffeemaschine. Linda Blumer, die Leiterin des Hirschlis, lässt sich gerade von Barista Carla erklären, wie das mit dem perfekten Cappuccino funktioniert. «Ich lasse mich gerade an der Kaffeemaschine ausbilden, damit ich aushelfen kann, wenn viel läuft», erklärt Linda lachend.

Linda und Carla mit einem “perfekten Cappuccino”

Offenes Haus und offene Ohren

Während ich auf meinen Cappuccino warte, der gerade aus der surrenden Kolbenmaschine läuft und den Raum mit einem herrlichen Kaffeegeschmack füllt, erzählt mir Linda vom Hirschli. Das Hirschli gibt es seit 2017. Es wurde initiiert durch die Hochschulseelsorge der reformierten Landeskirche Zürich und wird von ihr getragen. Im Hirschli erhalten Studentinnen und Studenten und kirchliche Mitarbeitende ein feines Essen zu einem fairen Preis. Sie finden aber auch ein offenes Haus und vor allem immer ein offenes Ohr vor, erklärt Linda. Die Hochschulseelsorge gibt es schon lange. Lindas Vorvorgänger hat dann die Hochschularbeit übernommen und wollte sie neu erfinden. Mit viel Kreativität, Mut und Lust auf Anderes wurde das Konzept für das Hirschli erarbeitet. Der Kirchenrat gab überzeugt grünes Licht.


Webseite: www.hirschli.net

Gott begegnet in Vielfalt

Inzwischen ist der Cappuccino fertig und wir sitzen an einem Tisch im Hirschli. Linda, die erst vor kurzem die Leitung des Hirschlis übernommen hat, erzählt mir von ihrer Motivation für die Arbeit im Hirschli. «Ein Bekannter rief mich an und machte mich auf diese Stelle aufmerksam», sagt Linda, die zuvor Studienleiterin an einer theologischen Ausbildungsstätte war. «Noch am Telefon suchte ich online nach dem Inserat.» Nach einer Bedenkfrist übers Wochenende hat sich Linda mit Erfolg beworben. Man spürt ihre Leidenschaft für die Arbeit mit Studierenden und deren oft wegweisenden Lebensphasen. In den Begegnungen, die sie hier mit den Menschen erlebe, begegne ihr Gott in Vielfalt. «Das berührt mich sehr», sagt Linda voller Freude.

Kaffee – das Wasser des Lebens

Alle Studierenden sind willkommen

Während unseres Gesprächs gehen immer wieder Menschen durch die Gasse und schauen neugierig durchs Fenster. Sie scheinen sich zu fragen: «Geht es hier wirklich durch ein Fenster ins Kafi?». Obwohl das Hirschli ein Projekt der Hochschulseelsorge der reformierten Landeskirche ist, sind alle Studierenden der Zürcher Hochschulen, unabhängig ihres Studiengangs, ihrer Weltanschauung, ihrer Persönlichkeit und Überzeugung willkommen. «Wir haben noch nie jemanden rausgeworfen», sagt Linda und lacht. Die Gäste im Hirschli sind durchmischt. Das liegt auch am Personalmanagement. Die Schichten werden von Studierenden unterschiedlicher Studiengänge abgedeckt, die jeweils ihre eigenen Freunde und Bekannte mitbringen.

Das Leben neben der Uni

Linda und das Hirschli-Team freuen sich über jede Begegnung. Man empfange die Menschen und das, was sie mitbringen, mit offenen Armen, erklärt sie. Im Wohnzimmer der Uni soll es Platz haben für alle Menschen und das, was sie neben ihrem Studentenalltag alles ausmacht. Und genau diese Gastfreundschaft erlebe ich am eigenen Leib und mit den eigenen Sinnen. In der gemütlichen Atmosphäre des Hirschlis vergeht die Zeit wie im Flug. Mein Cappuccino ist ausgetrunken bis auf den letzten Tropfen. Ich verabschiede mich, nehme einen letzten Atemzug des wohlriechenden Kaffeedufts und steige die drei Stufen durchs Fenster in die Gasse.

Micha Rippert (25) ist Theologiestudent, Jugendarbeiter und studentischer Mitarbeiter bei theologie-erleben.ch, der Plattform rund um Jugend, Glaube und Kirche.

Video-Workshop in der Oase

Einen Film drehen – was heisst das überhaupt? Wie macht man das? Und warum? Angelina berichtet.

Im Video-Workshop in der Oase haben wir viele interessante Seiten der Filmkunst und des Videodrehs kennengelernt. Die Herren Florian Bitterlin und Pascal Steck haben uns in die Welt des Filmemachens eingeführt und uns darüber erzählt. Wir haben gelernt, welches die wichtigsten Voraussetzungen für den Dreh eines Videos und Filmes sind, was die Aspekte sind, die einen Film beeinflussen, und wir haben auch gelernt, wie man bei einem Videodreh vorgehen muss.

Die Produzentinnen und Produzenten im Workshop – ausnahmsweise bewegt sich das BIld nicht.

Der Workshop hatte zwei Teile, die auf zwei Tage aufgeteilt waren. Im ersten Teil hat uns Florian Bitterlin über seine Erfahrungen als professioneller Filmemacher erzählt und uns einen Einblick auf die Kunst des Filmemachens beschafft. Pascal Steck hat über die verschiedenen «tools» informiert und uns gezeigt, wie man am besten eine Wahl für die geeignete Kameratechnik trifft. Ausserdem wurden wir dazu angeregt uns Gedanken über unser «Warum?» zu machen.

Schlussendlich hat jede/r ein Ziel gefunden, dem man nachgeht um zur eigenen “Perfekten Welt” beitragen zu können.

Wir haben uns gemeinsam überlegt, wie wir zu unserer «Perfekten Welt» beitragen können und warum wir das tun möchten. Das hat zu schönen und tiefen Diskussionen geführt und schlussendlich hat jede/r ein Ziel gefunden, dem man nachgeht um zur eigenen “Perfekten Welt” beitragen zu können. Im zweiten Teil des Workshops durften wir uns überlegen, was wir in einem Video vermitteln wollten und vor allem warum wir das machen wollten. Florian und Pascal haben uns dann gemeinsam beim Videodreh unterstützt und es wurden tolle Videos produziert, unter anderem ein Horrorfilm-Trailer sowie Werbung für das easypray und die Oase.

Ich habe in diesen zwei Tagen viel gelernt und einiges mitnehmen können. Darunter auch ein «Warum?» welches meine Zukunft prägen wird. Dieser Workshop hat mir sehr Spass gemacht und es war eine perfekte Gelegenheit, mehr über die Filmkunst zu lernen.

Ich danke Florian Bitterlin und Pascal Steck für den lernhaften und amüsanten Workshop.

Angelina, KERNTEAM OASE

Ökumenisches Jugendlager 2021

Ein ökumenisches Lager für Jugendliche und junge Erwachsene. Von der Idee bis zum Programm – und dem Anmeldeformular.

Ein Lager für 16 – 21-Jährige, zum Beispiel nach der Firmung oder Konfirmation – „das wärs!“, sagten sich die drei jungen Baselbieterinnen Norma, Rachele und Dominique am Nachtlichtergottesdienst. Denn es gibt kaum Angebote in der kirchlichen Jugendarbeit für diese Altersklasse. Dies wollen die kirchlichen Jugendfachstellen der Region Basel nun ändern: Das Lager für Jugendliche und junge Erwachsene im Alter von 16 – 21 Jahren findet vom 24. – 26. September 2021 in Valbella (GR) statt. Dabei sein dürfen alle – egal von welcher Konfession. Ziel ist es; die Gemeinschaft zu fördern, Erlebnisse zu teilen und eine tolle Zeit zu haben.

Norma, Rachele und Dominique haben sich bereits fünf Mal mit Philip und Isabelle der Fachstelle Jugend BL getroffen. Gemeinsam wurde geplant, diskutiert, wieder verworfen, gegoogelt und gelacht. Das erste Treffen musste aufgrund der Pandemie online durchgeführt werden, doch auch das war kein Hindernis für die drei motivierten jungen Frauen.

Bereits nach dem ersten Treffen wurden einige mögliche Gruppenhäuser gesucht, und kurz darauf entschied man sich gemeinsam für Valbella. So läuft das Prinzip bei der Gruppe; wichtige Entscheidungen werden stets gemeinsam getroffen. Auch die Rekognoszierung des Lagerhauses wurde gemeinsam gemacht und förderte dabei wichtige gruppendynamische Prozesse.

Sofort wurde ein Lager-Grobprogramm erstellt. Danach wurden die Blöcke aufgeteilt und im Detail niedergeschrieben. An den Sitzungen werden jeweils Ideen ausgetauscht und diskutiert. Langsam aber sicher nimmt das Lager Form an!

24. – 26. September

16 – 21 Jahre

egal welche Konfession

Die Hoffnung auf schönes und warmes Herbstwetter ist noch nicht aufgegeben: Geplant ist ein tolles Programm mit Rodeln auf der längsten Rodelbahn der Schweiz, Baden im Heidsee, Geländespiel und Spielturnier! Falls Petrus doch nicht ganz einverstanden sein sollte mit dem schönen Wetter, gibt es natürlich auch ein abwechslungsreiches Alternativprogramm mit einem Tagesausflug ins Erlebnisbad Chur, spannenden Spielen im Haus und Garten und Filmabend.

Alle beteiligten freuen sich bereits riesig auf das Lager! Du auch? Dann melde dich an!

Wir freuen uns auf Dich!

Norma, Rachele und Dominique

Link zum Anmeldeformular und weitere Infos

Rohkost mit Rohweder: Ein Blick in die Zukunft

Kolumne

“Alarmstufe Rot! Ende der Christenheit schon 2300! Gott bewahre!”
Ja, wir alle haben sie schon gesehen: eine Statistik in Form einer pechschwarzen Linie, sie steigt und steigt scheinbar ohne Ende, betitelt ist sie mit einem reisserischen Spruch wie dem obigen. Himmel hilf!
Manchen scheint die Tatsache, dass sich die Kirchenaustritte mehren, wohl ein grosses beängstigendes Problem, das so bald wie möglich zu beheben ist. Was aber, wenn dieses Unvermeidliche auch eine riesige Chance ist? Ein Blick auf Realität und Zukunft der schweizer Kirche.

Dass die Kirche sich zurzeit im Mittelpunkt vieler kontroverser Themen wiederfindet, dürfte wohl für die Wenigsten etwas Neues sein. Missbrauch, Frauenpriestertum, Zölibat und die Segnung Homosexueller Paare, nur um mal die momentan wichtigsten Themen der schweizer Katholikinnen und Katholiken zu benennen. Ja, bei all diesen Angelegenheiten und den zugehörigen Reaktionen seitens der kirchlichen Obrigkeit scheint es nur angebracht, dass man sich von der Kirche distanzieren möchte. Hinzu kommt noch, dass nun viele, die schon lange nicht mehr kirchlich sozialisiert sind, den Entscheid treffen, rechtlich aus ihr auszutreten. Man wendet sich von der Kirche ab. Die Selbstverständlichkeit, mit der die Kirche in der Öffentlichkeit steht, ist daraufhin längst geschwunden. Dennoch tun dies offensichtlich bei weitem lange nicht alle; sonst würdest du diesen Artikel nicht lesen.

Aber was heisst es denn jetzt, wenn sich ein Teil der Bevölkerung von der Kirche verabschiedet, während ein anderer sich noch immer mit Herz und Verstand in ihr engagiert? Heisst es denn nicht, dass der erste Teil endgültig für sich erkennt, dass die Kirche nicht Teil seiner Zukunft sein kann? Dass sie nicht in seine Welt hineinpasst? Damit kann ich mich überraschend gut identifizieren. Ich würde in meiner Zukunft auch nicht in der Kirche von heute leben wollen. Ich würde mich für meine Zugehörigkeit schämen. Zum Glück ist Kirche nicht gleich Kirche, denn sie hat viele Seiten, und zum Glück ist die Kirche von heute die Kirche von heute, und die Kirche von morgen ist eine andere. Dafür sorgen schweizweit zehntausende oder sogar mehr, die sich für ihre Kirche einsetzen, die ihre Fehler und Mängel aufarbeiten und sie zu etwas besserem machen. Sie machen die Kirche aktiv zu einem Teil ihrer Zukunft. Sie formen sie, damit sie in ihre Zukunft passt.

Schlussendlich findet sich die Kirche in einer neuen Balance. Die künstliche Inflation der Mitgliedszahlen, die in der Geschichte ihren Ursprung findet, schwindet, und die heisse Luft verpufft. Hoffen wir, es finden sich in der Kirche auf einmal genau jene, die tatsächlich an ihr teilhaben wollen, die in ihr arbeiten, die an ihr arbeiten. Hoffen wir es, ja, arbeiten wir darauf hin, denn in der Zukunft – sei es in den nächsten zehn, fünfzig oder hundert Jahren – wird sich die Kirche nur noch durch die Übriggebliebenen (welche auch immer) definieren, und sie werden durch ihre Arbeit die Kirche definieren. Die Kirche wird sich selbst neu definieren. Vielleicht wird sie dann auch für die Allgemeinheit akzeptabel sein.

Plötzlich ist dann die Kirche nicht mehr «katholisch» im ursprünglichen Sinne, also universal, sondern nur noch ein viel kleinerer Teil der Gesellschaft, eine Religionsgemeinschaft neben vielen anderen. Vorbei sind die Tage, als sie das Öffentliche Leben diktierte, jetzt muss sie sich anpassen, damit sie von der Öffentlichkeit akzeptiert wird. Was aber ist die Kirche, wenn sie nicht mehr universal ist? Wofür steht sie? Wo fängt sie an, wo hört sie auf? Ist sie politisch? Ist sie säkular? Wer ist die Kirche? Das sind Fragen, auf die die Kirche in Zukunft neue Antworten finden muss. Die Kirche, allerdings, ist weder bloss ein Gebäude oder eine organistatorische Struktur noch lediglich ein Kollektiv von Pfarreien und Kirchgemeinden. Mehr als all dies fängt sie als Ausdruck des christlichen Glaubens bereits beim Individuum an. Das Individuum trägt die Kirche, es trägt die Kirche in sich, es formt sie, es macht sie aus, es tritt aus ihr aus. Nun muss das Individuum für sich selbst eine Antwort finden. Auch ich und du.

»Ich glaube an das Pferd.
Das Automobil ist nur eine vorübergehende Erscheinung.«


Kaiser Wilhelm II.
letzter Deutscher Kaiser

Darum will ich nun die Antwort präsentieren, die ich für mich gefunden habe:
Wir, die wir im Hier und Jetzt leben, wir müssen für uns selber denken und unsere Ideen selber umsetzen. Das heisst auch mal, sich gegen eine kirchliche Obrigkeit wehren, verstaubte Ideen in den Müll werfen, oder nachgeben. Aber das tun wir nicht nur für uns selbst oder füreinander, sondern auch für die nach uns. Wenn wir wollen, dass die Kirche in irgendeiner Form fortbesteht – und das will ich – dann müssen wir uns um unseren Nachwuchs kümmern. Wir müssen uns für ihn einsetzen, für seine Anliegen kämpfen, ja zuallererst einen Platz für ihn schaffen. Noch lange nicht sind die Möglichkeiten ausgeschöpft, die jungen Leute willkommen zu heissen, ihre Ideen einzubinden und die Kirche für sie spannend zu machen. Wie genau das geschehen soll, will ich hier nicht ansprechen, ich bin nun einmal weder Pädagoge noch Jugendarbeiter. Kaffeekränzchen, an denen exklusiv Menschen «im besten Alter» teilnehmen, gehören jedenfalls nicht dazu.
Warum aber sind die jungen Menschen überhaupt relevant für die Kirche? Eine scheinbar überflüssige Frage, dennoch ist es Wert, sich die Antwort in Erinnerung zu rufen:

Die jungen Menschen sind die Kirche der Zukunft.

Lassen wir sie ein – bevor sie austreten.

Flurin Rohweder, Redaktionsleitung

Andererseits – der Podcast

Im neuen Podcast “Andererseits”, produziert von theologie-erleben.ch, geht Theologiestudentin Lisa den beliebtesten Vorurteilen gegen Kirche und Christentum auf den Grund. Jetzt reinhören auf Spotify und überall, wo es Podcasts gibt!

Der Podcast Andererseits von Lisa de Andrade moderiert.

«Wunder lassen sich wissenschaftlich erklären.» «Die Bibel ist gegen Sex.» «Vor Kolumbus glaubte die Kirche, die Erde sei eine Scheibe.» Steckt ein Fünkchen Wahrheit hinter solchen Aussagen oder handelt es sich um reine Vorurteile?

Im Podcast «Andererseits», produziert von theologie-erleben.ch, geht Theologiestudentin Lisa de Andrade aus Solothurn den beliebtesten Klischees über Kirche und Christentum auf den Grund. In unterhaltsamen Gesprächen fordert sie Theologinnen und Theologen der Uni Basel, Bern und Zürich heraus und will von ihnen wissen, was Sache ist!

Der Podcast ist eine Ergänzung zum Kartenset «Andererseits», das kostenlos auf theologie-erleben.ch erhältlich ist. Er richtet sich an Studierende, Jugendarbeiter*innen, Pfarrer*innen, Lehrpersonen und theologisch interessierte Erwachsene. Sie erhalten im Podcast in 15-20 Minuten Impulse, Hintergrundinfos und den aktuellen Stand der Forschung zu typischen Klischees und Fragen rund um das Christentum.

Ein Beispiel …

Podcasts und weitere Infos: theologie-erleben.ch/podcast