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Autor: Andy Dölitzsch

Youth Summit 2024 “Young Voices. Intergenerational Online Meetup”

Am Samstag, 4. Mai 2024, 14:00 bis 16:00 Uhr, Online

Hier anmelden: Youth Summit 2024 “Young Voices. Intergenerational Online Meetup” – Mission 21 (mission-21.org)

Mach mit am internationalen Youth Summit 2024! Am diesjährigen Internationalen Youth Summit lassen wir junge engagierte Personen zu Wort kommen, welche sich in Gesellschaft, Politik oder Kirche Gehör verschaffen. Ihre Kurzinputs sollen ermutigen, Inspiration geben und zur gemeinsamen Diskussion mit allen Teilnehmenden anregen.

Zwei der jungen Stimmen sind Yunita aus Indonesien und Mónica aus Mexiko.

Yunita spricht über Aktivismus, wie dieser Sprachbarrieren überwindet und zu mehr Empathie und Verständnis führen kann. Ihr Ziel ist es, mit ihrem Aktivismus eine integrativere Zukunft zu schaffen. Mónica spricht über die Situation von LGBTQIA+ Personen, welche Schwierigkeiten und Ungerechtigkeiten sie in ihrem Kontext erfahren und wie sicherere Räume für alle geschaffen werden können.

Passend zum Youth Summit am 4. Mai veröffentlichen wir in den beiden April Folgen des Podcasts «Young Voices. An Intercultural Podcast» Gespräche mit Yunita und Mónica zu den jeweiligen Themen.

Im zweiten Teil des Youth Summits laden wir Führungspersonen aus unterschiedlichen Bereichen zum Zuhören ein.

Als junge, erwachsene Person hast Du die Möglichkeit, Fragen zu stellen und Deine Ideen einzubringen. Wir freuen uns darauf, auch Deine Stimme am Internationalen Youth Summit 2024 zu hören! Melde dich jetzt an!

Der Event findet auf Englisch ohne Übersetzung statt.

Neue Oster-Podcast Episode!

Jetzt ist der Podcast aus dem Ei geschlüpft – die neue Episode auf dem mittendrin.life Podcast wurde in einem unterhaltsamen Osterquiz durchgeführt. Mit von der Partie in der subkulturorientierten Jugendarbeit HipHop Center Bern waren Mascha Surbeck (“Glaube im Alltag“, Website), Barbara (“Andererseits“, Theologie erleben), Meli (“C4UC Testimonies“) und Alexandra mit Hansjürg (Together.Weltweit, “We das Gott wüsst…“). Nach einer lockeren Small-Talk-Runde lieferten sich zusammengewürfelte Teams ein Duell um Schokoladeneier. Die Folge ist ab sofort hier anzuhören:

Metal und Kirche? – Jahresrückblick 2023

“Die Metalchurch als reformierte Metal-Kirchgemeinde war im 2023 in der Metalszene präsent wie nie zuvor. Am Greenfield Festival durften wir während den drei
Festivaltagen rund-um-die-Uhr mit der AnsprechBar und The Chapel über 1100
Personen auf die eine oder andere Art dienen. Es gab zwar etwas weniger Gespräche als im Vorjahr, dafür umso mehr längere. Der Metalpfarrer war unter dem Jahr
an 27 weiteren Festivals und Konzerten präsent und suchte die Begegnungen mit
Metalheads «vor Ort». Diese informelle Präsenz in der Szene hat bereits viel ausgelöst und es wurden neue Partnerschaften mit säkularen Playern in der Szene möglich: So senden wir den MeTalk «Heavy Mental» seit Mitte Jahr aus dem «Blitzableiter» im Radio Blitz und unsere Metalgottesdienste werden seit Oktober im Radio Drachenblut übertragen. Auch unabhängig von uns wurde in den Medien berichtet: Wir zählten unglaubliche 58 Publikationen, ein Allzeithoch. Sogar in Frankreich und Belgien wurden Radiobeiträge gesendet.

Neu feierten wir als Metalchurch monatlich Gottesdienst. Siebenmal gab es Heavy
Sanctum im Soho Kosmos (Metal-Gottesdienste & Konzert). Weiter waren wir je für ein Heavy Sanctum eingeladen in Bätterkinden und für ein französischsprachiges in Rolle. Und wir feierten in anderen Formaten wie Osternachtfrühgottesdienst, «Souerei»-Brunch-Gottesdienst, MC Warsheep Night und All Hallows Eve. Auch Gottesdienste mit unseren Partnerkirchgemeinden Wimmis und Kirchberg
gehörten zum Programm. Ein wichtiger Teil der Metalchurch findet online statt, wie auf Social Media unsere vielfältigen, mittlerweile mindestens täglichen Posts und deren Reichweitenzahlen belegen. Nicht weniger wichtig für die Community aber waren Präsenzanlässe wie der Heavy Trip und das Iron-Book-Treffen, sowie die Whatsappgruppen für’s Oberland und MC-Families&Kids.
Wir sind sehr dankbar, dass wir 5 Taufen vollziehen durften und bei einem OpenAir-Gottesdienst eine Kleinkindersegnung feiern konnten. Wir freuten uns weiter mit drei Paaren, die wir kirchlich trauen durften. Und wir trauerten mit den Angehörigen bei einer der Bestattung.
Den virtuellen Hauskreis «Lagerfeuer» mussten wir Mitte Jahr leider einstellen.
Hingegen wurde in Kirchberg und Wimmis weiterhin monatlich im Bibel, Bier & Metal monatlich fleissig vor Ort diskutiert und ausgetauscht, mit sehr gutem Teilnehmerzuspruch. In der Passionszeit hatte sich wiederum eine Gruppe in der «Wasteland Warrior Challenge» herausfordern lassen. Während dem ganzen Jahr war das «Offene Ohr» seelsorgerlich im Einsatz, beim Heavy Sanctum neu als Segensteam. Das Fürbitte-Team mit Schweigepflicht betete im zweiten aktiven Jahr weiter verbindlich für Personen und ihre Anliegen, die auf verschiedenen Kanälen an uns gelangten. Zudem erreichten uns wieder unterschiedlichste Anfragen für Beratung im Zusammenhang mit Glaube & Metal, besonders fallen dieses Mal die verschiedenen Anfragen aus Deutschland auf. Wir sind so dankbar, dass im letzten Jahr fast 100 Personen sich in der einen oder anderen Art freiwillig für die Metalchurch engagierten – das ist fast ein Viertel mehr als im Vorjahr! Die positive Weiterentwicklung der Metalchurch machte zwingend
einen Ausbau des Pensums der Verwaltung nötig – neu auch verbunden mit leitender Verantwortung. Diesen Schritt konnte unsere bisherige Sekretärin Monika Vökt auf Grund ihrer anderen Verpflichtungen und Pläne leider nicht mehr mitgehen.

Seit Mitte September sind nun Tina & Andreas Zumstein in der Verwaltung am Ruder. Weitere wichtige Themen die uns im vergangenen Jahr beschäftigt haben waren «Marketing, Bildrechte & Persönlichkeitsschutz», «Inklusion», «Was ist MetalKultur?» und «Rollen im Leitungsteam».
Die Rechnung ist dank sorgsamen Mitteleinsatz und vielseitiger Unterstützung
mehr als aufgegangen. Herzlichen Dank und Soli Deo Gloria! Die Metalchurch ist
auch im vergangenen Jahr trotz allen Herausforderungen einen grossen Schritt
weiter in Richtung des vielfältigen «Metal-Kreuzfahrtschiffes» gewachsen, von
dem wir träumen.” – Jahresrückblick Metal Church 2023

Willst Du mehr über die Metal Church erfahren, hier findest Du mehr Infos: www.metalchurch.ch.

Das war der 1. Mittendrin.Life Event!

https://www.youtube.com/watch?v=VyjylzPNzwY

Am Samstag, 17. Februar 2024 war es soweit. Die Kaffee-Maschine qualmt, die Gläser sind mit Orangensaft gefüllt. 20 Junge und Junggebliebene treffen sich im Jugendzentrum HipHop Center Bern für einen Tag rund um Social Media. Zum Start erzählt Mascha Surbeck, wie sie als Bloggerin auf Mittendrin.Life gestossen ist. Es folgt ein spannendes Social-Media-Kahoot von Anina, das in ein Kopf-an-Kopf Rennen mündet.

Podcast-Folge mit Rose De Jesus
Als Inspiration hat sich Rose De Jesus als gläubige Influencerin bereit erklärt aus ihrem Social-Media-Alltag zu erzählen. Dieses Interview ist ab sofort auf unserem Podcast zu hören:
https://podcasters.spotify.com/pod/show/mittendrin/embed/episodes/Htte-Jesus-Instagram—-Rose-De-Jesus-im-Interview-e2gbl8q

Nach diesem Podcast waren die Teilnehmenden gefragt: In einem Reel-Wettbewerb zum Thema Ostern messen sich 4 Gruppen und kreieren innerhalb von einer Stunde 4 Reels! Diese Reels werden später noch veröffentlicht!

Workshops – Algorithmen und Video-Making

Am Nachmittag führten Producer und Content Creator Free Quenzy, sowie Video-Maker Gäbu je einen Workshop zu ihren Spezialgebieten “Algorithmus” und “Video-Making” durch. Auch diese Workshops wurden sehr praktisch, wo u.a. für eine Jugendkirche ein Trailer für ihr Angebot gedreht wurde.

Hast Du den Event verpasst? Schon bald gibt’s einen neuen:
Am SA, 9.3 treffen sich junge Podcaster und Podcast-Interessierte zu einem Osterquiz – 10 – 12 Uhr im HipHop Center Bern (Wankdorffeldstrasse 102, 3014 Bern)!

Reise nach Havanna – Kuba Together Weltweit (Blog 08.02.2024)

Für den Abend wurde uns schon im Vorhinein der obligate Stromausfall angekündigt. Zu unserer Überraschung blieb dieser jedoch aus. Der Pfupf (dieses wunderschöne schweizerdeutsche Wort beherrschen nun auch einige KubanerInnen) den wir uns nach der erfrischenden Dusche und der Siesta zurück erhofft hatten, blieb ebenfalls aus. Deshalb machten wir uns, wie ursprünglich geplant, einen ruhigen Abend. Einige von uns knüpften fleissig Pulsos (Bändeli), andere versuchten sich darin einem der jungen Kubaner das Jassen zu erklären, was bei ihm vor allem Kopfschütteln und Verwirrung auslöste. Nochmal andere nutzten die Zeit, um sich auf kommende Programmpunkte vorzubereiten.

Schon in den vorherigen Tagen wurde viel diskutiert, um welche Zeit wir uns am Donnerstag treffen würden. Nämlich stand die erste grössere Reise während unseres Aufenthaltes an. Einer der Kubaner fand sich überpünktlich um 08:30 Uhr bei der Kirche ein, obwohl die Abfahrt erst für 09:15 Uhr geplant war. Hat sein T-Shirt mit Schweizerkreuz da Wunder gewirkt?

5 Koffer, mehrere Rucksäcke und sieben Personen nahmen kuschlig im kleinen blauen Bus Platz und los ging es nach La Habana. Wenn die Gerüchte stimmen, dürfen wir am Samstag mit dem gleichen Bus, 6 Koffern und vier Personen mehr zurück nach San Nicolas reisen. Das wird noch kuschliger!

Etwa um 11:00 Uhr stiegen wir in La Fernanda aus dem Bus und erkundeten die Kirche, welche in den kommenden zwei Tagen unsere Unterkunft sein wird. Für eine Besichtigung und das Mittagessen fuhren wir mit dem Bus zum Dr. Martin-Luther-King Jr.-Zentrum. Weil wir anschliessend zu früh dran waren, erkundeten wir die umliegende Gegend spazierend. Ein ein wenig grösseres aber mitnichten moderneres Büschen brachte uns dann zurück zur Kirche, wo schon die Merienda (das Zvieri) auf uns wartete. Nun geniessen wir, bei endlich sonnig warmen Temperaturen, ein paar freie Stunden, bevor es mit dem Abendessen auf der Dachterrasse und dem Abendprogramm in der Stadt weitergeht.

Madlen und Lukas

I’m blue dabedidabedai – Kuba Together Weltweit (Blog 07.02.2024)

Zur Abwechslung bleiben unsere Füsse mal trocken beim Gang in den Ess-Saal. Trotz des eben mal nicht vorhandenen Regens ist der Plan, auf den wir am Vorabend gebrieft worden sind, nicht mehr à jour. Als wir dann eine viertel Stunde später aufbrechen, heisst es dann doch zurück auf Feld eins, wir teilen uns so auf wie gestern vorgesehen: Nikita und Hansjürg gehen mit dem Gruppen-Elektriker Fabián und Laura-Sofia ins Haus von Mapi und der Rest wird beim Streichen eines anderen Hauses eingeteilt.

Im Hause Mapi: Viel gemacht haben wir nicht. Aber ich würde sagen: zum Glück mussten wir uns nicht wirklich mit den herunterhängenden Stromkabeln beschäftigen. Denn unsere Schweizer Herzli sind uns ein bisschen in die Hosen gerutscht. Dafür durften wir die herunterhängende Decke und die leicht creepy Mini-Tempel «bestaunen».

Im anderen Haus (ob der Name der Familie hier Privatsphäre bedingt oder doch aufgrund des momentan unklaren Wachheitszustand der Autorinnen nicht erwähnt wird, sei dahingestellt): Etwa fünf Minuten nach Ankommen hat die Besitzerin des Hauses Alexandra und mich zur Seite genommen und uns einen Schnelldurchlauf ihrer Lebens- und Leidensgeschichte erzählt. Tränen in den Augen fragte sie uns, ob wir mit ihr beten würden. In einem kleinen Kreis hielten wir drei uns die Hände und liessen sie all ihre Wünsche für uns und ihre Familie aussprechen. Ein sehr berührender Moment! Als wir dann zurück ins Schlafzimmer traten, waren die Ersten schon dabei, das Bett auseinander zu nehmen. Dann wurde auch nicht mehr lange gefackelt und schnell waren alle mit einer Spachtel, einem Stock – dienend als Farbmischer – oder einem Besen ausgerüstet. Nach dem lauten Abkratzen der alten Farbe ging es tifig ans Streichen. Himmelblau wurde der Grossteil des Hauses. Als wir Schweizerinnen pünktlich um 12 Uhr uns erkundigten, wie es denn mit Mittagessen aussähe, wusste niemand so richtig eine Antwort. Schliesslich hiess es dann, wir würden auf die andern warten, die bei Mapi mittlerweile fertig waren, fertig streichen und dann zurück in die Kirche gehen. Das «fertig streichen» dauerte dann noch vier Stunden. Während der einen Mägen knurrten, fielen der anderen Arme vom Hundespielzeug werfen schier ab. Noch andere putzten die Farbklekse in den Zimmern vom Boden auf oder strichen mit mehr oder weniger Talent die Mauern des Gangs und des Wohnzimmers.

16:30 ENDLICH! Wir essen unser Mittagessen und holen danach schnell die verpasste Siesta nach. Jetzt noch etwas für den Podcast aufnehmen und dann haben wir einen freien Abend.

Nikita und Madlen

El ritmo cubano – Kuba Together Weltweit (Blog 06.02.2024)

Punkt sechs Uhr morgens krähen – nein, schreien – mindestens drei Hähne um die Wette. Und da sage noch einer in Kuba sei man nicht pünktlich! Ich drehe mich in meinem Bett um und träume noch eine Runde von den frischen Bananen, die wir bei jedem Zmorge geniessen dürfen. Obwohl ich mich am Abend zuvor früh schlafen gelegt hatte – schliesslich macht Nachtessen bei Notlampenlicht und Jassen seeehr müde – kann ich die extra stunde Schlaf gut gebrauchen. Während Alexandra und ich ungewohnt schlaffreudig sind, scheinen Lukas und Hansjürg fit wie junge Berggeissen. Beim morgendlichen Bananen-geniessen und Kaffee-ausschütten (das passiert vor allem mir) fehlt Lukas noch, weil er sich nach dem Morgensport noch duscht, und Hansjürg erzählt uns, dass er vom «Nachtwächter» der Kirche um ein Uhr ins Bett geschickt wurde.

Kaum haben wir unseren Kaffee fertig getrunken macht uns auch der Regen zum wiederholten Mal einen Strich durch die Rechnung: zum Häuser streichen ist es zu nass. Also bleiben wir sitzen und knüpfen fleissig weiter Bändeli. Nach dem Mittagessen können wir dann ein wenig anpacken. In Gruppen machen wir uns auf den weg, Plastiksäcke mit Essen an Bedürftige zu verteilen. Einige haben weniger Glück, andere mehr. Bei Hansjürg und Yandri machen nur zwei die Türe auf. Endry, Sofia, Nikita und ich können alle unsere Säcke verteilen. Bei Noemi machen wir einen kurzen Zwischenstopp bei dem wir den neuesten «chisme», also Dorf-Klatsch, mitkriegen und bei zwei Schwestern, die einen wunderschönen Blumengarten und einen zutraulichen Chihuahua besitzen, sitzen wir kurz rein und lauschen kubanischen Liedern. Je drei Blumen in der Hand und entspannte Lächeln auf den Gesichtern spazieren wir vier als Letzte zurück in die Kirche. Dort werden wir von einer Bändeli-knüpfenden Gruppe in Empfang genommen.

Madlen

Velo-Workshop – und vieles mehr Kuba Together Weltweit (Blog 05.02.2024)

Das Abendessen ist vorbei – wie immer köstlich. Gleich folgt auch schon die nächste Aktivität. Die Kubaner*innen präsentieren uns in Wort und Bild ihre Familie, ihr Leben, ihre Leidenschaften – so erfahren wir doch einiges mehr an Details.

Anschliessend folgt – unvermeidlich – Karaoke, selbstverständlich in der Kirche, ein kleines Spektakel. Die weniger Karaoke-affinen Schweizerinnen frönten dann lieber dem Schweizer Nationalsport und klopften einen Jass. Zu später Stunde dann das beliebte Birchermüesli-Essen.

Ein Morgen in San Nicolás beginnt eigentlich jeden Tag mit dem Ruf des Güggels, der kräht wenn’s ihm auch immer passt. Richtig wach werden Lukas und ich, wenn gleich nebenan in der Küche das Küchenteam mit der Arbeit beginnt. Genau – zum Essen: Wir werden vom Küchenteam, bestehend aus Sara, Matilde und Ismelis sehr verwöhnt mit feinem kubanischem Essen, immer auch in Form eines liebevoll angerichteten Buffets.

Und schon beginnt das Tagesprogramm: Unter profunder und geduldiger Anleitung von Nikita entstehen farbenfrohe Arm- und Fussbändeli – entweder für sich selbst oder dann zum Verkauf am kommenden Flohmarkt. Bändeli knüpfen ist eine höchst meditative Beschäftigung mit Gelegenheit zu Gesprächen und sich besser Kennenlernen.

Am Nachmittag folgt der wesentliche Programmpunkt: Einige sortieren die vielen Ersatzeile und die verschiedenen Werkzeuge, die im Container und in unseren Koffern nach Cuba transportiert wurden. Inzwischen beginnen die eigentlichen Reparaturen an den diversen Velos. Eifrig werden die benötigten Ersatzteile zusammengesucht, da eine defekte Glocke ersetzt, hier ein Schlauch geflickt, wieder eine Bremse funktionsfähig gemacht oder ein Sattel repariert oder neu eingestellt. Die Arbeiten finden im Hof der Kirche statt – es wird emsig und konzentriert in Gruppen gearbeitet. Eindrücklich auch, wie viel Improvisationsgabe wir alle plötzlich haben…Selbst als dann ein Regenschauer niederfällt, werden Velos, Material und Werkzeug ins Trockene gebracht und mit den Reparaturarbeiten fortgefahren.

Ich würde meinen, der heutige Tag war doch sehr erfolgreich und von Zufriedenheit geprägt.

Hansjürg

In regelmässigen Berichten erzählen Menschen von der Organisation Together Weltweit von ihrer Reise nach Kuba (BLOG | together-weltweit). Nach Kuba wurden 2023 470 Velos von der Schweiz dank Together Weltweit verfrachtet. Im Podcast “We das Gott wüsst…” erfährst Du ausserdem laufend, was sie gerade erleben: “Was packen wir für die Kuba-Reise ein?” – St 2, Ep. 2 mit TOGETHER WELTWEIT von We das Gott wüsst… (spotify.com)

Fiesta cubana y domingo tranquillo – Kuba Together Weltweit (Blog 04.02.2024)

Gespannt sitzen wir im Innenhof der «Casa Sara». Es ist für karibische Verhältnisse ein kühler Abend. Doch der Duft nach frischer Pizza, der aus dem Fass-Ofen strömt, erwärmt uns innerlich. In unserer Hand halten wir einen Becher freies Kuba. Der Geräuschpegel nimmt langsam zu! Im Hintergrund ertönen abwechselnd Klassiker der schweizerischen- und der kubanischen Musikszene. Im Vordergrund stehen aber die anregenden und vielseitigen Gespräche zwischen uns Menschen. Die vorhanden Stereotypen gegenüber der anderen Kultur werden langsam weniger. Die Pizza ist offensichtlich lecker, denn sie ist immer wieder von Neuem schnell vergriffen. So nimmt der Abend seinen Lauf.  Mit der Zeit füllt sich die Tanzfläche immer mehr. Doch allzu lange dauert die Fiesta nicht. Denn für alle ist klar: am kommenden Sonntag-Morgen ist nichts mit Ausschlafen! Der culto, der Gottesdienst, steht an. So machen wir kurz vor Mitternacht auf den Weg zurück in die Iglesia.

Nach einer kühlen, aber erquickenden Dusche und dem Frühstück warten bereits viele Kinder im Innenhof der Kirche. Sie warten gespannt auf den Beginn der «Escuela dominical», der Sonntagsschule. Die Kinder hören im Kirchensaal einen Input über Talente und falten anschliessend in Kleingruppen Origami. Direkt im Anschluss beginnt der Gottesdienst für die erwachsenen Gemeindemitglieder. Die Kirche ist gut gefüllt. In der Predigt greift Alexandra unser Thema Stereotypen auf. Wir singen ein Lied, welches wir in den Tagen vorher geübt haben. Wir werden herzlich begrüsst und stellen uns der Gemeinde vor.  Beim Austausch nach dem Mittagessen sind wir uns einig, dass der Gottesdienst für uns aus individuell unterschiedlichen Gründen sehr berührend war. Gefallen hat uns auch, dass es während dem Gottesdienst verschiedene Teile gab, in welchen die BesucherInnen sich zu Wort melden können. Zum Beispiel um ihren Dank oder ihre Gebetsanliegen mit der Gemeinde zu teilen.

Nach dem Mittagessen brauchen wir eine Siesta! Vielleicht hat die Fiesta am Vorabend doch etwas Nachwehen hinterlassen? Als wir dann aber fürs Nachmittags-Programm bereit sind, regnet es in Strömen. In Kuba bedeutet das, dass das geplante Programm dadurch, im Minimum teilweise ins Wasser fällt.  Manchmal bewahrheiten sich Stereotypen also auch. Gearbeitet wird dann aber trotzdem: In zwei Gruppen richten wir die Garage her und inventarisieren das vorhandene Werkzeug. So ist nun alles «listo», für den Velo-Workshop vom Montag. Fürs heutige Abendessen machen wir selbst Hafermilch fürs Müesli.

Wie sagt man eigentlich Müesli auf Spanisch?

Lukas

In regelmässigen Berichten erzählen Menschen von der Organisation Together Weltweit von ihrer Reise nach Kuba (BLOG | together-weltweit). Nach Kuba wurden 2023 470 Velos von der Schweiz dank Together Weltweit verfrachtet. Im Podcast “We das Gott wüsst…” erfährst Du ausserdem laufend, was sie gerade erleben: “Was packen wir für die Kuba-Reise ein?” – St 2, Ep. 2 mit TOGETHER WELTWEIT von We das Gott wüsst… (spotify.com)

Wo sind wir hier gelandet? – Kuba Together Weltweit (Blog 03.02.2024)

Nach dem, laut Kubanern, «lebensgefährlichen» Abstieg vom Dach, ging es traditionell weiter.

Madlen zeigte uns zwei traditionelle Tänze and denen die Kubaner und wir uns versuchten. Dies geschah jedoch nur erfolgreich, wenn deine Tanzpartnerin Madlen selbst war. Ob erfolgreich oder nicht, alle konnten lachen und hatten Spass.

Um uns noch etwas besser kennen zu lernen hat Lukas diverse Fragen vorbereitet. Wir sollten uns in einer Reihe aufstellen, zum Beispiel der grösste nach oder nach Menge der Geschwister. Dies funktionierte erstaunlich gut, jedenfalls bis es zum Alter kam, dieses Thema wurde etwas sensibler bearbeitet.

Nach einem füllenden Frühstück gab es am nächsten Morgen noch einen Spaziergang durch San Nicolas. Auf dem Dorfplatz war der Samstagsmarkt. Es gab viele kleine Stände, welche ihre Waren and die Menge verkauften. Nach einem Zwischenstopp im Museum und der ehemaligen Soja Fabrik, machten wir uns unter der heissen Mittagssonne zurück zur Iglesia (Kirche).

Wieder gemeinsam in der Kirche behandelten wir das Thema Stereotypen. In einer Schweizer und kubanischen Gruppe schreiben wir auf, welche Stereotypen über Kubaner wahr sind und wo wir als Schweizer voreilige Schlüsse ziehen. Unsere Antworten besprachen wir danach im Plenum.

Unsere nächste wichtige Aufgabe war es, den Pizza Teig für heute Abend vorzubereiten. Da keiner von uns so schlau war, ein Rezept mitzunehmen geschah dies Handgelenk mal Pi. Gerade noch rechtzeitig wurden wir vom Dorf-Pizzaiolo höchst persönlich gerettet.

Nun hoffen wir auf ein leckeres Abendessen.

Nikita

In regelmässigen Berichten erzählen Menschen von der Organisation Together Weltweit von ihrer Reise nach Kuba (BLOG | together-weltweit). Nach Kuba wurden 2023 470 Velos von der Schweiz dank Together Weltweit verfrachtet. Im Podcast “We das Gott wüsst…” erfährst Du ausserdem laufend, was sie gerade erleben: “Was packen wir für die Kuba-Reise ein?” – St 2, Ep. 2 mit TOGETHER WELTWEIT von We das Gott wüsst… (spotify.com)

Tausend und ein Eindruck – Kuba Together Weltweit (Blog 02.02.2024)

Mit zehn Koffer voller potenziell problematischer Ware und fünf Köpfen voller Erwartungen sind wir am Donnerstagmorgen auf die lange Reise nach Kuba aufgebrochen. Erfreulicherweise gab es ausser der einen Stunde Verspätung in Madrid und dem einen Koffer, der wegen einem auffälligen weissen Pulver (natürlich nur Mehl) am kubanischen Zoll speziell untersucht wurde, keine Zwischenfälle.

In Havanna wurden wir dann von zwei der Jugendlichen und einem kleinen blauen Bus, der tous-juste Platz für die sieben Passagiere, zehn Koffer plus Handgepäck und den Fahrer bot, abgeholt. In San Nicolás erwartete uns ein etwas grösseres Empfangskomitee, eine Flasche mysteriöses Glitzergetränk, und warmes Essen. Unsere Mägen nahmen letzteres trotz der späten Stunde (Mitternacht Ortszeit und sechs Uhr morgens nach Schweizer Uhr) dankend an. Danach legten wir uns bald schon schlafen.

Die meisten von uns meinten am nächsten Morgen «wie ein Stein» geschlafen zu haben und nichts von Jetlag zu fühlen. Das war auch gut so, denn nach dem Morgenessen stand schon der erste Workshop zum Thema Stereotypen verbunden mit einem Dorfrundgang auf dem Programm. Für alle von uns, egal ob wir schon ein, zwei, fünfzehn oder keinmal hier waren, gab es einiges zu sehen, fragen, bestaunen und verarbeiten. Nach dem anschliessenden Mittagessen wurde dann besagte potenziell problematische Ware verteilt und sortiert: ein Tisch voller Essen, Kleider, Werkzeuge, Schrauben, Nägel und sonstiger Krimskrams. Kurz noch das weitere Programm besprochen und schon war es an der Zeit auf das Kirchendach hochzusteigen und der untergehenden Sonne zuzuschauen.

Wir freuen uns auf viele weitere Eindrücke, schöne Sonnenuntergänge und spannende Einsätze im Garten und beim Renovieren der Häuser.

Madlen

In regelmässigen Berichten erzählen Menschen von der Organisation Together Weltweit von ihrer Reise nach Kuba (BLOG | together-weltweit). Nach Kuba wurden 2023 470 Velos von der Schweiz dank Together Weltweit verfrachtet. Im Podcast “We das Gott wüsst…” erfährst Du ausserdem laufend, was sie gerade erleben: “Was packen wir für die Kuba-Reise ein?” – St 2, Ep. 2 mit TOGETHER WELTWEIT von We das Gott wüsst… (spotify.com)

Youngloublech – 17. Februar 2024

Nachdem er schon in Jegenstorf und Ittigen war, zieht der “Youngloublech”-Gottesdienst nun nach Spiez. Dieser besondere Gottesdienst spricht Jugendliche aus der Region an, geht in der Predigt auch mal schwierigen Fragen auf den Grund und fördert den Kontakt und die Gemeinschaft.

Wann: Samstag, 17. Februar, 18:30 Uhr mit anschliessendem Apéro
Wo: Reformierte Kirche, Kirchgasse 5, Spiez

PS: Als gesamter Tagestipp vom SA, 17.02 empfehlen wir den Medien-Event von mittendrin.life (10 – 16 Uhr), um anschliessend gemeinsam zum “Youngloublech”-Gottesdienst zu gehen. Anmeldung für den mittendrin.life Event hier:
https://docs.google.com/forms/d/e/1FAIpQLSeEHebvB1fOY0Rt0TYLgHaaKX8E-52nIwrbCPlSwi2SzH6eNg/viewform?usp=sf_link

Firmung for Future – ein neues Buch über Klimaschutz

In Zeiten des Klimawandels, der Rohstoffverknappung und vieler gesellschaftlicher Umbrüche stellen sich gerade junge Menschen viele Fragen zu ihrer Zukunft: In welcher Welt will ich leben? Wie soll eine gute und gerechte Gesellschaft aussehen? Wie kann ich Spaß haben, ohne die Natur oder andere auszubeuten? Kann ich überhaupt etwas bewegen?

Erfolgsautor Stephan Sigg greift brennende Themen der jungen Generation in dreizehn motivierenden Kurzgeschichten auf und liefert dazu Tipps, Denkanstößen und kreative Ideen um selbst aktiv zu werden. Da geht’s um billige Wegwerfklamotten und Tierwohl, Trends gegen Lebensmittelverschwendung und Müllberge oder um Urban Gardening, Natur- und Klimaschutz, verantwortungsvolles Reisen, Energiesparen und sinnvolles Sharing oder alternative Lösungen. Zukunftsvisionen und Träume haben hier ebenso Platz wie kritische Auseinandersetzung und praktische Beispiele.

Denn jeder kann Verantwortung übernehmen für unsere Umwelt und unserer Gemeinschaft ein Stück besser machen, vor allem mit dem richtigen Spirit von oben. Und wer sich um seine Mitmenschen und die Schöpfung sorgt, für Gerechtigkeit und gegen Ausbeutung einsteht, hat dabei fast nebenher auch als junger Christ schon ganz viel richtig gemacht …

Ein Buch für die Vorbereitung auf Firmung und Konfirmation, für Jugend-, Gruppenarbeit und Unterricht oder einfach als Geschenk!

Mit kreativen Vermittlungsideen und kostenlosem pädagogischen Begleitmaterial zum Downloaden unter https://www.tyroliaverlag.at/firmung-for-future zum Downloaden.

Der Autor
STEPHAN SIGG, geb. 1983, Theologe und seit Jahren erfolgreicher Autor aus der Schweiz, ist in der kirchlichen Medienarbeit tätig. Der Autor hält im ganzen deutschsprachigen Raum Workshops und Schreibwerkstätten für Jugendliche, seine Bücher erreichen mehrfache Auflagen

Christmas Party – Bericht Shine Schweiz

Die Organisation Shine Schweiz (Startseite – SHINE) feierte am 2. Dezember ihre “Christmas Party”. Hier ist der Erfahrungsbericht:

Wir sind noch immer überwältigt vom Tiefgang und der Offenheit, die wir am Samstag an der SHINE Party erleben durften. Nachdem wir selbst erzählt hatten, was wir mit SHINE dieses Jahr mit Gott erlebt haben, tauschten die Teenies über ihre eigenen Erlebnisse mit Gott in diesem Jahr aus. Sie stellten aber auch mutig grosse Fragen an Gott, die sie 2024 gerne beantworten möchten. So erreichten uns bereits am selben Abend noch DMs wie diese von Sara:

“Hallo zusammen! Ich wollte mich für die SHINE Party bedanken. Es war so unglaublich inspirierend. Ich kannte davor einfach Campus ein wenig, aber SHINE noch nicht so. Aber ihr macht eine coole Arbeit. Als Mike erzählte, was alles an den Schulen geschieht, dachte ich mir: Das ist so unglaublich schön. Das müsste die ganze Welt erfahren!”

Auch danach, beim Abendessen, waren wir an allen Tischen in tiefe Gespräche verknüpft. So freuten wir uns über eine junge Teilnehmerin, die erst vor wenigen Monaten zum Glauben kam und einen grossen Wissenshunger hat. Wir durften aus unserem eigenen Glaubensleben erzählen und sie ermutigen, mit ihren Freundinnen weitere Schritte zu machen.

Zu guter Letzt wurde die Party erst zu einem richtigen Fest. Gemeinsam mit LIMS und ND Light feierten wir in die Nacht.

Wir loben und preisen Gott für solche Touchpoints mit unserer Community. Eine Community, die lebt und etwas verändern möchte. Mit dankbarem Herzen blicken wir zurück auf dieses Jahr und sind gespannt, was Gott 2024 mit uns bewirken möchte.

Natur gegen Littering – kirchliches Filmprojekt

Immer wieder filmen junge Menschen aus Bern Umgebung mit Hilfe vom Projekt YouReport Reportagen.
Hier die neue Produktion von YouReport (YouReport – Home) im Kampf gegen Littering, im Auftrag der Gemeinde Köniz.

Hast Du ebenfalls Interesse an ähnlichen Filmprojekten?
Am SA, 17.02.2023, findet im HipHop Center Bern ein Medienevent (Weiterbildung für Jugendarbeitende, sowie Jugendliche bis 25 Jahren) statt! Hier kannst Du dich anmelden:
https://forms.gle/5SExznMBD9YEEQNs5

Perspektive Bibel – “reformeet”

«reformeet» ist Teil des Netzwärch25 in dem sich junge Erwachsene aus reformierten Kirchgemeinden vernetzen um eigene Projekte zu initiieren sowie Anliegen und Themen zu koordinieren. Mit dem Gottesdienstformat «reformeet» setzen sich Mitwirkende über die Kirchgemeindegrenzen hinaus für ein «gmeinsames Chiuche sy» ein.

Zum dritten Mal fand am Wochenende des Reformationssonntags ein «reformeet» Anlass statt. Zusammen mit  «youngloublech» gestalteten junge Erwachsene aus unterschiedlichen Kirchgemeinden einen Gottesdienst zu «Perspektive Bibel». Nach der profilierten Predigt tauschten sich die Teilnehmenden intensiv über ihren Zugang zur Bibel aus. Die Band lud zum Singen und Loben ein und der Apero ermöglichte das Kennenlernen und Vernetzen.

Hier kannst Du die Predigt nachhören:
Predigt “Perspektive Bibel” – 04.11.2023 | Youngloublech – YouTube

Hier erhältst Du weitere Infos über den Gottesdienst:
refbeJUNGso: reformeet

Bilder-Quelle: refbeJUNGso: reformeet

“Kirche Christi – baust du mit?” – Adoray Festival 2023

Vom 12.-15 Oktober 2023 fand in Zug das alljährliche Adoray Festival statt. Unter dem Motto “Kirche Christi – baust du mit?” versammelten sich rund 500 Jugendliche und junge Erwachsene aus allen Ecken der Schweiz, um der Frage nachzugehen, wie sie ganz konkret in ihrem Alltag Kirche sein und leben können. Die vier Tage des Adoray Festivals waren gespickt mit Höhepunkten: Das Festival hat am Donnerstag mit einem Lobpreisabend und ersten Impulsen der Referenten begonnen. Weiter ging es am Freitag mit Zeiten des Austausches und der Begegnung sowie inspirierenden Vorträgen. Am Abend wartete mit dem Theaterstück “Karol” ein weiteres Highlight auf die Teilnehmer. Dieses Stück wurde eigens für das Festival geschrieben und die Geschichte des jungen Papst Johannes Paul II wird wohl noch in einigen Herzen nachhallen. Der Samstag bot den Jugendlichen Zeit, um in Workshops den Glauben zu vertiefen, in der Begegnung mit anderen zu wachsen oder auch einfach nur das Zusammensein zu geniessen. Für das Big Adoray am Samstagabend, dem geistigen Höhepunkt des Festivals, war die St. Michaelskirche rappelvoll, das Gebet und der Lobpreis erschallten wie Weihrauch zum Himmel. Gott wurde konkret erfahrbar! Am Sonntag war das Programm generationenübergreifend gestaltet und so trafen sich nach dem Gottesdiest und der Prozession jung und als zum gemeinsamen Mittagessen und Zusammensein. Es war wahrhaftig ein grossartiges Fest des Glaubens, das sie Teilnehmer zwar mit etwas Schlafmangel, aber im Herzen gestärkt und voller Hoffnung nach Hause kehren liess! Das nächste Adoray Festival findet vom 10.-13. Oktober 2024 in Zug statt.

Eliane Elmiger

Eine Nacht voller Glücksmomente (Nacht der Religionen)

Eine Nacht voller Glücksmomente: Lachmeditation in der Heiliggeist Kirche, Geschichtslesungen von Hiob (Bibel)/ Ajjub(Koran) in der Kirchgemeinde Bümpliz und als Abschlusspunkt gab es Türkische Saz-Musik und einen gemeinsamen Kreistanz des Alevitischen Kulturvereins. Ein Abend voller Eindrücke und Gedankenanstösse zum Thema Glücksmomente von Menschen und Religionen, die von Martine Ulmer künstlerisch festgehalten wurden.

Mit dabei war Melanie Keller vom HipHop Center Bern

Was ist Liebe? – Nati’s Blog

In einer monatlichen Blog-Serie schreiben aktuell Mascha und Nati über ihre Gedanken zu Glaubensthemen. Dies kann Dir zur Inspiration dienen – frei nach dem Motto “Prüft aber alles und das Gute behaltet”, aus 1. Kor. 14,29 (LUT).

Woher entspringt aber eigentlich die Liebe?
Diese und weitere Fragen versuche ich in diesem Blog zu beantworten.
Liebe ist freiwillig, es ist eine Entscheidung für die andere Person.
Liebe ist das Gefühl der Bindung, der Beziehung.

Kolosser 3,14 NLB
Das Wichtigste aber ist die Liebe. Sie ist das Band, das uns alle in vollkommener Einheit verbindet.

1.Korinther 13.4-6 NLB
Die Liebe ist geduldig und freundlich.
Sie ist nicht neidisch oder überheblich, stolz oder anstössig.
Die Liebe ist nicht selbstsüchtig.
Sie lässt sich nicht reizen, und wenn man ihr Böses tut, trägt sie es nicht nach.
Sie freut sich niemals über Ungerechtigkeit, sondern sie freut sich immer an der Wahrheit.

1.Korinther 13.13 NLB
Glaube, Hoffnung und Liebe, diese drei bleiben. Aber am grössten ist die Liebe.

Zuerst, wie sieht die menschliche Liebe aus?

Die menschliche Liebe kommt immer an seine Grenzen. Die Menschen stellen oft die eigenen Bedürfnisse höher als die Bedürfnisse anderer. Wir leben in einer ICH-zentrierten Welt, wo die eigenen Bedürfnisse höher stehen als die des anderen. Wenn wir jemand Neues kennenlernen, bilden wir dem gegenüber sehr schnell und häufig Vorurteile in unseren Gedanken.

Dies kann verschiedene Gründe haben:
– Weil wir etwas von jemandem gehört haben über die Person, wie sie angeblich sei.
– Das äusserliche Erscheinungsbild entspricht nicht dem, was wir erwarten und vorstellen.

Wir erkennen in dem Moment nur das, was wir mit unseren Augen sehen. Wir wissen nicht, was die Person erlebt, hat bis jetzt. Das Erlebte formt, beeinflusst und prägt uns. Als Menschen beeinflussen wir uns gegenseitig, sei es nonverbal durch Zeichen, durch Körpersprache oder verbal durch unsere mündliche Kommunikation.

Sehr vieles mehr kann unsere Gedanken beeinflussen. Und wie man erkennen kann, ist diese Vorverurteilung nicht gerade ein liebevoller Umgang.

Doch es gibt eine Lösung, die ich dir nun vorstellen möchte!
Wir können Gott um ein reines Herz und um reine Gedanken bitten.

Wie sieht Gottes Liebe aus?
Die Liebe Gottes kennt keine Grenzen, sie endet nie. Gott hat keine Bedürfnisse, die gestillt werden müssen, denn er ist schon vollkommen. Gott hat keine Vorurteile gegenüber dir, denn er kennt dich, besser als jeder andere, besser als du dich selbst kennst, denn er hat dich erschaffen. Gottes Liebe verletzt und enttäuscht nie, wie dies menschliche Liebe tut. Denn im Unterschied zu Gott sind wir Menschen nicht vollkommen fehlerfrei. Gottes Liebe ist vollkommen und bedingungslos, wir müssen nichts leisten, um die Liebe Gottes uns zu verdienen und zu empfangen. Liebe ist ein Sinn der tiefen Verbundenheit, mit der Entscheidung und dem Willen, immer das Beste für den anderen zu suchen. Gott möchte immer das Beste für uns!

Die Bibel liefert uns hier Antworten wie in
1. Johannesbrief 4,7 (NGÜ)
Meine Freunde, wir wollen einander lieben,
denn die Liebe hat ihren Ursprung in Gott, und wer liebt, ist aus Gott geboren und kennt Gott.

Weiter geht es in den Versen 8 und 9:
Wer nicht liebt, hat Gott nicht erkannt; denn Gott ist Liebe.
Und Gottes Liebe zu uns ist daran sichtbar geworden,
dass Gott seinen einzigen Sohn in die Welt gesandt hat, um uns durch ihn das Leben zu geben.

Nun haben wir gehört, die Liebe also entspringt aus Gott. Kein anderer hat derart geliebt wie Gott. Nicht nur weil er seinen Sohn Jesus Christus opferte für dich und mich, sondern weil er uns erschaffen hat. Wie lieblich muss unser Vater (anderes Wort für Gott) sein, dass er die atemberaubend schöne Welt und den Menschen Adam und Eva erschaffen hat? Es ist nicht anders erklärbar, als dass Gott eine ewige und schwer greifbare Liebe uns Menschen stets erwidert. Die Bibel ist ein Buch voller Liebesbeweise. Das Wort Liebe erscheint uns 150 Mal in der Bibel.

Wenn ich die Bibel lese, dann werde ich ganz praktisch immer wieder von einer übernatürlichen Liebe erfasst. Es ist manchmal, wie eine körperliche Wärme, die mich überkommt, wenn ich gewisse Bibelverse lese und darüber nachdenke…

Im Lied Reckless Love von Cory Asbury kommt im Lyrics: “Oh, es jagt mich, kämpft, bis ich gefunden werde, du verlässt die neunundneunzig. So kämpft Gott mit seiner Liebe, bis er dich findet.” (frei übersetzt)

Deshalb schuf er das gesamte Universum, damit es uns zu ihm, zu seiner Liebe zieht.

Jesaja 55.8 NLB
Meine Gedanken sind nicht eure Gedanken, sagt der HERR, und meine Wege sind nicht eure Wege.
Deswegen Gottes Gedanken können nicht verdorben sein wie unsere.

Wie lebt Gott die Liebe?

Gott zwingt uns nicht zu Dingen, die uns widerstreben, er arbeitet an der Bindung. Er ändert seine Pläne, soweit es ihm in Ordnung ist. Aber an manchen Stellen setzt Gott eine Grenze und sagt „Stopp“, indem er beispielsweise eine Türe schliesst.

Ich wollte auch, dass ihr ein Teil werden könnt vom Blog, deswegen könnt ihr mittels einem Fragesticker hineinschreiben, was Liebe für euch ist. Und dies waren die Antworten, die ich bisher erhielt:
-bedingungslose Annahme, -Verständnis, -füreinander da sein,
-aktives Zuhören, -interessiert sein an dem, was die Person erzählt,
-Dinge, die dich ablenken, vom aktivem zuhören,
wie bspw. das Handy weglegen können,
-Zeit füreinander haben,
-Wertschätzung zeigen,
-sich wohlfühlen

Ich wünsche mir für jeden einzelnen, der diesen Beitrag liest, eine Begegnung mit Jesus!

Galater 5.22-23 NLB
Wenn dagegen der Heilige Geist unser Leben beherrscht, wird er ganz andere Frucht in uns wachsen lassen: Liebe, Freude, Frieden, Geduld, Freundlichkeit, Güte, Treue, Sanftmut und Selbstbeherrschung. Nichts davon steht im Widerspruch zum Gesetz.

Unsere Generation braucht die Intimität mit Jesus, um mit ihm offen ins Gespräch gehen zu können. Lass uns ihn bitten, um ein Herz seines Willens. Werden wir Gehorsam gegenüber Gott aus Liebe zu ihm, werden und möchten wir freiwillig die Gebote halten. Die Frage ist bloss, möchtest du Gottes Richtlinien aus der Bibel aus Liebe ihm gegenüber halten oder aus Angst?

Letzteres wäre schlecht, denn wir brauchen keine Angst zu haben.

1.Johannes 4,18 NGÜ:
Wo die Liebe regiert, hat die Angst keinen Platz; Gottes vollkommene Liebe vertreibt jede Angst.
Angst hat man nämlich dann, wenn man mit einer Strafe rechnen muss. Wer sich also noch vor dem Gericht fürchtet, bei dem ist die Liebe noch nicht zum vollen Durchbruch gekommen. Voller Vertrauen in Gott, sich einfach fallen zu lassen in seine Hände, dazu ermutige ich dich. So möchte Gott, dass wir in ihm ruhen!

Möchtest du anfangen eine spannende Entdeckungsreise mit Gott und seiner Schrift, der Bibel?
Mein Leben hat diese Botschaft transformiert und ich darf ein geliebtes Kind sein von Gott. Ich bin eine geliebte Tochter vom Vater im Himmel. Was ist mit dir? Möchtest du auch eine geliebte Tochter oder ein geliebter Sohn werden von ihm? Dann möchte ich dich ermutigen, fange an, Jesus nachzufolgen, wie die ersten 12 Jünger vor ungefähr 2000 Jahren. Am besten liest du das Neue Testament durch in einer einfachen wörtlichen Übersetzung (Hoffnung für Alle oder Neue Genfer Übersetzung). Wenn du merkst, Jesus ist der Weg, die Wahrheit und das Leben, dann übergib ihm in einem einfachen Gebet dein Leben.

Das könnte folgendermassen klingen: „Himmlischer Vater, ich habe erkannt, dass ich sündig bin. Bitte vergib du mir meine Schuld. Ich danke dir für Jesus Christus, der alle Schulden für mich getragen hat. Ich möchte dir nachfolgen Jesus. Ich möchte ein Kind Gottes werden. Ich danke dir Vater im Himmel, dass du mich liebst. Verändere mein Herz, füll du mich mit deiner Liebe. In Jesu Namen, Amen.“

Nati♡

Wie kann ich Gott kennenlernen? (Mascha’s Blog)

Ich glaube daran, dass Gott dir begegnen möchte und eine Beziehung mit dir haben will.
Doch die Frage ist, wie lerne ich Jesus kennen. In Matthäus 11,28 lesen wir, dass Jesus von sich sagt “ich bin sanftmütig und von Herzen demütig.”  Jesus möchte, dass wir bei ihm Ruhe finden und von ihm lernen dürfen. In 1 Mose wird deutlich, dass jeder Mensch nach dem Ebenbild Gottes erschaffen wurde, damit Menschen Gemeinschaft mit ihm haben dürfen. Es wird deutlich, dass Gott uns Menschen liebt und uns kennen möchte.

Hilfreich ist zu sehen das keine Beziehung nur einseitig ist. Jesus hat am Kreuz von Golgatha alles vollbracht, damit wir überall und zu jeder Zeit Gemeinschaft mit ihm haben können. Ich bin fest davon überzeugt, dass Gott eine tägliche Kommunikation mit uns haben will. Ich persönlich liebe es mit Gott zu reden, ob im Auto oder morgens bevor ich anfange die Bibel zu lesen. Ich teile meine Gedanken gerne mit Gott. Ich durfte in eine neue Tiefe mit Gott eintauchen, als ich anfing bewusste Zeit mit Gott zu verbringen. Ich denke, dass dieser Satz sehr banal ist, jedoch glaube ich, dass es der Schlüssel für dein und mein Glaubensleben ist.

Praktisch bedeutet das, bevor ich anfange die Bibel zu lesen frage ich den Heiligen Geist, was ich lesen soll. Ich sage dem Heiligen Geist, dass ich sein Wort mit seinen Augen lesen möchte und erwarte, dass er durch sein Wort zu mir redet ich erwarte, dass er in meinem Alltag und im Zuhören, ihn hören darf. Ich bin tief davon überzeugt, dass Gott immer und überall bei uns ist und er sich offenbaren will. Ich möchte dich mit diesem Beitrag ermutigen, bewusst Zeit mit Gott zu verbringen. Nicht aus «Religiosität», sondern weil du wissen darfst, Gott hat dich erschaffen, um dir nahe zu sein. Rede mit Gott und höre auch bewusst, was er dir sagen will.

Im letzten Blogbeitag habe ich erwähnt, dass Beziehung vor Auftrag kommt und diesen Gedanken, möchte ich dir auch heute wieder mitgeben. Beziehung kommt vor Leitung und Auftrag, Gott will hören, wie es deinem Herz geht und nicht, was du alles geleistet hast. Ich sehe in meinem Leben, dass der Auftrag, automatisch durch eine gesunde Beziehung mit Jesus kommt. Doch eine tiefe Beziehung, entsteht wenn wir unser Herz mit Gott teilen. Gott ist bei dir und möchte dir durch diese Begegnung mit ihm Ruhe schenken.

Mascha

Adventskalender 2023 – ökumenische Feiertage

Der diesjährige Adventskalender von mittendrin.life hält den Fokus auf die ökumenischen Feiertage. Gerne kannst Du dich verbindlich zu einem Feld eintragen in dieser Excel:
https://docs.google.com/spreadsheets/d/1DbaOfgLc-DMaUwUbXs3_dg_9dyo86-j3Y3SurOT1Jxg/edit?usp=sharing
Wir bevorzugen junge Menschen unter 25 Jahre für die Video-Erstellung (Anspruchsgruppe mittendrin.life). Das Video sollte den Feiertag thematisieren. Dies kann kreativ geschehen (z.B. am St. Nikolaustag mit Klausenkostüm die Geschichte des St. Nikolaus erzählen).
Sämtliche Videos sind bis am 30.11.2023 zu verschicken an Andy (andy@mittendrin.life). Das Video kann zwischen 30 Sekunden bis 3 Minuten dauern. Bitte im Hochformat filmen. Bei diesem Kalender gilt “First come, first serve”. Wir freuen uns auf eure kreativen Videobeiträge!

Mittendrin.Life – Live-Event am 17.02.2024!

Am 17.02.2024 findet der erste Live-Event von Mittendrin.Life statt und du kannst kostenlos dabei sein!
In drei Workshops erfährst Du theoretisch und praktisch, wie Du positive Inhalte in verschiedenen Medien verbreiten kannst. Wie drehe ich ein Instagram-Reel? Wie funktioniert der aktuelle Instagram-Algorithmus? Und Gast-Speakerin Rose De Jesus erzählt, wie es ist als christliche Influencerin.

Bist Du unter 25 Jahren oder Jugendarbeitende, dann bist Du herzlich eingeladen am SA, 17.02.24 um 10 Uhr ins HipHop Center Bern (Wankdorffeldstrasse 102, 3014 Bern) zu kommen. Eintritt kostenlos! Hier kannst Du dich anmelden:
https://forms.gle/QUEuyXXtUvjaEtxs9

Für Kirchgemeinden / Pfarreien: Wir empfehlen die Wegspesen der Teilnehmenden zu übernehmen. Dieser Anlass kann durchaus als Weiterbildung verbucht werden.

Bei Fragen und für weitere Infos melde dich gerne bei Andy (andy@mittendrin.life) per E-Mail.

Konfestival: Konf macht Spass, keine Illusion!

Jasmin Diermann berichtet aus einem Konfestival 2023:
Wir machen Konflager. Für mehrere Konfklassen gleichzeitig. Die Leitung des „Konfestivals“ hat der Cevi Region Basel. Das Rahmenprogramm wird von jungen freiwillig engagierten Menschen geschaffen. Wir machen Sport, Action, Theater, Tanz, Verkündigung und mehr und erzählen dabei frisch vom Glauben an den Gott der Bibel! Alle sind gemeinsam auf dem Gelände des „Le Camp“ in Vaumarcus untergebracht.
Als teilnehmende Kirchgemeinde kann man an vielen Stellen einfach Teil vom fertigen Programm sein, man ist aber auch in viele Programmpunkte eingebunden und man darf mitgestalten und mitanpacken!
Das Besondere: Bei uns die Möglichkeit, wenn dir das Konfestival gefallen hat, dass du nächstes Jahr wieder mit dabei sein kannst (siehe Training). Wenn man als Gemeinde mitkommt, ist man zu zwei Sitzungen im Vorfeld eingeladen, an denen alles vorbesprochen und geplant wird.
Hier der Link zur Organisation: https://cevibasel.ch/angebote/konfestival/

Meine persönlichen Highlights waren, dass wir so viele Jugendliche aus verschiedenen Gemeinden dabei hatten und zwischen den Programmpunkten Zeit da war, um gemeinsam auszutauschen. Ein bunter Haufen traf aufeinander und hier und dort konnte man Anteil nehmen, wie junge Menschen Jesus entdecken und neue Schritte im Glauben wagen.

Mr. Joy, ein Illusionist, hat uns auf spielerische und bezaubernde Art und Weise in das Evangelium von Jesus hinein genommen. Seine Art das Evangelium zu verkünden, spricht Jugendliche besonders an, da die Kommunikation lebensweltorientiert und greifbar, sowie authentisch ist.
Jasmin Diermann

Bilder-Quellen: https://www.instagram.com/konfestival/ , 26.10.2023

Wir suchen bloggende Personen

Bist du zwischen 16-25 Jahre alt und interessiert daran 1x im Monat einen Blog über Themen wie christlicher Glaube, soziales Engagement oder Klimaaktivismus zu schreiben?

Dann melde dich bei Andy per E-Mail mit einem Kurzbeschrieb zu Dir und über welche Inhalte Du gerne schreiben willst: andy@mittendrin.life

So könntest Du bald wie Mascha 1x pro Monat mit deinem Blog auf mittendrin.life inspirieren:
https://mittendrin.life/mittendrin-life/berufung-maschas-blog/

Taizé über Neujahr – Teil 3

Hier bin ich nun, auf dem Weg zu einem weiteren Europäischen Taizé-Treffen, das mit einer langen Fahrt im Nachtzug beginnt. Es gibt nichts anderes zu tun, als die Menschen kennen zu lernen, welche in den nächsten Tagen an intensiven Gebetszeiten teilnehmen werden. Bei den Gesprächen entstehen schnell Freundschaften. So viele neue Leute, die man kennenlernen darf und innert kürze ist man inmitten eines schönen Traums angekommen. Willkommen im Norden Deutschlands, in einer Stadt namens Rostock. Trotz der winterlichen Kargheit wärmt mich der herzliche Empfang der Gemeindemitglieder und der Gastgeber direkt auf. Die Spaziergänge an der Ostsee beginnen, ebenso wie die Weihnachtsmärkte und die mit Sternen geschmückten Kirchen. Inmitten der Gesänge von Taizé, umgeben von Tausenden von Jugendlichen aus ganz Europa, beginnt ein neues Jahr voller Hoffnung und Freude. Erinnerungen, die für immer in unseren Herzen verankert sind.

Jasmine Uccardi, übersetzt vom Französischen

Hast Du Interesse am Taizétreffen über Neujahr 23/24? Hier erfährst Du mehr: www.jugendtreffen.ch

Klimagebet in Bern

Käfer, die in der Wüste überleben, zeigen: eine unbändige Lebenskraft trieft aus jeder Pore unseres Planeten. Im Klimagebet erinnerten wir uns an diese göttliche Lebenskraft, beteten für den notwendigen Wandel und gingen danach hoffnungsvoll an die nationale Klimademo. Von jung bis älter, von katholisch bis freikirchlich beteten über 200 Menschen gemeinsam für eine gute Zukunft.
Anna

Berufung (Mascha’s Blog)

Viele von uns haben den Wunsch etwas Sinnvolles und Bedeutsames tun zu können. Doch wie finden wir diese Berufung? Was müssen wir Menschen tun, um zu erkennen, was Gott mit unserem Leben tun möchte? Ich selbst erlebte dieses Wort “Berufung” als sehr belastend, da ich es lange nicht wirklich sagen konnte, was diese Berufung in meinem Leben ist. Ich durfte lernen, dass meine Berufung aus der Beziehung mit Jesus entsteht. Du wie auch ich sind Gottes Kinder und unsere Berufung ist es in erster Linie bei Gott zu sein. Vor unserem Auftrag kommt unsere Beziehung zu dem Gott, der uns erschaffen hat und der wunderbare Pläne für unser Leben hat. Berufung entsteht und wird erkannt, wenn wir in der Nähe bei Gott sind. Dabei ist es wichtig das wir nicht Zeit mit Gott verbringen, damit wir unsere Berufung erkennen, sondern damit wir Gott besser kennen lernen. Ich glaube, dass Gott uns in seiner Gegenwart zu seinem Ebenbild verändern möchte und uns sensibel für seine Anliegen machen möchte. Ich bin davon überzeugt, dass Gott dich gebrauchen möchte und es oft im Kleinen anfängt. Jesus will uns Menschen, lehren, treu im Kleinen zu sein, damit wir demütig in Grosse Verantwortungen treten können. Gott will dich im Alltag berufen und dir kleine Dinge aufzeigen, in denen du Salz und Licht sein darfst. Gott hat dir und mir bestimmte Wünsche und Sehnsüchte aufs Herz gelegt und wir dürfen Gott darum bitten, dass er auch diese Talente, die wir haben, gebrauchen darf und soll. Gott hat dir Talente und Stärken geschenkt, die bei jedem Individuell und einzigartig sind. Berufung sieht nicht bei jedem gleich aus, Berufung ist aber alles, was wir zur Ehre Gottes tun. Mit diesem Artikel will ich dir Mut machen deine Berufung im Alltag und im Kleinen zu suchen, bereit zu sein von Gott gebraucht zu werden. Deine Berufung ist es Jesus zu kennen und aus dieser Beziehung, Berufung zu lebe. Bei der Berufung geht es auch nicht so sehr darum, was wir tun, sondern mit welcher Herzenshaltung und Motivation wir es tun. Gott hat uns berufen, seine Kinder zu sein und durch seinen Geist einen Unterschied in dieser Welt zu machen. Gott weiss, was er dir zutrauen kann und was Du in deiner Situation aufgeben kannst. Mach dir keinen Druck, dass du heute und morgen alles wissen und erkennen musst. Sei nahe bei Gott und lerne ihn und seinen Herzenswunsch für dein Leben kennen. In Johannes 21 fragt Jesus seinen Jünger “Liebst du mich” und ich denke, dass er uns diese Frage Tag für Tag stellen möchte. Mein Berufungssatz, den ich mir bei allem was ich tue vor Augen halte ist:

“Gott zu kennen und ihn bekannt zu machen”. Ich darf sehen wie Gott mein Leben, durch soziale Medien und vieles mehr gebraucht zu seiner Ehre und für das bin ich unendlich dankbar. Doch ich habe keine Kraft Menschen zu inspirieren, wenn ich nicht zuerst Gott kenne. Ich habe keine Kraft den Menschen von Jesus zu erzählen, wenn ich nicht zuerst bei ihm bin und ihn kenne. Aus der Intimität mit Jesus erfolgt alles andere. Deshalb möchte ich dir zuletzt nochmal sagen, zuerst kommt die Beziehung, dann der Auftrag.

Mascha

Voller Velo-LKW für Kuba

Am Montag, um 6:45 Uhr, startete die Aktion des Projekts Together Weltweit (KUBA-PROJEKT | together-weltweit). Jugendliche und Erwachsene trafen sich, um einen LKW-Container voll mit Velos für Kuba auszurüsten. Die Arbeitshandschuhe waren montiert und die Velos, von Velafrica, wurden gestaffelt in den Container getragen. Schläuche, Räder, farbige Zweiräder mit Klingeln und Lichtern wurden getragen.
Das ökumenisch und weltanschaulich offene Projekt existiert seit 2010, heisst es auf der Webseite von Together Weltweit. Seit der Gründung bestehe eine enge Partnerschaft mit Jugendlichen aus San Nicolás in Kuba. Vor Ort wurden Häuser von alleinstehenden, erkrankten und älteren Menschen geputzt, aufgeräumt, repariert und gestrichen. Seit der Coronapandemie gebe es ein Projekt zur Verteilung von Lebensmitteln und Medikamenten sowie ein Gartenprojekt nach dem Modell des Urban Gardening und der Agrarökologie. Und nun also bald auch Fahrräder für Kuba! Die Fahrräder werden an alle Presbiterianisch-Reformierten Kirchgemeinden in Kuba gerecht verteilt.
Andreas Dölitzsch

Willst Du mehr erfahren – hier: KUBA-PROJEKT | together-weltweit

Taizé über Neujahr – Teil 2

Ich reiste also mit dem Schweizer Organisationsteam von Lausanne aus nach Rostock. Die Fahrt mit dem Zug fand in einer guten Atmosphäre statt. Während der Fahrt lernte ich die Gruppe durch Gespräche und Spiele kennen, bis wir schließlich in Rostock bei unserer Gastfamilie ankamen.
In unserer Gastfamilie hatten wir eine eigene kleine Unterkunft – ein richtiger Luxus.
Diese Woche in Rostock war für mich das erste Europäische Taizé-Treffen, an dem ich teilnahm. Ich war berührt von der Einheit in der Spiritualität, die man während der Gebete mit all diesen jungen Menschen, welche aus mindestens einem gemeinsamen Grund zusammengekommen waren, spüren konnte.
Dank der Workshops, die in der Stadt angeboten wurden, lernte ich auch etwas über die verschiedenen Religionen.
Ich bin froh, dass ich diese Erfahrung gemacht habe, mein Herz ist voller Frieden, Liebe und neuer Freundschaften und ich kann es kaum erwarten, 2023 in Ljubljana wieder dabei zu sein.
Camille Collet (übersetzt vom Französischen)

Hast Du Interesse am Taizétreffen über Neujahr 23/24? Hier erfährst Du mehr: www.jugendtreffen.ch

40 Kilometer Paddeln zu den Paradiesinseln

Mitte August durfte ich ein Kajaklager in den Schöreninseln von Vöstervil in Schweden mitleiten. Die Reise wurde von Surprise organisiert und geleitet durch Benj Zurbrügg, Outdoor Guide Exomesa.
Mich faszinierte die Landschaft, für mich gefühlt ein Vorgeschmack auf den Himmel wie paradiesisch die Tausenden von Inseln im Meer hervorragen sind. Einige davon der Natur überlassen.
Als Gruppe erlebten wir tolle 5 Tage auf dem Meer und Wasser, legten rund 40km Paddelstrecke in dieser Zeit zurück.


Vom Paddelabenteuer ging es auf den Inseln weiter. Das Suchen eines tollen Schlafplatzes verbunden mit dem Aufbau unsere Schlafplätze mit Tarp, Mückennetz, Matratzen und Schlafplatz.
Mich begeistert es immer wieder zu erleben, wie unter Christen eine schnelle Verbundenheit und Vertrautheit zu erleben ist. So erlebten wir eine Woche mit genialer Gemeinschaft, leckerem Essen vom Gaskocher, gutem Wetter und der Schönheit der von Gott geschaffenen Natur.

Maya Studer berichtet aus dem Surprise Kajak-Lager.
Willst Du auch solche Abenteuer erleben? Hier kannst Du dich informieren:
www.surprise-reisen.ch

SRF Impact drehte eine Kirchen-Doku – Interview mit Lily Scherz

Das SRF Impact veröffentlichte eine Doku mit dem Titel “Rave in der Kirche – So will die Landeskirche junge Gläubige zurückholen”. Porträtiert wurde neben einem Rave-Gottesdienst auch der Anlass “Church 4 The Unchurched” (C4UC) von der Jugendarbeit HipHop Center Bern. Wir werfen einen Blick hinter die Kulissen im Interview mit Lily Scherz, die diesen Event miterlebte. Lily absolviert zur Zeit im HipHop Center eine Vorlehre.

• Lily, Wie hast du den Besuch von SRF Impact im HipHop Center erlebt?

Ich habe ihn eigentlich recht angenehm erlebt, da sie nicht allzu sehr gestört haben. Sie waren da und haben ohne viele Worte ihren Job erledigt. Ich war sehr glücklich darüber, dass das SRF ins HipHop Center gekommen ist, da dadurch das HipHop Center auch auf anderen Plattformen gestreamt wird und somit viel mehr Aufmerksamkeit erhält.

• Warum warst du bei “Church 4 The Unchurched” (C4UC) dabei?

 Ich habe C4UC besucht, weil ich im HipHop Center arbeite, und mich das Thema von Nico Pauli, einem ehemaligen Hooligan, sehr interessiert hat. Ich kenne mich selbst in der Fussballszene sehr gut aus. C4UC ist für mich immer ein Erlebnis, da ich jedes Mal neue Gesichter sehe und es immer wieder spannende Geschichten gibt. Ich persönlich finde C4UC ein grossartiges Angebot, besonders weil es nicht langweilig ist. Es ist interessant gestaltet und nicht so eintönig wie ein gewöhnlicher Gottesdienst in der Kirche. Es bringt eine gewisse Abwechslung mit.

• Worum geht es in der Doku von SRF Impact?

Es geht darum, herauszufinden, ob Rave-Gottesdienste in den Kirchen oder HipHop-Gottesdienste junge Leute wieder in die Kirchen zurückbringen oder ihnen helfen, wieder einen Glauben aufzubauen. Die Frage ist: Warum sind in den letzten Jahren so viele Menschen aus der Kirche ausgetreten? Ich denke, dass dies daran liegt, dass sie nicht immer permanent an die Kirche gebunden sein möchten und es oft Druck ausübt. Zum Beispiel: Ich weiss, ich sollte in die Kirche gehen, aber eigentlich habe ich keine Lust. Trotzdem glaube ich, dass viele Menschen immer noch ab und zu gläubig sind. Der Austritt aus der Kirche bedeutet nicht zwangsläufig, dass man nicht mehr gläubig ist. Das SRF besuchte drei verschiedene Events. Der erste Event fand in der Wasserkirche in Zürich statt. Dort gibt es während der Street Parade einen Rave-Gottesdienst. Der zweite Event ist in einer katholischen Kirche namens Adoray. Die Adoray veranstaltet Lobpreisveranstaltungen für junge Menschen. Der dritte Event (C4UC) wurde im HipHop Center in Bern durchgeführt.

• Wie war es für dich, von Livio Carlin, auch bekannt als Rapper LC One, interviewt zu werden?

Es war eine großartige Erfahrung. Die Fragen waren sehr interessant und ich fand es gut, dass sie nicht nur auf C4UC bezogen waren, sondern auch auf andere Themen wie die Kirche und wie man sie neugestalten kann. Ich fühlte mich auch ein wenig geschmeichelt, weil es LC One war und nicht irgendjemand. Allerdings fand ich es schade, dass das Interview nicht in der Doku zu sehen war.

Vielen Dank für das Interview – aufgezeichnet von Andreas Dölitzsch mit Lily Scherz (07.09.2023)
Hier der Link zum “Church 4 The Unchurched”: C4UC – HipHop Center

Hier der Link zum Video:
Rave in der Kirche – So will die Landeskirche junge Gläubige zurückholen | Impact | SRF – YouTube

Resilienz durch Glauben (Mascha’s Blog)

Ich habe meine Community auf Instagram gefragt, über welches Thema ich hier auf mittendrin.life schreiben soll. “Resilienz” war eines der Themen, die mir begegnet sind. Widerstände begegnen uns allen und leider machen Bedrängnis und Widerstände keinen Halt vor Christen. Doch die Frage ist, wie gehen wir damit um? Wie überwinden wir Hindernisse? Jesus schenkt uns durch seinen Tod und seine Auferstehung Hoffnung und Leben. In Johannes 16,33 sagt Jesus “In der Welt habt ihr Bedrängnis; aber seid guten Mutes, ich habe die Welt überwunden.”

Wir sehen das Gott nicht die Augen verschliesst, vor der Realität und keine Angst hat uns zu begegnen in unseren alltäglichen Umständen. Jesus sagt uns aber, dass er der ist, der die Welt überwunden hat. Bei Jesus finden wir Zuflucht.

Wenn ich das Leben von Jesus anschaue, sehe ich, da ist ein Gott der Mensch wurde. Jesus ist ein super Beispiel für Resilienz. Jesus hat Versuchung und Verlassenheit erlebt. Wir dürfen diese Geschichten in der Bibel lesen und von Jesus Lernen. Jesus sagt uns in Matthäus 11,28 “kommt alle her zu mir, alle ihr Mühseligen und Beladenen, und ich werde euch Ruhe geben.” Einmal mehr sehen wir wie Jesus seine Augen nicht vor unserer Realität verschliesst.

Ich möchte zum Schluss noch auf die Geschichte von Jesus eingehen, in der er versucht wurde.

Nachdem er 40 Tage und Nächte lang gefastet hatte, wurde Jesus, vom Geist in die Wüste geführt, damit er von dem Teufel versucht würde. Und der Versucher trat herzu und sprach zu ihm: «Bist du Gottes Sohn, so sprich, dass diese Steine Brot werden.»

Es gibt auch Momente in denen Gott Widerstände zulässt damit wir geistlich wachsen, und der Teufel möchte uns in Momenten von Widerständen zum Zweifeln bringen und uns sagen “wenn wir doch an Gott glauben, wie kann Gott den diese Umstände zulassen.” Wie wir bei Jesus sehen, sagte der Teufel zu ihm, wenn du der Sohn Gottes bist, dann sollen diese Steine Brot werden. Jesus erwiderte aber und sprach: Es steht geschrieben: »Der Mensch lebt nicht vom Brot allein, sondern von einem jeden Wort, das aus dem Mund Gottes geht« (Matthäus 4).

Als Ich diese Stelle gelesen habe, erhielt ich die Inspiration vom Heiligen Geist, dass Jesus geistlich in bester Form war, er hat 40 Tage gefastet und Zeit mit seinem Vater verbracht. Das ist der Grund für seine Resilienz in der Wüste. Aus dieser geistlichen Stärke konnte er dem Teufel mit Wahrheit entgegenstehen. Jesus lässt sich nicht auf die Provokationen ein, sondern kontert mit biblischer Wahrheit. Ich möchte dich mit diesen Gedanken ermutigen, aus meinem eigenen Leben kann ich dir sagen, Gott meint es gut mit uns, auch wenn unsere Umstände nicht immer gut aussehen.

Als ich drei Jahre alt war, hat mein Vater unsere Familie verlassen. In meinem Alltag wurde ich oft mit der Frage “Was machen deine Eltern beruflich konfrontiert”. Da ich keinen Kontakt zu meinem Vater hatte, konnte ich diese Frage nur mit meine Mutter ist… beantworten. Der Gedanke, ein Gott, der das zulassen kann, kann dich doch nicht lieben, war mir gut bekannt. Doch in den letzten 20 Jahren hat Gott mir das Gegenteil gezeigt. Jesus begegnete mir als guter Vater und zeigte mir, dass er mich nie verlässt. Er hat dich und mich so sehr geliebt, dass er sein Leben gab, damit jeder, der an ihn glaubt, leben darf (Johannes 3,16). Jesus möchte deinen Widerständen in deinem Alltag begegnen. Ich möchte dich mit diesem Artikel ermutigen, Jesus in deinen Schmerz und deinen Widerstand einzuladen. Suche Gott durch Gebet, Bibellesen, Worship Music und frage ihn, was seine Sicht auf deine Situation ist.

Ich bin mir sicher, dass Gott dir begegnen möchte. Er möchte uns resilient für künftige Herausforderungen machen, uns im Glauben stärken, Hoffnung und Zukunft geben.

Mascha

Taizé über Neujahr – Teil 1

Über Neujahr trafen sich Tausende von Jugendlichen in Rostock für das alljährliche europäische Taizétreffen. Auch wir waren als Schweizer Gruppe dabei, haben Menschen, die Stadt und die Ostsee kennengelernt, interessante Gespräche geführt, musiziert und gesungen, gebetet und das Taizéleben in Rostock genossen.
Dieses Jahr sind wir wieder am Start und freuen uns auf das nächste Treffen in Ljubljana.
Patricia Burch

Hast Du Interesse am Taizétreffen über Neujahr 23/24? Hier erfährst Du mehr: www.jugendtreffen.ch

Schulstart: So sieht der Alltag im TDS aus!

“Ich habe das Video gemacht, um Leuten, die nicht wissen, wie mein Studienalltag aussieht, einen schnellen Einblick zu geben. Ich möchte zeigen, was ich studiere, und vielleicht kann ich sie dazu motivieren, es auch auszuprobieren. Menschen folgen Menschen, deshalb ist es mir wichtig, authentisch und ehrlich zu sein.”

Hanna, TDS-Studentin

Anlässlich zum Schweizer Schulstart gibt uns Hanna einen Einblick in ihren TDS-Alltag. Das TDS bildet junge Menschen in Sozialdiakonie / Gemeindeanimation HF aus: www.tdsaarau.ch

Millionen Jugendliche am Weltjugendtag in Lissabon und SHINE mittendrin

Von überall auf der Welt strömten sie nach Lissabon. Katholische Jugendliche, welche mit ihren Jugendgruppen an den diesjährigen Weltjugendtag reisten – und wir als SHINE waren mittendrin! Zusammen mit Agape Portugal, dem Jesus Film und Fundación Ramón Pané hatten wir die Möglichkeit Teil des Weltjugendtages zu sein, indem wir diverse Attraktionen auf dem Plaza Martim Moniz anbieten durften. Das gemeinsame Ziel dabei war, mit den Leuten, welche unseren Platz betreten, ins Gespräch über ihr Leben und den Glauben zu kommen, so dass ihr persönliches Glaubensleben gestärkt werden kann.

So bauten wir zum Beispiel drei verschiedene Reelboxen auf, wo die Teilnehmenden kreative Fotos machen konnten. Beim Wettbewerbszelt gab es die Möglichkeit ein „Jesus for everybody“ T-Shirt oder ein Armband von THE FOUR zu gewinnen und beim „Charging Tent“ konnten die Jugendlichen ihr Handy aufladen und währenddessen mit verschiedenen Bildkarten ganz simpel miteinander ins Gespräch kommen. Ein Highlight für viele waren sicherlich die Konzerte mit den vielen unterschiedlichen Künstlern, welche für ganz schön gute Stimmung sorgten!

„Was mich besonders berührt hat, war, wie offen und interessiert die Leute waren und welch tiefgründigen Lebensfragen sie in den unterschiedlichsten Sprachen auf die 30 Meter lange Fragewand notiert haben. So stand ich beispielsweise am letzten Abend beinahe bis Mitternacht an der Fragewand und durfte Zeugin davon sein, wie viel Gott in den Leben vieler Jugendlicher bereits bewirkt hat und wie viele von ihnen durch den Weltjugendtag wieder neu Feuer für den Glauben gefangen haben. Oft wurde ich selbst inspiriert und einige Fragen regten auch mich persönlich zum Nachdenken an. Eine meiner „Lieblingsfragen“ war: Wieso Jesus Judas als Jünger ausgewählt hat, obwohl er wusste, dass er ihn verraten würde?“

Die ganze Umsetzung des Events wäre ohne die tatkräftige Unterstützung von Volunteers aus ganz Europa, die mit SHINE oder SLM in irgendeiner Weise verbunden sind, sicherlich nicht möglich gewesen, denn sie betreuten leidenschaftlich unsere Stände und ermöglichten unzählige wertvolle Begegnungen. Wir sind von herzen dankbar für jeden, der fleissig mitangepackt hat und für das, was Gott in jedem Einzelnen am Weltjugendtag bewegt hat!

Nicole Diener, Eventmanagerin bei SHINE

“We das Gott wüsst” – neuer Podcast der RefBeJuSo

Vor 3 Jahren wurde ich konfirmiert. Ich denke immer noch positiv an meine Zeit im KUW-Unterricht zurück. Manchmal wünsche ich mir sogar, wieder mit derselben Gruppe in einem Raum zu sitzen. Im Frühling wurde ich gefragt, ob ich mit den 7. Klässlern im KUW einen Podcast aufnehmen möchte. Zuerst wusste ich nicht, ob ich mir dafür einen Samstagmorgen frei nehmen sollte. Einen Podcast aufnehmen, Fragen beantworten?

Ich beschloss, die 7. Klässler zu unterstützen. Ich war etwas aufgeregt, aber ich freute mich. Am Samstagmorgen durfte ich die 7. Klasse kennenlernen. Eine bunt gemischte Gruppe, alle fröhlich und bereit für den Tag. Wir setzten uns in Gruppen zusammen und besprachen, was wir im Podcast diskutieren möchten. Wir beschlossen, über die Berufswahl und die Zeit nach der Schule zu reden. Auch darüber, was der Glauben für uns eigentlich bedeutet. Wir überlegten uns, was am KUW-Unterricht Spaß macht und was uns vielleicht auch manchmal stört.

Dann ging es zur Aufnahme. Andreas Dölitzsch vom HipHop Center Bern war mit der Mikrofonausrüstung und seiner Expertise vor Ort. Er unterstützte uns und zeigte uns, wie wir am besten vorgehen. Die Aufnahme war sehr kurzweilig. Am Anfang war es schwierig und wir machten einige Fehler, da wir nicht genau wussten, über was wir sprechen wollten und wer von uns fünf an der Reihe ist, um zu reden. Nach einigen Minuten kamen wir in den Flow. Wir begannen Fragen zu stellen und es entstand ein natürliches Gespräch. Wir diskutierten die Themen, die wir geplant hatten, und zusätzlich welche, die uns spontan in den Sinn kamen.

Ich würde sagen, der Podcast ist gelungen, vor allem dafür, dass es für uns alle das erste Mal “Podcast aufnehmen” war. Es war ein spannendes Erlebnis, mit der 7. Klasse über ihre Erfahrungen und Meinungen zum KUW-Unterricht zu sprechen. Ich konnte vieles gut nachvollziehen und meine Erfahrungen und lustigen Momente aus dem KUW-Unterricht mit ihnen teilen. Zum Abschluss grillierten wir alle zusammen und diskutierten weiter über Gott und die Welt.

Kaspar Matthäus, Schwarzenburg

Hier kannst Du den neuen Podcast von Jungen aus der Ref BeJuSo nachhören:
podcasters.spotify.com/pod/show/wedasgottwuesst

Du bist in einer Kirchgemeinde der RefBeJuSo und hättest Interesse an einer Podcast-Aufnahme? Schreibe uns eine E-Mail an wedasgw@gmail.com.



20. Dezember Matteo

Matthäus 1,18-19
18 Die Geburt Jesu Christi geschah aber so: Als Maria, seine Mutter, dem Josef vertraut war, fand es sich, ehe sie zusammenkamen, dass sie schwanger war von dem Heiligen Geist. 19 Josef aber, ihr Mann, der fromm und gerecht war und sie nicht in Schande bringen wollte, gedachte, sie heimlich zu verlassen.

02. Dezember Marina

Lukas 2,8-10
8 In dieser Gegend lagerten Hirten auf freiem Feld und hielten Nachtwache bei ihrer Herde. 9 Da trat ein Engel des Herrn zu ihnen und die Herrlichkeit des Herrn umstrahlte sie und sie fürchteten sich sehr. 10 Der Engel sagte zu ihnen: Fürchtet euch nicht, denn siehe, ich verkünde euch eine große Freude, die dem ganzen Volk zuteilwerden soll:

Interessenskurs Film und Foto 2022

Ein Ziel suchen, anvisieren und abdrücken. Päng! Und schon hat man ein klasse Foto… aber so einfach ist es trotzdem nicht, das professionelle Fotografieren. Das zeigt sich am Kurs des Cevi der Region Bern – und an den tollen resultierenden Fotos

Von Julia Schneiter und Léonie Bieri, Praktikantinnen Jugendarbeit während des Kurses




Drei Tage lang haben Teilnehmende im IKU Film & Foto die Kamera besser kennengelernt. Aufgrund des Wetters mussten wir unseren geplanten Start vom Gurten ins Rabbi verschieben. Nach einem kurzen Kennenlernen ging es darum, erste Erfahrungen mit der Kamera zu sammeln. Während dem ganzen Wochenende wurde uns Wissen von erfahrenen Fotograf*innen aus dem Cevi vermittelt. Im ersten Teil des Kurses lernten die Teilnehmenden in einem kleinen Postenlauf die Basics ihrer Kamera kennen.


Im zweiten Teil ging es darum, die Techniken für verschiedene Fotografien richtig anzuwenden, zum Beispiel für Landschafts-, Porträt- und Sportfotografien. Nebst den verschiedenen Arten von Fotografien drehten die Teilnehmenden einen kleinen Kursfilm. Im letzten Teil ging es dann darum, die Produkte am Computer auszusortieren und zu bearbeiten. Am Sonntagnachmittag präsentierten die Teilnehmenden im Rahmen einer Vernissage die Endprodukte ihren Angehörigen.

Zu Beginn des Wochenendes waren alle ein wenig zurückhaltend, jedoch entstand im Verlaufe des Kurses eine offene und tolle Gruppe junger Fotograf*innen. Wir alle erlebten eine lehrreiche und gute Zeit in diesem Kurs.


Hoffnung auf Veränderung

Wie jedes Jahr veranstaltete Mission 21 im Jahr 2022 Besuche für Jugendbotschafter:innen in der Schweiz zur Förderung des kulturellen Austauschs. Der Besuch in der Schweiz endete auch dieses Jahr mit dem International Youth Summit, einer speziellen Plattform für den lösungsorientierten Ideenaustausch unter jungen Erwachsenen.

Von Minha Lee, übersetzt aus dem Englischen von Mission 21



Der Botschaftsbesuch der internationalen Jugendbotschafter:innen von young@mission21 fand vom 27. Mai bis 13. Juni 2022 in Basel, Zürich, Bern und Davos statt, und junge Menschen aus vier Kontinenten nahmen daran teil. Als Jugendbotschafterin aus Südkorea nahm ich zusammen mit Vertreter:innen aus 14 verschiedenen Ländern an Gottesdiensten verschiedener Kirchen teil, lernte andere Religionen kennen und besuchte Workshops zu geschlechtsspezifischer Gewalt und LGBTQI+. Diese gemeinsamen Erlebnisse formten neue Freundschaften unter uns und wir begannen zu überlegen, welche Beiträge wir zu den vielen Herausforderungen leisten können. Dieses gemeinsame Lernen und der gesamte Prozess haben mir geholfen, meine eigenen Anliegen in einem grösseren Kontext zu sehen.

Minha Lee (rechts) am International Youth Summit

Der International Youth Summit “The future is now!”, der am 11. Juni 2022 in Davos stattfand, war der erste Schritt für uns Jugendbotschafter:innen, unsere Anliegen praktisch anzugehen. Wir sprachen über die brennenden Themen, die alle aus ihren Ländern mitgebracht hatten, und wählten vier von ihnen zur weiteren Bearbeitung aus: Geschlechtergerechtigkeit; Arbeitslosigkeit und Armut; Altersdiskriminierung; Bildung. Alle Jugendbotschafter:innen wählten eines der Themen aus und diskutierten Aktionen, um die genannten Herausforderungen anzugehen. Dabei planten wir Massnahmen, die zu den jeweiligen Kontexten passen, und gaben einander Ratschläge über die Themengrenzen hinweg.


Ich selbst interessiere mich für feministische und queere Theologie, aber es war immer schwierig, zu diesen Themen in Südkorea aktiv zu werden. Es schien mir unmöglich, die südkoreanische Kirche und Gesellschaft zu verändern, und ich befürchtete, dass mein Engagement zu Benachteiligungen führen könnte. Die Erfahrungen, die ich im Rahmen des Jugendbotschaftsprogramms machte, änderten jedoch meine Meinung. Ich spürte eine tiefe Verbundenheit mit den anderen Jugendbotschafter:innen, auch wenn wir unterschiedliche Ansichten hatten. Wir vertrauten einander, und so entstand während des gesamten Programms ein sicherer Diskussionsraum. Diese Erfahrung gab mir Hoffnung, Inspiration und Mut.

Es ist sehr schade, dass aufgrund von Covid-19 keine weiteren jungen Menschen am International Youth Summit teilnehmen konnten, aber es war ein wichtiger Moment für uns Jugendbotschafter:innen. Der International Youth Summit war nicht nur eine Gelegenheit zur Diskussion und Planung von Aktionen. Es war eine Gelegenheit, uns gegenseitig Mut zu machen und den Glauben an Veränderungen neu anzufachen. Ich werde mich von nun an bei meiner Arbeit, in der Gesellschaft und in meiner Familie für meine Anliegen einsetzen. Das ist der Anfang der Zukunft.


Minha Lee ist eine von 18 internationalen Jugendbotschafter*innen, welche von 27. Mai bis 13. Juni 2022 zu Besuch in der Schweiz war. Das Jugendbotschaftsprogramm von young@mission21 bietet jungen Erwachsenen aus Europa, Afrika, Asien und Lateinamerika jeweils während drei Jahren die Möglichkeit, sich gegenseitig kennenzulernen, drängenden Fragen in einer globalisierten Welt nachzugehen und gemeinsam nach Lösungsansätzen zu suchen. Der nächste Programmzyklus startet 2023. Interessierte können sich via E-Mail an young@mission-21.org melden, um die Bewerbungsunterlagen oder weitere Informationen zu erhalten.

Ein Volontariat mit Voyage-Partage

Hinaus geht es in die Welt, neue Kulturen zu entdecken und die Welt zu verstehen – oder doch um sich selber kennenzulernen? Was ein Volontariat bei Voyage-Partage bewirkt aus erster Hand.

Von Livia Schnyder, ehrenamtlich Engagierte und Verantwortliche für Kommunikation bei Voyage-Partage



Im Jahr 2014 durfte ich während vier Monaten in einem Projekt der Ilanzer Dominikanerinnen in Brasilien mithelfen. Während des Volontariats kam ich in vielerlei Hinsicht zu wertvoller Erkenntnis, die meinen Alltag bis heute – acht Jahre später – immer noch bereichern. Durch die Arbeit mit den Kindern aus dem Projekt habe ich nicht nur viel über die brasilianische Kultur, sondern vor allem auch über mich selbst und mein eigenes Mindset gelernt. Besonders lehrreich war das Gefühl, in einem neuen kulturellen Kontext «die Fremde» zu sein und den Menschen vor Ort auf Augenhöhe zu begegnen, ohne gleich ein Urteil zu fällen. Durch all die Begegnungen habe ich erfahren, wie einfach Zufriedenheit sein kann und wie es ist, nicht über die eigene Leistung definiert zu werden.

Livia Schnyder während ihres Volontariats in Brasilien

Meine Zeit in Brasilien war sehr vielfältig und abwechslungsreich. Neben der Arbeit im Projekt habe ich auch das Mitleben in der Gemeinschaft der Schwestern bis heute als sehr lebendig in Erinnerung. Noch bevor ich damals die Schweiz verliess, habe ich nach möglichen Beschäftigungsideen gesucht, falls mir abends langweilig werden würde. Doch ich realisierte schnell, dass sich diese Gedanken erübrigten. Denn die Dominikanerinnen-Schwestern waren voller Tatendrang und Unternehmungslust. Von Karneval über Schoggi-Eier färben, Zumba tanzen und Filmabende mit Popcorn war neben der täglichen Routine immer etwas los und ich wurde vom ersten Tag an sehr herzlich in die Gemeinschaft aufgenommen. Das Zusammenleben mit den Schwestern war sehr besonders. Vor allem wegen der überwiegend guten Stimmung und der Leichtigkeit, die stets im Alltag präsent waren. Und auch die tiefgründigen Momente, die im Zusammenleben mit der Ordensgemeinschaft entstanden sind, machen diese Zeit unvergesslich. Was mich bis heute sehr beeindruckt, sind die Hingabe und die Liebe, mit welcher die Schwestern ihren Weg gehen. Ich habe nicht nur erfahren, was es heisst, sich ohne jegliche Erwartungen in den Dienst anderer zu stellen, sondern auch, was für eine Wirkung des Glücks diese Erfahrung in sich birgt. Immer noch verspüre ich tiefe Dankbarkeit gegenüber all diesen Menschen, die mich damals in Brasilien an ihrem Leben haben teilhaben lassen.

Livia mit einer Schar brasilianischer Lebensfreude

Aus dieser Begeisterung für mein Volontariat engagiere ich mich seither für den Verein Voyage-Partage. Aktuell bin ich im Vorstand für die Öffentlichkeitsarbeit zuständig und freue mich dazu beizutragen, dass viele weitere (junge) Menschen eine ähnlich prägende Erfahrung fürs Leben machen können.

Voyage-Partage ermöglicht jungen Menschen ab 18 Jahren einen Kurzzeit-Einsatz in einem kirchlichen Projekt in Osteuropa, Asien, Afrika oder Südamerika. Während 4 bis 12 Monaten erhältst du einen Einblick in das einfache Leben der Bevölkerung und in die Arbeit der Gastgebenden. Du erlebst den gemeinsamen Alltag, die neue Kultur und bringst dich selbst ein, indem du konkret mitarbeitest. Kost und Logis sowie persönliche Begleitung sind gewährleistet, die Mitarbeit geschieht unentgeltlich.

Du wirst beeindruckende, unvergessliche Erfahrungen machen und neue Realitäten entdecken. Du wirst lokale Traditionen erleben, andere Lebensweisen kennen lernen. Nach der Rückkehr wirst du vieles mit andern Augen sehen und deine Mitverantwortung für unsere Welt neu wahrnehmen.

Neugierig geworden?
Mehr Infos unter www.voyage-partage.ch oder kontaktiere uns gleich info@voyage-partage.ch, 0041 (0)41 227 59 64


Theologie auf der Yogamatte

Fabienne Greuter hat zwei grosse Leidenschaften: Theologie und Yoga. Ihr Anliegen ist es, beide Bereiche miteinander zu verbinden. Mit der Idee des theoyoga versucht sie das ganz praktisch.

Von Micha Rippert (26), Theologiestudent an der Uni Zürich und studentischer Mitarbeiter bei theologie-erleben.ch



Fabienne, du studierst Theologie im Master an der Universität Zürich. Wieso hast du dich für das Theologiestudium entschieden?

Bereits mit 12 Jahren war für mich klar, dass ich Theologie studieren möchte. Nach der Matura verlor ich dann aber das Interesse am Theologiestudium. Ich bewegte mich in kirchenfernen Kreisen, war selbst auch nicht besonders kirchlich aktiv und studierte deshalb Germanistik, Religions- und Politikwissenschaften und arbeitete im Kulturbereich. Es dauerte einige Jahre, bis ich merkte, dass dieser Job mich nicht erfüllte. Ich kündete meine Stelle und begann doch noch mit dem Theologiestudium.

Was begeistert dich so an der Theologie, dass du dich beruflich sogar umorientiert hast?

Mich fasziniert an der Theologie, dass sie darüber nachdenkt, wie man Gott denken, wie man über ihn reden und wie man mit Menschen über Gott und den Glauben sprechen kann. Denn meiner Meinung nach ist der Glaube für viele Menschen in der heutigen Zeit nicht weniger relevant als früher, nur spricht man weniger darüber. Dass die Theologie genau an diesem Punkt ansetzt, begeistert mich.

Deine zweite grosse Leidenschaft neben der Theologie ist das Yoga. Wie bist du zum Yoga gekommen?

Zum Yoga bin ich mit etwa 20 Jahren gekommen. Damals war man noch eine Exotin, wenn man Yoga praktizierte. Ich würde mich als Kopfmensch bezeichnen, und schon damals suchte ich etwas, das mich erdet. Auf den Ratschlag meiner Mutter hin habe ich Yoga ausprobiert und war sofort begeistert. Es hat mir geholfen, den Kopf freizubekommen und mich neu zu fokussieren.

Fabienne Greuter beim theoyoga

Was war es am Yoga, das deine Begeisterung weckte?

Yoga ist ein Kontrast zu unserer Gesellschaft, in der es sehr oft um Leistung, Bewertung, Können und Erfolg geht. Yoga ist komplett anders. Es ist nicht etwas, das man kann. Es ist eher eine Reise, auf die ich jeden Tag neu gehe. Manchmal gelingt es mir besser, manchmal weniger. Aber das spielt keine Rolle, denn Yoga ist wertefrei. Dass Yoga für mich eine Zone frei von Bewertung bleibt, ist natürlich ein Prozess. Bei schwierigen Übungen, die mir nicht auf Anhieb gelingen, muss ich mir immer wieder sagen, dass es okay ist, wenn es heute nicht gelingt. Vielleicht schaffe ich es morgen.

Wie verbindest du Theologie und Yoga?

Yoga ist etwas, bei dem ich den Kopf nicht auf diese kognitive Art und Weise brauche wie in der Theologie. Yoga hilft mir, ganzheitlich von mir selbst und von der Welt zu denken. Ich merke, dass ich nicht nur aus meinem Kopf bestehe und sich Glaube zum Beispiel auch an anderen Orten zeigen kann. Dieser Ausgleich und dieses Gefühl der Ganzheitlichkeit sind das Befruchtende. Yoga schafft in mir neuen Raum für Gedanken der Theologie.

Ich merke, dass ich nicht nur aus meinem Kopf bestehe

Fabienne Greuter


Dann kann man also sagen, dass Theologie und Yoga einiges gemeinsam haben?  

Nein, auf den ersten Blick nicht. Denn Yoga ist ist nicht christlich. Christentum und Yoga sind zwei verschiedene Traditionen. Meines Erachtens kann es nicht das Ziel sein, die Tradition des Yogas in der christlichen Tradition aufzulösen.

Und doch arbeitest du mit theoyoga an etwas, das versucht, Theologie und Yoga zu verbinden. Was hat es damit auf sich?

Auf die Idee für theoyoga bin ich gekommen, weil ich feststelle, dass Menschen einen Ort des Glaubens haben und einen Ort des restlichen Lebens. Dieser Tendenz, den Menschen nicht ganzheitlich zu denken, möchte ich mit theoyoga entgegenwirken. Ich glaube, dass der Glaube überall ist, also auch mit mir auf der Yogamatte. Deshalb möchte ich mich im Rahmen von theoyoga fragen, was Yoga mit mir und meinem Glauben macht, denn das gibt es meines Erachtens nicht getrennt. Ich bin immer Fabienne, die glaubt, egal ob auf der Yogamatte oder nicht.

Kannst du das ausführen?

Auch wenn theoyoga kein christliches Yoga sein soll, gibt es Berührungspunkte. So geht es im Yoga darum, sich zu erden und wieder zu öffnen, sich selbst und die Welt wahrzunehmen, sich mit seinem Geist zu verbinden und nicht zu werten. Das sind Dynamiken und Denkweisen, die in der christlichen Tradition ebenfalls begegnen. Zum Beispiel ist auch der Atem in beiden Traditionen zentral: Im Yoga ist Prana die Lebensenergie, die durch den Körper fliessen soll. In der Schöpfungsgeschichte der Bibel haucht Gott den Menschen Atem ein. Bei diesen Berührungspunkten knüpft theoyoga an. Mit theoyoga möchte ich beide Traditionen füreinander fruchtbar machen.

Wie stellt du dir theoyoga konkret vor?

Theoyoga könnte in den Räumlichkeiten der Kirchen stattfinden. Es soll zu einem grossen Teil klassisches Yoga sein. Ich kann mir aber auch Teile in Form von Körpergebeten vorstellen. Am Schluss der Stunde wäre zudem Platz für eine christliche Meditation.

Welchen Tipp hast du für Menschen, die eine persönliche Begeisterung, wie zum Beispiel das Yoga, mit dem Studium oder dem Beruf verbinden möchten?

Immer wieder höre ich die Frage: «Darf man denn Yoga machen, wenn man glaubt?». Ich habe mir diese Frage noch nie gestellt. Ich denke, dass man aufhören sollte, Lebensbereiche zu trennen und den Glauben nur an einem einzigen, ganz bestimmten Ort im Leben zu leben. Mein Tipp ist es, mutig zu sein und neue Dinge auszuprobieren!


Weihwasserwünsche

Katholik:innen denken im Alltag kaum daran, aber wenn es fehlt, dann fehlt es richtig: das Weihwasserbecken. Nur gut, haben die Jugendlichen in Niederhasli sich gestalterisch daran gemacht, den künftigen Täuflingen ein solches Leid zu ersparen. Und dabei haben sie noch so viel mehr mitgegeben.

Von Claudia Stoll, Katechetin in Niederhasli


“Ich wünsche dir viel Glück, damit du glücklich sein wirst in deinem Leben.”


Die Weihwassergefässe entstanden im Rahmen der Religionstreffen. Wir hatten vor der Durchführung eine katechetische Blockeinheit, in der die Jugendlichen (2. Oberstufe) die Sakramente repetierten und sich überlegten, wie sie selber in Kontakt gekommen sind mit Gott bei dem Empfang der bereits erhaltenen Sakramente. Sie verknüpften die Taufe mit dem ihnen bevorstehenden nächsten Sakrament: der Firmung. Da seit ihrer Taufe viel Zeit vergangen ist und sie schon ein Stück auf ihrem persönlichen Glaubensweg gegangen sind, überlegte sich jeder, was sie einem Baby für die Taufe sagen möchten. Das war keine einfache Aufgabe, wurde aber genial beantwortet!

Den Höhepunkt erreichte das Projekt schliesslich, als die wunderschönen Weihwassergefässe entstanden sind, die nun an Kinder unserer Pfarrei verschenkt werden, die getauft werden.

Bald findet ein Gottesdienst mit einer Vernissage in unserer Pfarrei statt, damit alle Interessierten die tollen Werke bestaunen können.

“Das Beste, weil du es verdient hast. Weil du toll bist.”
“Ich wünsche ihm viel Glück, damit das Kind glücklich ist.”



Synodal zu einem besseren Bild der Kirche

Die katholische Kirche befindet sich im Umschwung. Papst Franziskus hat zu einer Volksbefragung, dem sogenannten Synodalen Prozess, aufgerufen. Nun hat am 09. und 13. Februar die Auswertung dieser Umfrage in Form von Grossversammlungen stattgefunden. Eine junge Erwachsene berichtet.

Von Patricia Burch


Für Jugendliche und junge Erwachsene erscheint die Kirche eher in einem negativen Bild. Dies erlebe ich auch selbst in meinem Umfeld. Die unzureichende Akzeptanz und Toleranz gegenüber verschiedenen Personengruppen und die fehlende Transparenz von Entscheidungsprozessen machen es schwierig die Kirche in der heutigen Zeit noch zu unterstützen. Um über solche Themen zu diskutieren und sich für Änderungen einzusetzen, traf ich mich zwei Mal in Zürich mit anderen Christ:innen des Bistums Chur.

“Wir sind nicht allein!”


Zusammen mit meinen beiden Kollegen des Jugendrats betrat ich am Mittwoch, den 09. Februar 2022, den Raum mit all den Vertreter:innen der verschiedenen Dekanate des Bistums Chur, welche schon dasassen und bereit waren. Wir drei zogen hier den Altersdurchschnitt deutlich nach unten, worauf ich dann eher skeptisch eingestellt war. Denn auch schon bevor ich zu dieser diözesanen Versammlung ging, dachte ich, ich müsse mich nun auf eine Masse von älteren und hauptsächlich konservativen Menschen einstellen. Ich habe mich darauf vorbereitet, die Jugend und den Fortschritt verteidigen zu müssen und davon zu überzeugen. Doch schon bald merkte ich, dass ich völlig falsch auf die Diskussionen vorbereitet war. Bei den Tischgesprächen wurde mir klar, dass es auch ältere Menschen gibt, die die Kirche ändern und auch die Jugendlichen unterstützen wollen. Mir wurde dann spätestens bei den Plenumsdiskussionen bewusst: Wir sind nicht allein!


Ebenfalls wurde am Sonntag, den 13. Februar, über diese Themen gesprochen und diskutiert. An diesem Tag trafen wir uns jedoch im Rahmen des Jugendrats des Bistums Chur. Auch da kamen wir zu einem ähnlichen Schluss. Insbesondere kamen wir aber auch zum Punkt, die Jugendlichen mehr in die Kirche miteinzubeziehen. Zum einen sollte der Begriff Gottesdienst sich ändern beziehungsweise erweitert werden. Zum anderen sollten junge Menschen die Möglichkeit bekommen den Gottesdienst mitzugestalten. Zudem wollen wir Jugendliche, dass uns zugehört wird, dass unsere Anliegen auch ernst genommen werden und wir mehr Mitbestimmungsrecht erhalten.

“Ich bin bereit das Bild der Kirche zu ändern”


Beide Tage waren intensiv und wir haben synodal, also gemeinsam, viele Themen bearbeitet und besprochen. An beiden Tagen, besonders beim Jugendrat, erhielten wir ein stärkendes Gefühl durch die ähnlichen Meinungen, welche die einzelnen Personen vertreten und durch den dadurch erzeugten Zusammenhalt. Gespannt und motiviert bin ich auf weitere Diskussionen, Treffen und Entwicklungen. Ich freue mich, zusammen mit dem Jugendrat, vor allem den Jugendlichen, ein Gefäss zum Austausch zu bieten. Somit soll mit dem Jugendrat eine Gemeinschaft der jungen Menschen im Bistum Chur gebildet werden, um dadurch ein riesiges Netzwerk entwickeln zu lassen.

Ich bin bereit das Bild der Kirche zu ändern und die Gemeinschaft, insbesondere für die jungen Menschen, wieder attraktiver zu machen. Denn, wenn wir jetzt nichts ändern, ist es zu spät und die Kirche stirbt aus!


Atheistin vs. Christin

Anna Rosenwasser war zu Gast bei underkath. Carmela Bonomi hat ihr Fragen vom Netzwerk Minis gestellt und mit ihr über Politik und Religion gesprochen. Doch was denkt Carmela über das Gespräch? Wir haben bei ihr nachgefragt. Ein Interview übers Interview.

von Silvan Maximilian Hohl



Was gefällt dir an Anna Rosenwasser?

Ich finde ihren politischen Aktivismus toll. Vor allem gefällt mir, dass sie auf Instagram aktuelle Abstimmungsthemen behandelt und so junge Menschen für demokratische Prozesse sensibilisiert. Ich finde das für eine funktionierende Demokratie sehr wichtig. Anna nutzt ihren Einfluss für den politischen Diskurs und die Akzeptanz aller Menschen in unserer Gesellschaft.

Anna Rosenwasser, politisch engagierte LGBTQ-Expertin und feministische Autorin

Was hat dir an Anna am meisten imponiert?

Ihr politisches Engagement. Sie exponiert sich mit ihren Meinungen und Haltungen sehr. Dadurch wird sie von vielen Menschen geschätzt, aber auch stark kritisiert. Ich persönlich finde das schwierig. Vor allem, wenn jedes Wort, das man sagt, auf die Goldwaage gelegt wird. Ich teile meine Meinung, wenn mich jemand danach fragt, aber so weit aus dem Fenster lehnen würde ich mich nicht.

Für mich macht einen Menschen aus, was er liebt

Anna Rosenwasser


Wart ihr immer gleicher Meinung?

Ja und nein! Wir sind zum Beispiel gleicher Meinung, dass man Menschen nicht kategorisieren kann. Jeder ist ein Individuum und deshalb einzigartig. Ich gebe ihr auch in dem Punkt recht, was sie über Social Media sagt. Beispielsweise findet Anna Instagram ein grossartiges Instrument, um Menschen zu erreichen, die keine herkömmlichen Medien konsumieren. Gleichzeitig weist sie darauf hin, dass die sozialen Medien konzipiert wurden, um gezielter Werbung schalten zu können und um die User:innen deshalb so lang wie möglich an die App zu binden. Sie selber ist z.B. nie länger als 90 Minuten auf Instagram.

Und wo seid ihr nicht gleicher Meinung?

Anna ist Atheistin und ich bin gläubige Christin. Für mich ist Gott der Sinn des Lebens. Ich kann mir ein Leben ohne ihn nicht vorstellen. Anna Rosenwasser jedoch ist überzeugte Atheistin. Da ist natürlich eine spannende Diskussion schon vorprogrammiert.

underkath-Moderatorin und Interviewerin Carmela Bonomi
Bild von Silvan Maximilian Hohl, underkath.ch 2022

Was konntest du aus dem Interview mit Anna Rosenwasser mitnehmen?

Anna Rosenwasser antwortet auf die Frage, was einen Menschen ausmacht mit: Ein Mensch macht das aus, was er liebt. Ich finde das extrem inspirierend. Ich kenne dies von meinem Glauben. Ich meine, die Bibel sagt selbst, dass das höchste Gebot die Liebe ist: Liebe Gott und deine Mitmenschen wie dich selbst. Das sagt ja wohl alles.


Carmela, vielen Dank für das Interview!


Mit einem offenen aber kritisch prüfenden Blick schweift underkath von der alten Tradition bis hin zur modernen Jugend von heute.
Zum Interview von Anna Rosenwasser: youtube.com/watch?v=L9IeJ25jylU

FADE_GRAD aufs Ohr

Der Podcast vom Menschen. Direkt und ohne Kompromiss über Sport, Glaube und das Leben.

Von Co-Host Ines Schaberger



Warum tust du, was du tust? Warum gehst du über deine Grenzen? Warum bist du hier? Und wie bist du geworden, wer du bist?
Das fragen Sam, Gabriel, Lara und Ines abwechselnd ihre Gäste. Und zwar „fadegrad“ – ohne Tabus. Sie sprechen über den Suizid in der Familie, schauen in einem Hospiz vorbei und räumen mit Vorurteilen gegenüber „der heutigen Jugend“ auf.

Dabei lassen sie sich überraschen – und berichten davon im Podcast und auf Instagram (@fadegrad_podcast). In der neuen Podcastfolge erzählt Lorena, warum sie in ein Jugendheim kam, wie es ihr dort erging und wie sie ihr Leben heute lebt.

Alle fadegrad-Podcastfolgen gibt es unter www.fadegrad-podcast.ch und überall da, wo es Podcasts gibt!

wird präsentiert von der katholischen und evangelisch-reformierten Kirche der Kantone St.Gallen und beider Appenzell.


Die neueste Folge mit Louisa könnt ihr euch gleich hier anhören:

time:out Fastenzeit 2022

Sind wir mal ehrlich: Unsere guten Vorsätze fürs neue Jahr sind mittlerweile schon wieder den Buch runter. Es noch einmal zu versuchen lohnt sich aber. Dafür steht uns time:out zur Seite.



Eine Weile etwas wegzulassen, ist befreiend. Es schärft den Fokus und schafft Platz für andere Dinge im Leben. Genau dieses Konzept verfolgt time:out seit bald 40 Jahren. Durch die Auseinandersetzung mit den eigenen Angewohnheiten wird ein bewusster Lebensstil gefördert. Die klassische Fastenzeit (sechs Wochen vor Ostern) ist der ideale Zeitpunkt dafür: Sonntag, 06. März – Samstag, 16. April 2022.

Verbringst du manchmal zu viel Zeit am Bildschirm? Kannst du dich kaum mehr lösen von deiner Lieblingsserie? Denkst du manchmal darüber nach, weniger Alkohol zu trinken? Würdest du gerne mal eine Zeit lang kein Fleisch mehr essen? Öffnet sich deine Lieblings-News-App fast von allein? Nervt dich deine Nikotin-Sucht? Oder musst du immer gleich den ganzen Chips-Sack auf einmal essen? Dann ist es vielleicht Zeit für ein time:out!

Ein time:out hilft dir, Gewohnheiten zu ändern. Mal ehrlich: Schlechte Gewohnheiten haben wir alle. Diese zu verändern, ist schwierig, denn meist sitzen Verhaltensmuster ganz schön tief. Dann braucht es viel Selbstdisziplin und eine gute Strategie, etwas zu bewegen. Aber vor allem brauchen wir einen Veränderungswillen und wir müssen mit der Veränderung beginnen. time:out ist die ideale Gelegenheit dafür.


Jetzt anmelden unter timeoutschweiz.ch/teilnehmen.
Mit time:out kannst du gleich doppelt gewinnen: Unter allen Teilnehmenden verlosen wir attraktive Preise!
Mehr Infos unter timeoutschweiz.ch/preise.



Video und Text von Micha Rippert
Blaues Kreuz Bern-Solothurn-Freiburg

24. Dezember 2021

Der Abschluss unseres Adventsprojektes gebührt der Jugendarbeit selbst.
Denn wer sich in diesem Feld nicht auf langjährige Erfahrung, Unterstützung anderer oder Einarbeitung verlassen kann, hockt im Morast.

Dafür gibt es die Plattform DURCHBLICK.


Die Informationsplattform der Jugendseelsorge Zürich stellt eine Sammlung von Dienstleistungen und anleitenden Dokumenten aller Art zur Verfügung, die den Jugendarbeiter:innen und ihren Chefs die Arbeit erleichtern sollen.

Und so auch dieses Video. Neben fantastischer Kameranavigation und fröhlichem Geklingel finden sich in knapp einer Minute eine Menge an kreativen Spiel- und Projektideen – vielleicht sogar für Heiligabend.



Frohe Weihnachten

wünscht mittendrin.life

23. Dezember 2021

Egal wohin man schaut, die Zukunft liegt beim Nachwuchs. Das evangelische Missionswerk Mission 21, setzt sich auf der halben Welt für nachhaltige Projekte ein und versteht das sehr gut.


Ein Einblick in das Leben von Mission 21. Dank dem Film nicht nur für die Jugendlichen am Zukunftstag, sondern auch für uns. Nun lassen wir aber den Film sprechen – denn diese Jugendlichen haben viel wichtiges zu sagen:


22. Dezember 2021

Schon ist es der Tag nach der Wintersonnenwende und es kommt mit der Zeit wieder mehr Licht in den dunklen Tag. Darum heute für euch die Nachtlichter-Gottesdienste.


Trotz allem haben dieses und letztes Jahr sogenannte Nachtlichter-Gottesdienste – Jugendgottesdienste mit dem Ziel, das Publikum auf die Adventszeit einzustellen – stattgefunden. Wir haben ein “Mashup” aus zwei solchen Gottesdiensten erstellt, dass wir euch hier vorstellen. Und natürlich wird das ganze von einer Jugendband begleitet.


21. Dezember 2021

Auch heute zeigen wir euch etwas Praktisches. Diesmal von underkath “gesponsert” ein Guetzlirezept und wieder von jungen Leuten vorgebacken.


Na, bei der Musik kommt ja gleich Backstimmung auf. Und Mailänderli mit Eierlikör-Glasur? Da verabschiede ich mich doch gleich mal in die Küche. Wir sehen uns dann morgen wieder, bis dann viel Spass beim Backen!

Mist, kein Eiercognac mehr. Vielleicht tun’s auch die rohen Eier mit der Kiwi vom letzten Jahr. Die ist ja auch schon Alkohol…


20. Dezember 2021

Hast du dir schon überlegt, was du an Weihnachten kochen willst? Wenn du noch ein Rezept für Heiligabend suchst, haben wir das perfekte – und trotz seinem Anblick gar nicht so exotische – Rezept für dich.


Gebratener Reis mit Gemüse: eines von vielen Rezepten aus der ganzen Welt, die der jüngere Teil von Mission 21 im Rahmen eines Projektes gesammelt hat. Diese junge Frau von young@mission21 kocht euch das Ganze sogar vor. Weitere Infos und Rezepte findet ihr auf der Webseite!


19. Dezember 2021

Es brennt, es brennt, am vierten Advent, denn Gyri Ungerwäx ist einfach heiss! Die reformierte Jugendarbeit aus Burgdorf holt das Verpasste vom letzten Jahr im Quartier Gyrischachen nach!


Urban Gardening, kochen, basteln, und natürlich spiele! Gyri Ungerwäx hat das Potential der sonnigen, fast coronalosen Frühlingsferien voll ausgenutzt! Und dabei haben sogar die Teilnehmer tatkräftig mitgeholfen.


18. Dezember 2021

Heutiger Gast ist die Pfadi St. Meinrad aus dem eiskalten Einsiedeln! Von jung bis alt sind alle mit dabei – sei es im Wald, im Schnee oder im Geblödel. Und alles dank dem freiwilligen Engagement der Pfadileiter:innen.


Na, die halten sicher zusammen. Sie rennen sogar gemeinsam weg. wovor die wohl solche Angst haben?
Nun aber mal Spass beiseite. Offensichtlich ist die Pfadi ein fantastischer Ort um sich alle möglichen “Skills” anzueignen. Und noch dazu Spass haben, Gemeinschaft erleben, und von anderen Motivierten getragen werden? Was will man mehr als die Pfadi Einsiedeln?


17. Dezember 2021

Heute ein Spielfilm von Hoger TV! Mit witziger Gestik lassen hier ein paar Jugendliche ihrer Kreativität freien Lauf. Und das Ergebnis lässt sich sehen – wenn auch nicht unbedingt hören.


Stumm, aber gar nicht dumm – naja, die Figuren vielleicht schon.
Stumm und stämlich – das passt schon eher. Sich stetig so stämlich zu stellen, das braucht schon äusserst Talent!


16. Dezember 2021

So, schon zwei Drittel bis Heiligabend!

Wir haben heute einen ganz besonderen Gast: underkath, der Youtube-Kanal für junge Erwachsene, die die Welt zum Publikum haben wollen. Mit Themen wie Religion, Kultur, Spiritualität und Politik.


Das heutige Video stammt von eben solchen jungen Filmemachern. Sie führen ein Interview mit dem Leiter der Community der Zürcher Studierenden, des “aki”, der wiederum von den Lichtinstallationen zweier Begabten am aki erzählt.


15. Dezember 2021

Isabelle erklärt euch heute unser Ziel – das gleichzeitig schon lange Realität ist.


Na, hat dich die Animatorin auch schon inspiriert? Zum Handeln angeregt? Du weisst ja, bei wem du dich melden kannst, wenn du eine spannende Idee ins Leben rufen möchtest 😉

Werbevideo 3 mittendrin.life

14. Dezember 2021

Heute präsentieren wir gleich zweimal Cevi:
Vorhang auf für die beiden Cevis aus Dürnten und Frauenfeld!


Was sagen eigentlich die Leiter:innen über den Cevi? Warum sind sie überhaupt dabei? Das Video geht diesen Fragen auf den Grund. Gleichzeitig erkennt zeigt das Bild, dass jede Kirche auch eine Baustelle ist…


Scheint, als seien wieder irgendwelche Unschuldigen den Piratenjägern ins Netz gegangen. Wieder andere werden versteinert. Der Cevi Frauenfeld ist einfach skrupellos! Und sind das Schlangen, die sie da über dem Feuer braten…?


13. Dezember 2021

Heute stellen wir noch einmal Beiträge vom Haus der Religionen vor.

Letztes Mal sind wir über die Entstehung der Welt informiert worden. Diesmal gehen wir einen Schritt weiter uns blicken in die Zukunft, in eine bessere Welt.


Den Anfang macht ein Gott, der als Mensch auf die Welt kommt um die Menschheit vor ihrem selbstverschuldeten Leid zu erlösen. Schon mal so was gehört?


Samurai, Bomben, Gehirnwäsche, und all das für den… Frieden? Na dann, Film ab!


Der Umweltschutz scheint auch im religiösen Kontext ein wichtiges Thema zu sein. Die Technologie bietet hierfür zwar Möglichkeiten, doch die wahre Nachhaltigkeit wird im Video schlussendlich durch den Menschen selbst bestimmt.


12. Dezember 2021

YouReport – das junge Filmteam aus Köniz ist unser Gast für den 3. Advent. Die Jugendlichen und jungen Erwachsenen erstellen auf Freiwilligenbasis Reportagen diverser Anlässe. Hier habt ihr ein Beispiel:


Alle Jahre wieder findet in Niederwangen die Kinderwoche statt. Das berner Filmteam hat von der Woche mit schöner Musik, vielen Interviews und den niedlichsten Ausschnitten mehr als nur berichtet: die Kinderwoche ist digital nacherlebbar.


11. Dezember 2021

Die Jungwacht Windisch im Aargau sind heute unsere Hauptdarsteller! Schön, konnten dieses Jahr wieder erste Lager wie dieses stattfinden. Präsentiert wird euch dieser Rückblick als Dreiteiler – anscheinend gab es ziemlich viel Spannendes zu dokumentieren…


Natürlich ist bei der Jungwacht Windisch alles dabei – Schreinern, Gruppenspiele, Panoramas…


…Pizzaessen, Ballspiele, Regenjacken…


…Brettspiele, Geländespiele und Lagerfeuer!


10. Dezember 2021

Zur Abwechslung haben wir heute für euch einmal wenig Action, dafür aber betont wohltönende Musik mitgebracht. Die Ehre haben wir dank der “Hoger Jugendarbeit” der reformierten Kirchgemeinde Kirchberg, auf YouTube auch als Hoger TV bekannt.


“Happy”, von Pharell Williams wird neu als Bläserständchen vertont. Dabei scheinen nicht nur die Musikantinnen einen Riesenspass zu haben, nein, das Publikum vor Ort hat auch tierisch viel Freude. Einen Frohen Adventsfreitag!


8. Dezember 2021

Heute gleich zweimal Blauring, das ist doch ein Ding!


Einmal aus Bütschwil im Kanton St.Gallen und obendrauf noch einmal aus Altdorf im Urnerland. Und auch dieser Jugendverband fühlt sich in der schweizer Wildnis wie zuhause.


Tanzen, Volleyball, tanzen, ein Kampf um Wasser, tanzen. Dem Blauring Bütschwil fehlt es sicher nicht an Bewegung – und an motivierender Musik offensichtlich auch nicht…


Hier ist die Luzerner Zeitung auf Mission. Vermutlich mit dem Ziel, das Erfolgsgeheimnis des Blauring Altdorf zu lüften.
Das Resultat? Nicht eindeutig, hat aber sicher etwas mit Einfallsreichtum, Engagement und viel, viel Spass zu tun:

https://www.youtube.com/watch?v=GrmmvV8y0W0

7. Dezember 2021

Wir präsentieren: Drei Videos vom Haus der Religionen.

Wer ist der Mensch? Wie ist die Welt entstanden? Zwei Fragen, die die Religion an sich schon seit Jahrtausenden beschäftigt. Zum Glück hat mittendrin.life nun in diesen drei Videos die Antwort auf beide gefunden.


Wir beginnen mit der Entstehung der Welt und bekommen einen Einblick in den Ursprung des Menschen…


…dann ein kurzes Hineinzoomen in die Geschichte der Menschenheit und wie sie sesshaft wurde…


…und zum Schluss wird uns das menschliche Verhalten im Detail erklärt, wobei wir noch eine Lebensweisheit auf den Weg mitgegeben bekommen.


6. Dezember 2021

Heute präsentieren wir die Jungschi Reigoldswil aus dem Baselland. Naturverbunden und kreativ streifen sie fröhlich durch den Wald.


Von Feuer machen über Zelte aufbauen bis hin zu Seilburgen bauen, in dieser reformierten Jungschar ist das volle Waldprogramm angesagt. Vor allem ist es schön anzusehen, wie eifrig die Kleinen hier mithelfen!


5. Dezember 2021

DIE OASE besetzt den Platz für den zweiten Advent! Der Jugendtreff aus der reformierten Kirchgemeinde Allschwil-Schönenbuch feiert offensichtlich grossen Erfolg.


Von Abendmählern über gemeinsame Kochpartien bis hin zu Filmabenden – Wer einen bequemen Abend sucht, ist bei der OSAE bestimmt nie falsch.
Kaum zu übersehen ist in diesem Video, dass es von Jugendlichen produziert worden ist. Ein typisch moderner Schnittstil und eine Stimmung, die aus dem Bildschirm nur so trieft. Einfach “lit”.


4. Dezember 2021

Am vierten Tag präsentieren wir euch zwei Videos von der Pfadi – the kings and queens of outdoor.


Eiegentlich ein Werbefilm, man erkennt aber, dass die Footage authentisch ist. Kaum eine Grupe kommt an die Leichtigkeit heran, mit der die Pfadi Maurena ihre Zelte, Scheiterhäufen und Küchen mitten im Nirgendwo aufstellen.

Werbefilm der Pfadi Maurena

Dies ist das erste Video von drei, welche das Lager der Pfadis Sarnen, Kärpf und Rauti filmisch an unseren Bildschirm bringt. Viel mehr braucht man nicht zu sagen, denn im Video selbst findet sich schon ein tüchtiger Kommentator:

Teil 1 von 3

2. Dezember 2021

Macht hoch das Törchen, es kommt das zweit’!

Als nächstes präsentieren wir euch den Rückblick zum Zeltlager der Ministrantinnen und Ministranten aus Grenchen im Kanton Solothurn!


Ein Zeltlager um diese Zeit!? Ach nein, das ist ja einfach ein Video…
Baden im See, Geländespiele und eine ganze Woche im Zelt schlafen – bei den Minis in Grenchen läuft was!

Lagertrailer der Ministranten Grenchen

1. Dezember 2021

Jetzt geht’s los mit dem Adventsprojekt!

Heute stellen wir euch zwei Cevi-Videos vor: Ein Lagerrückblick kombiniert mit einem vorangehenden Trailer. Organisiert von den Cevis aus Herzogenbuchsee und Steffisburg im Kanton Bern.


Lagertrailer 2018:
Eine Woche lang Spass und Gemeinschaft im warmen Sommer? Wenn die da mal nicht zu viel versprechen…

Lagertrailer der Cevi Herzogenbuchsee & Steffisburg

Es ist eindeutig nicht zu viel versprochen worden!
Ein fantastischer Schnitt mit zeitgemässer Musik: Lagerfeuer, Spiele bis zum Gehtnichtmehr und selbstgemachtes Essen für Jung und Älter – und der neue Nationalheld ist sogar schon am Bahnhof mit dabei. Wer wird da nicht gleich neidisch…

Und dann das wirkliche Lager

Wo sich der Einstieg durchs Fenster lohnt

Egal ob Cappuccino, Suppe, gemeinsames Lernen oder spannende Diskussionen, das «Hirschli» ist das Wohnzimmer der Uni. Und darum passiert da so ziemlich dasselbe wie in einem Wohnzimmer einer Studenten-WG – und noch einiges mehr. Ich wage einen Blick in die «Stube» der Uni.

Bereits der Zutritt zum Studi-Kafi Hirschli ist aussergewöhnlich, passt aber wunderbar in die verwinkelten Gassen rund ums Grossmünster in Zürich. Wer das Hirschli kennt, weiss, dass man durchs Fenster am schnellsten mitten ins Kafi kommt. Ist der Fensterrahmen überwunden, geht es drei Stufen abwärts und ich stehe mitten in einem gemütlichen Raum. Auf der linken Seite lädt eine Sitzecke zum Verweilen ein. An der rustikalen Steinwand dahinter hängen kunstvolle Fotografien, die Szenen des pulsierenden Lebens der Strassen Zürichs zeigen. Gegenüber stehen Tische, an denen gegessen oder eben gelernt und gearbeitet werden kann. Am anderen Ende des Raumes steht eine Theke. Dahinter entdecke ich Linda und Carla an der Kaffeemaschine. Linda Blumer, die Leiterin des Hirschlis, lässt sich gerade von Barista Carla erklären, wie das mit dem perfekten Cappuccino funktioniert. «Ich lasse mich gerade an der Kaffeemaschine ausbilden, damit ich aushelfen kann, wenn viel läuft», erklärt Linda lachend.

Linda und Carla mit einem “perfekten Cappuccino”

Offenes Haus und offene Ohren

Während ich auf meinen Cappuccino warte, der gerade aus der surrenden Kolbenmaschine läuft und den Raum mit einem herrlichen Kaffeegeschmack füllt, erzählt mir Linda vom Hirschli. Das Hirschli gibt es seit 2017. Es wurde initiiert durch die Hochschulseelsorge der reformierten Landeskirche Zürich und wird von ihr getragen. Im Hirschli erhalten Studentinnen und Studenten und kirchliche Mitarbeitende ein feines Essen zu einem fairen Preis. Sie finden aber auch ein offenes Haus und vor allem immer ein offenes Ohr vor, erklärt Linda. Die Hochschulseelsorge gibt es schon lange. Lindas Vorvorgänger hat dann die Hochschularbeit übernommen und wollte sie neu erfinden. Mit viel Kreativität, Mut und Lust auf Anderes wurde das Konzept für das Hirschli erarbeitet. Der Kirchenrat gab überzeugt grünes Licht.


Webseite: www.hirschli.net

Gott begegnet in Vielfalt

Inzwischen ist der Cappuccino fertig und wir sitzen an einem Tisch im Hirschli. Linda, die erst vor kurzem die Leitung des Hirschlis übernommen hat, erzählt mir von ihrer Motivation für die Arbeit im Hirschli. «Ein Bekannter rief mich an und machte mich auf diese Stelle aufmerksam», sagt Linda, die zuvor Studienleiterin an einer theologischen Ausbildungsstätte war. «Noch am Telefon suchte ich online nach dem Inserat.» Nach einer Bedenkfrist übers Wochenende hat sich Linda mit Erfolg beworben. Man spürt ihre Leidenschaft für die Arbeit mit Studierenden und deren oft wegweisenden Lebensphasen. In den Begegnungen, die sie hier mit den Menschen erlebe, begegne ihr Gott in Vielfalt. «Das berührt mich sehr», sagt Linda voller Freude.

Kaffee – das Wasser des Lebens

Alle Studierenden sind willkommen

Während unseres Gesprächs gehen immer wieder Menschen durch die Gasse und schauen neugierig durchs Fenster. Sie scheinen sich zu fragen: «Geht es hier wirklich durch ein Fenster ins Kafi?». Obwohl das Hirschli ein Projekt der Hochschulseelsorge der reformierten Landeskirche ist, sind alle Studierenden der Zürcher Hochschulen, unabhängig ihres Studiengangs, ihrer Weltanschauung, ihrer Persönlichkeit und Überzeugung willkommen. «Wir haben noch nie jemanden rausgeworfen», sagt Linda und lacht. Die Gäste im Hirschli sind durchmischt. Das liegt auch am Personalmanagement. Die Schichten werden von Studierenden unterschiedlicher Studiengänge abgedeckt, die jeweils ihre eigenen Freunde und Bekannte mitbringen.

Das Leben neben der Uni

Linda und das Hirschli-Team freuen sich über jede Begegnung. Man empfange die Menschen und das, was sie mitbringen, mit offenen Armen, erklärt sie. Im Wohnzimmer der Uni soll es Platz haben für alle Menschen und das, was sie neben ihrem Studentenalltag alles ausmacht. Und genau diese Gastfreundschaft erlebe ich am eigenen Leib und mit den eigenen Sinnen. In der gemütlichen Atmosphäre des Hirschlis vergeht die Zeit wie im Flug. Mein Cappuccino ist ausgetrunken bis auf den letzten Tropfen. Ich verabschiede mich, nehme einen letzten Atemzug des wohlriechenden Kaffeedufts und steige die drei Stufen durchs Fenster in die Gasse.

Micha Rippert (25) ist Theologiestudent, Jugendarbeiter und studentischer Mitarbeiter bei theologie-erleben.ch, der Plattform rund um Jugend, Glaube und Kirche.

Video-Workshop in der Oase

Einen Film drehen – was heisst das überhaupt? Wie macht man das? Und warum? Angelina berichtet.

Im Video-Workshop in der Oase haben wir viele interessante Seiten der Filmkunst und des Videodrehs kennengelernt. Die Herren Florian Bitterlin und Pascal Steck haben uns in die Welt des Filmemachens eingeführt und uns darüber erzählt. Wir haben gelernt, welches die wichtigsten Voraussetzungen für den Dreh eines Videos und Filmes sind, was die Aspekte sind, die einen Film beeinflussen, und wir haben auch gelernt, wie man bei einem Videodreh vorgehen muss.

Die Produzentinnen und Produzenten im Workshop – ausnahmsweise bewegt sich das BIld nicht.

Der Workshop hatte zwei Teile, die auf zwei Tage aufgeteilt waren. Im ersten Teil hat uns Florian Bitterlin über seine Erfahrungen als professioneller Filmemacher erzählt und uns einen Einblick auf die Kunst des Filmemachens beschafft. Pascal Steck hat über die verschiedenen «tools» informiert und uns gezeigt, wie man am besten eine Wahl für die geeignete Kameratechnik trifft. Ausserdem wurden wir dazu angeregt uns Gedanken über unser «Warum?» zu machen.

Schlussendlich hat jede/r ein Ziel gefunden, dem man nachgeht um zur eigenen “Perfekten Welt” beitragen zu können.

Wir haben uns gemeinsam überlegt, wie wir zu unserer «Perfekten Welt» beitragen können und warum wir das tun möchten. Das hat zu schönen und tiefen Diskussionen geführt und schlussendlich hat jede/r ein Ziel gefunden, dem man nachgeht um zur eigenen “Perfekten Welt” beitragen zu können. Im zweiten Teil des Workshops durften wir uns überlegen, was wir in einem Video vermitteln wollten und vor allem warum wir das machen wollten. Florian und Pascal haben uns dann gemeinsam beim Videodreh unterstützt und es wurden tolle Videos produziert, unter anderem ein Horrorfilm-Trailer sowie Werbung für das easypray und die Oase.

Ich habe in diesen zwei Tagen viel gelernt und einiges mitnehmen können. Darunter auch ein «Warum?» welches meine Zukunft prägen wird. Dieser Workshop hat mir sehr Spass gemacht und es war eine perfekte Gelegenheit, mehr über die Filmkunst zu lernen.

Ich danke Florian Bitterlin und Pascal Steck für den lernhaften und amüsanten Workshop.

Angelina, KERNTEAM OASE

Ökumenisches Jugendlager 2021

Ein ökumenisches Lager für Jugendliche und junge Erwachsene. Von der Idee bis zum Programm – und dem Anmeldeformular.

Ein Lager für 16 – 21-Jährige, zum Beispiel nach der Firmung oder Konfirmation – „das wärs!“, sagten sich die drei jungen Baselbieterinnen Norma, Rachele und Dominique am Nachtlichtergottesdienst. Denn es gibt kaum Angebote in der kirchlichen Jugendarbeit für diese Altersklasse. Dies wollen die kirchlichen Jugendfachstellen der Region Basel nun ändern: Das Lager für Jugendliche und junge Erwachsene im Alter von 16 – 21 Jahren findet vom 24. – 26. September 2021 in Valbella (GR) statt. Dabei sein dürfen alle – egal von welcher Konfession. Ziel ist es; die Gemeinschaft zu fördern, Erlebnisse zu teilen und eine tolle Zeit zu haben.

Norma, Rachele und Dominique haben sich bereits fünf Mal mit Philip und Isabelle der Fachstelle Jugend BL getroffen. Gemeinsam wurde geplant, diskutiert, wieder verworfen, gegoogelt und gelacht. Das erste Treffen musste aufgrund der Pandemie online durchgeführt werden, doch auch das war kein Hindernis für die drei motivierten jungen Frauen.

Bereits nach dem ersten Treffen wurden einige mögliche Gruppenhäuser gesucht, und kurz darauf entschied man sich gemeinsam für Valbella. So läuft das Prinzip bei der Gruppe; wichtige Entscheidungen werden stets gemeinsam getroffen. Auch die Rekognoszierung des Lagerhauses wurde gemeinsam gemacht und förderte dabei wichtige gruppendynamische Prozesse.

Sofort wurde ein Lager-Grobprogramm erstellt. Danach wurden die Blöcke aufgeteilt und im Detail niedergeschrieben. An den Sitzungen werden jeweils Ideen ausgetauscht und diskutiert. Langsam aber sicher nimmt das Lager Form an!

24. – 26. September

16 – 21 Jahre

egal welche Konfession

Die Hoffnung auf schönes und warmes Herbstwetter ist noch nicht aufgegeben: Geplant ist ein tolles Programm mit Rodeln auf der längsten Rodelbahn der Schweiz, Baden im Heidsee, Geländespiel und Spielturnier! Falls Petrus doch nicht ganz einverstanden sein sollte mit dem schönen Wetter, gibt es natürlich auch ein abwechslungsreiches Alternativprogramm mit einem Tagesausflug ins Erlebnisbad Chur, spannenden Spielen im Haus und Garten und Filmabend.

Alle beteiligten freuen sich bereits riesig auf das Lager! Du auch? Dann melde dich an!

Wir freuen uns auf Dich!

Norma, Rachele und Dominique

Link zum Anmeldeformular und weitere Infos

Rohkost mit Rohweder: Ein Blick in die Zukunft

Kolumne

“Alarmstufe Rot! Ende der Christenheit schon 2300! Gott bewahre!”
Ja, wir alle haben sie schon gesehen: eine Statistik in Form einer pechschwarzen Linie, sie steigt und steigt scheinbar ohne Ende, betitelt ist sie mit einem reisserischen Spruch wie dem obigen. Himmel hilf!
Manchen scheint die Tatsache, dass sich die Kirchenaustritte mehren, wohl ein grosses beängstigendes Problem, das so bald wie möglich zu beheben ist. Was aber, wenn dieses Unvermeidliche auch eine riesige Chance ist? Ein Blick auf Realität und Zukunft der schweizer Kirche.

Dass die Kirche sich zurzeit im Mittelpunkt vieler kontroverser Themen wiederfindet, dürfte wohl für die Wenigsten etwas Neues sein. Missbrauch, Frauenpriestertum, Zölibat und die Segnung Homosexueller Paare, nur um mal die momentan wichtigsten Themen der schweizer Katholikinnen und Katholiken zu benennen. Ja, bei all diesen Angelegenheiten und den zugehörigen Reaktionen seitens der kirchlichen Obrigkeit scheint es nur angebracht, dass man sich von der Kirche distanzieren möchte. Hinzu kommt noch, dass nun viele, die schon lange nicht mehr kirchlich sozialisiert sind, den Entscheid treffen, rechtlich aus ihr auszutreten. Man wendet sich von der Kirche ab. Die Selbstverständlichkeit, mit der die Kirche in der Öffentlichkeit steht, ist daraufhin längst geschwunden. Dennoch tun dies offensichtlich bei weitem lange nicht alle; sonst würdest du diesen Artikel nicht lesen.

Aber was heisst es denn jetzt, wenn sich ein Teil der Bevölkerung von der Kirche verabschiedet, während ein anderer sich noch immer mit Herz und Verstand in ihr engagiert? Heisst es denn nicht, dass der erste Teil endgültig für sich erkennt, dass die Kirche nicht Teil seiner Zukunft sein kann? Dass sie nicht in seine Welt hineinpasst? Damit kann ich mich überraschend gut identifizieren. Ich würde in meiner Zukunft auch nicht in der Kirche von heute leben wollen. Ich würde mich für meine Zugehörigkeit schämen. Zum Glück ist Kirche nicht gleich Kirche, denn sie hat viele Seiten, und zum Glück ist die Kirche von heute die Kirche von heute, und die Kirche von morgen ist eine andere. Dafür sorgen schweizweit zehntausende oder sogar mehr, die sich für ihre Kirche einsetzen, die ihre Fehler und Mängel aufarbeiten und sie zu etwas besserem machen. Sie machen die Kirche aktiv zu einem Teil ihrer Zukunft. Sie formen sie, damit sie in ihre Zukunft passt.

Schlussendlich findet sich die Kirche in einer neuen Balance. Die künstliche Inflation der Mitgliedszahlen, die in der Geschichte ihren Ursprung findet, schwindet, und die heisse Luft verpufft. Hoffen wir, es finden sich in der Kirche auf einmal genau jene, die tatsächlich an ihr teilhaben wollen, die in ihr arbeiten, die an ihr arbeiten. Hoffen wir es, ja, arbeiten wir darauf hin, denn in der Zukunft – sei es in den nächsten zehn, fünfzig oder hundert Jahren – wird sich die Kirche nur noch durch die Übriggebliebenen (welche auch immer) definieren, und sie werden durch ihre Arbeit die Kirche definieren. Die Kirche wird sich selbst neu definieren. Vielleicht wird sie dann auch für die Allgemeinheit akzeptabel sein.

Plötzlich ist dann die Kirche nicht mehr «katholisch» im ursprünglichen Sinne, also universal, sondern nur noch ein viel kleinerer Teil der Gesellschaft, eine Religionsgemeinschaft neben vielen anderen. Vorbei sind die Tage, als sie das Öffentliche Leben diktierte, jetzt muss sie sich anpassen, damit sie von der Öffentlichkeit akzeptiert wird. Was aber ist die Kirche, wenn sie nicht mehr universal ist? Wofür steht sie? Wo fängt sie an, wo hört sie auf? Ist sie politisch? Ist sie säkular? Wer ist die Kirche? Das sind Fragen, auf die die Kirche in Zukunft neue Antworten finden muss. Die Kirche, allerdings, ist weder bloss ein Gebäude oder eine organistatorische Struktur noch lediglich ein Kollektiv von Pfarreien und Kirchgemeinden. Mehr als all dies fängt sie als Ausdruck des christlichen Glaubens bereits beim Individuum an. Das Individuum trägt die Kirche, es trägt die Kirche in sich, es formt sie, es macht sie aus, es tritt aus ihr aus. Nun muss das Individuum für sich selbst eine Antwort finden. Auch ich und du.

»Ich glaube an das Pferd.
Das Automobil ist nur eine vorübergehende Erscheinung.«


Kaiser Wilhelm II.
letzter Deutscher Kaiser

Darum will ich nun die Antwort präsentieren, die ich für mich gefunden habe:
Wir, die wir im Hier und Jetzt leben, wir müssen für uns selber denken und unsere Ideen selber umsetzen. Das heisst auch mal, sich gegen eine kirchliche Obrigkeit wehren, verstaubte Ideen in den Müll werfen, oder nachgeben. Aber das tun wir nicht nur für uns selbst oder füreinander, sondern auch für die nach uns. Wenn wir wollen, dass die Kirche in irgendeiner Form fortbesteht – und das will ich – dann müssen wir uns um unseren Nachwuchs kümmern. Wir müssen uns für ihn einsetzen, für seine Anliegen kämpfen, ja zuallererst einen Platz für ihn schaffen. Noch lange nicht sind die Möglichkeiten ausgeschöpft, die jungen Leute willkommen zu heissen, ihre Ideen einzubinden und die Kirche für sie spannend zu machen. Wie genau das geschehen soll, will ich hier nicht ansprechen, ich bin nun einmal weder Pädagoge noch Jugendarbeiter. Kaffeekränzchen, an denen exklusiv Menschen «im besten Alter» teilnehmen, gehören jedenfalls nicht dazu.
Warum aber sind die jungen Menschen überhaupt relevant für die Kirche? Eine scheinbar überflüssige Frage, dennoch ist es Wert, sich die Antwort in Erinnerung zu rufen:

Die jungen Menschen sind die Kirche der Zukunft.

Lassen wir sie ein – bevor sie austreten.

Flurin Rohweder, Redaktionsleitung

Andererseits – der Podcast

Im neuen Podcast “Andererseits”, produziert von theologie-erleben.ch, geht Theologiestudentin Lisa den beliebtesten Vorurteilen gegen Kirche und Christentum auf den Grund. Jetzt reinhören auf Spotify und überall, wo es Podcasts gibt!

Der Podcast Andererseits von Lisa de Andrade moderiert.

«Wunder lassen sich wissenschaftlich erklären.» «Die Bibel ist gegen Sex.» «Vor Kolumbus glaubte die Kirche, die Erde sei eine Scheibe.» Steckt ein Fünkchen Wahrheit hinter solchen Aussagen oder handelt es sich um reine Vorurteile?

Im Podcast «Andererseits», produziert von theologie-erleben.ch, geht Theologiestudentin Lisa de Andrade aus Solothurn den beliebtesten Klischees über Kirche und Christentum auf den Grund. In unterhaltsamen Gesprächen fordert sie Theologinnen und Theologen der Uni Basel, Bern und Zürich heraus und will von ihnen wissen, was Sache ist!

Der Podcast ist eine Ergänzung zum Kartenset «Andererseits», das kostenlos auf theologie-erleben.ch erhältlich ist. Er richtet sich an Studierende, Jugendarbeiter*innen, Pfarrer*innen, Lehrpersonen und theologisch interessierte Erwachsene. Sie erhalten im Podcast in 15-20 Minuten Impulse, Hintergrundinfos und den aktuellen Stand der Forschung zu typischen Klischees und Fragen rund um das Christentum.

Ein Beispiel …

Podcasts und weitere Infos: theologie-erleben.ch/podcast

Aufwärts stolpern

Anna Näf (26) ist Pfarrerin in Ausbildung. Gemeinsam mit einem Schaffhauser Pfarrkollegen hat sie den Podcast «Aufwärts stolpern» lanciert, der danach fragt, wie aus Kirchgemeinden Beziehungsnetzwerke entstehen.

Anna Näf (26) moderiert den Podcast «Aufwärts stolpern»

Du befindest dich im einjährigen Lernvikariat, der Ausbildung zur reformierten Pfarrerin. Wie bist du auf die Idee gekommen und findest die Zeit, daneben noch ein Podcast-Projekt zu lancieren?

Meine Ausbildungsgemeinde in Unterentfelden lässt mir zum Glück genug Freiraum, um Dinge auszuprobieren! Die Idee für den Podcast kam allerdings vom Pfarrer der Gemeinde, in der ich vorher als Jugendarbeiterin tätig war. Wir haben uns dort regelmässig mit anderen Kirchenleuten der Region getroffen, um neue Bücher und Ansätze zum Thema Gemeindebau zu diskutieren. In der Coronakrise entstand dann die Idee, diese Diskussionen in einem Podcast weiterzuführen.

Podcasts rund um Kirche und Glauben sind im Trend, was zeichnet euren aus?

In der Schweiz gibt es, im Gegensatz zu den USA, kaum kirchliche Podcasts rund um das Thema Leadership. Es wird viel über Strukturen und neue Formen gesprochen, aber für die konkrete Arbeit im Pfarramt braucht es auch Impulse auf kirchgemeindlicher Ebene. Wir verfolgen den Mittelweg zwischen «rein theoretisch» und «ganz praktisch»: Wie gelingt es uns als Kirchgemeinden, eine Vision zu entwickeln und eine Kultur zu fördern, die tragfähige Beziehungen und persönliches Wachstum ermöglichen?

In der Schweiz gibt es, im Gegensatz zu den USA, kaum kirchliche Podcasts rund um das Thema Leadership.

Anna Näf

Ihr habt euch die Jugendarbeit als erstes grosses Thema vorgeknüpft. Ist das euer besonderes Anliegen?

Es ist unser gemeinsames Steckenpferd und der Bereich, in dem wir gemeinsam Erfahrungen gesammelt haben. Ausserdem sind wir überzeugt, dass Jugendarbeit ein Kerngeschäft der kirchlichen Arbeit sein sollte. In der Jugendarbeit liegt Innovationskraft, hier steckt Energie drin.

Was ist die wichtigste Botschaft eures Podcasts?

Mutig ausprobieren und die Hoffnung haben, dass Gott durch die lokale Kirchgemeinde Menschen bewegt!

Aufnahmen für den Podcast «Aufwärts stolpern»

Gibt es allgemeingültige Rezepte? Kann jede Kirchgemeinde lernen, gute Jugendarbeit zu machen?

Wir versuchen nicht, ein bestimmtes Konzept zu propagieren, das jede Kirchgemeinde implementieren kann. Vielmehr fragen wir nach übergeordneten Themen und Prinzipien. Welche Kultur leben wir, welche Fragen stellen wir, welche Vision treibt uns an? Hier bin ich überzeugt, dass es wertvolle Erkenntnisse gibt, die sich übertragen lassen. Wir liefern zwar Beispiele dafür, in welchen Massnahmen und Projekten die gelebte Kultur zum Ausdruck kommen kann. Aber diese können und sollen je nach Kirchgemeinde ganz unterschiedlich sein.

Braucht es ein bestimmtes theologisches Profil, um junge Erwachsene bei der Stange zu halten?

Das frage ich mich selbst auch. Als hilfreich erlebe ich es, wenn junge Menschen herausgefordert werden, eine persönliche Entscheidung zu treffen: Will ich mit dieser Gemeinschaft unterwegs sein, mich auf den Weg mit Gott einlassen? Das kann etwas auslösen und zu einer engeren Bindung führen. Zudem scheint mir der Glaube als Thema – unabhängig von der theologischen «Färbung» – wichtig zu sein. Wenn etwa Glaubensfragen fast keinen Raum einnehmen, sondern das soziale Engagement ganz im Fokus steht, ist die Konkurrenz beträchtlich. Es gibt unzählige Vereine und Gruppierungen, bei denen sich junge Menschen sozial engagieren können – und die oft ein höheres Ansehen geniessen als die Kirche. Wieso sollte sich jemand ausgerechnet bei der Kirche einbringen, wenn der Glaube keine Rolle spielt?

Was hat dich denn als Jugendliche für die Kirche gewonnen – so dass du dich sogar für das Theologiestudium entschieden hast?

Die reformierte Kirche war es nicht. Dort bin ich zwar aufgewachsen, aber erst als ich als Teenagerin für mich lebensnahere Formen von Christentum kennengelernt habe, habe ich Feuer gefangen. Entscheidend war die Gemeinschaft – zu merken, dass da Menschen sind, die in mich investieren und mir etwas zutrauen, auch wenn ich Fehler mache. Beim Theologiestudium ging es am Anfang nicht um den Pfarrberuf, sondern um die Freude an der Auseinandersetzung. Ich wollte den grossen Fragen des Lebens nachgehen, mehr nachdenken über das, was ich glaube.

Wir sehen, wie sich die Stellung der Kirche in der Gesellschaft verändert. Die Strukturen, das Parochialsystem, die Finanzierung werden sich wandeln müssen.

Anna Näf

Nun hast du dich aber doch als Pfarrerin für die reformierte Kirche gewinnen lassen. Was hat dich überzeugt?

Inzwischen schätze ich die Vielfalt der reformierten Landeskirche sehr; dass so unterschiedliche Leute mit unterschiedlichen theologischen Positionen zusammen unterwegs sind und gemeinsam danach fragen, was uns im Leben Halt gibt. Früher dachte ich, die Landeskirche müsste werden wie die Freikirchen. Heute sehe ich, wie wertvoll es ist, dass sich ihr auch Menschen zugehörig fühlen, die nicht regelmässig in die Kirche gehen. Dass die Kirche für diese Menschen da sein kann an den Übergängen des Lebens. Ich hoffe, sie kann auch in Zukunft diese Verbundenheit mit der Gesellschaft bewahren.

Hast du Zweifel daran?

Ja, für mich ist das sehr offen. Wir sehen, wie sich die Stellung der Kirche in der Gesellschaft verändert. Die Strukturen, das Parochialsystem, die Finanzierung werden sich wandeln müssen. Aber während es mir manchmal schwerfällt, für die Landeskirche als Institution eine Hoffnungsperspektive zu haben, ermutigt mich die Gemeindearbeit vor Ort. Da ist so vieles möglich. Ich möchte dazu beitragen, dass wir die Nähe zur Gesellschaft wahren und unseren Auftrag darin wahrnehmen können.

Nützt dir das, was du im Theologiestudium gelernt hast, für dieses Anliegen?

(Lacht.) Da bin ich hin und her gerissen. Mir hat es persönlich sehr viel gebracht, mich meinen Fragen so intensiv widmen zu können. Daran bin ich persönlich gewachsen, und das ist eine gute Grundlage. Aber für das «daily business» als Pfarrerin brauche ich Dinge, die zu kurz gekommen sind – etwa Leadership oder Gesprächsführung. Trotzdem: die solide theologische Ausbildung finde ich wichtig für den Pfarrberuf. Sie hat mein Denken geprägt.

———

«Aufwärts stolpern» ist der Podcast für die Kirchgemeinde mit Ambitionen. Anna Näf und Lukas P. Huber diskutieren darin Ideen und Prinzipien des Gemeindebaus. Angesprochen sind in erster Linie Verantwortungsträger*innen von Evangelisch-reformierten Kirchgemeinden der Schweiz. «Aufwärts stolpern» wird unterstützt vom Landeskirchen-Forum und von reformiertbewegt.

https://aufwaerts-stolpern.podigee.io/

Gather hilft aus, wenn gathering pandemiebedingt unmöglich wird

Networking im virtuellen Coffeehouse, interkultureller Austausch im digitalen Park oder eine interaktive Ausstellung zum Thema Happiness besuchen: Die digitale Kommunikationsplattform Gather macht’s möglich! So konnten sich über 100 junge Erwachsene aus 4 Kontinenten zum diesjährigen Youth Summit 2021 treffen.

Von Lars Rohr

Seit Ausbruch der COVID 19-Pandemie ist das Bedürfnis nach virtuellen Kommunikationsmöglichkeiten sprunghaft angestiegen; innovative Ideen – nebst den gängigen Zoom oder Teams Calls – sind gefragt. Die Videokonferenz-Software Gather hat zum Ziel, ihren User*innen ein virtuelles Treffen so real wie möglich zu machen. Gather stellt ein virtuelles Gelände zur Verfügung, das je nach Bedarf, Geschmack und Anlass entsprechend gestaltet und eingerichtet werden kann. Die Teilnehmer*innen der Videokonferenz bewegen sich in Form eines Avatars auf der digitalen Karte fort. Kommen sich die Avatare einzelner Personen näher, aktivieren sich Mikrofon und Kamera: Eine digitale Face-to-Face Interaktion wird möglich.

Anlässlich des Youth Summit 2021 haben einige Schweizer Jugendbotschafter*innen ein virtuelles Meeting-Gelände gestaltet. Die Teilnehmer*innen des Youth Summit wurden in einem digitalen Eingangsbereich empfangen und konnten sich an einem Infodesk genauer über den Event informieren. Die Ankunftshalle bot Sitzgelegenheiten für die Avatare, was einen ersten Austausch unter den Teilnehmer*innen ermöglichte. Wer gerne etwas frische Luft schnappen wollte, konnte dies im lieblich gestalteten Garten tun.

Dieser bot zudem Raum für Seelsorgegespräche. Gespräche in Spanisch, Deutsch, Englisch und Französisch waren möglich. In einer separaten Kaffee- und Teestube konnte man sich zum virtuellen Getränk treffen. Auch für Unterhaltung war gesorgt: Im Games-Room fanden Spiele statt und auf dem La Festival Gelände war eine Livebühne mit Dance Floor für die digitale Afterparty aufgebaut. Schliesslich wurde man bei der Ausstellung zum Thema Happiness und Wellbeing zum Reflektieren, Diskutieren und Interagieren angeregt.

Dank Gather konnte der Youth Summit 2021 persönlicher, abwechslungsreicher und «realer» gestaltet werden. So konnte man beispielsweise mit bestimmten Tastenkombinationen den eigenen Avatar tanzen lassen oder auch seine Gefühle durch Emojis ausdrücken. Dadurch waren Austausche, das Networking und die Gespräche angenehmer und kurzweiliger. Nichtsdestotrotz bleibt eine gewisse Sehnsucht bestehen. Bei einem Treffen, bei dem kultur- und nationenübergreifende Themen diskutiert werden, spielt der physische Kontakt zum Gegenüber eine grosse Rolle. Dank Gather blieben jedoch nicht alle Vorzüge dieses physischen Kontaktes aus.

Auf der Flucht

Seit mehr als 15 Jahren lebt Lata* in Hong-Kong. Als dreijähriges Mädchen ist sie mit ihren Eltern aus Sri Lanka geflüchtet. Bis heute hat sie keinen akzeptierten Flüchtlingsstatus. Damit ist sie in Hong-Kong nicht alleine.

Von Fabio Greiner

In den vergangenen 10 Jahren hat die Regierung in Hong-Kong 30.000 Asylanträge erhalten.

Ihre Geschichte habe ich in einem Workshop am International Youth Summit kennen gelernt. Beinahe 100 Teilnehmende aus 30 Ländern trafen sich in einem eindrucksvollen Onlinegewimmel auf der Plattform Gathertown. Im Workshop über die Erfahrung von Geflüchteten in Hong-Kong erzählte uns Jeffrey Andrews, ein Sozialarbeiter von der NGO Christian Action, von ihren Projekten unter Menschen mit Fluchthintergrund. Neben Lata trafen wir auch Sarah* aus Ruanda.

In den vergangenen 10 Jahren hat die Regierung in Hong-Kong 30.000 Asylanträge erhalten. Obwohl die Bearbeitungszeit von 25 auf 10 Wochen verringert werden konnte, bleiben viele Geflüchtete wegen Einsprüchen oder anderen Gründen für Jahre ohne Entscheid. Die Gründe, welche die Geflüchteten nach Hong-Kong bringen, sind vielfältig. Nicht immer hatten die Menschen Hong-Kong als eigentliches Ziel, manche mussten hier schlicht ihren Weg aufgrund fehlender Dokumente abbrechen.

Mit ihrem Zentrum, in dem Geflüchtete Soforthilfe, Unterstützungsangebote und Trainings finden, füllt Christian Action eine wichtige Lücke im sozialen Netz in

Hong-Kong. Darüber hinaus setzt sich die Organisation als Stimme der Geflüchteten ein und schafft damit Verständnis und Akzeptanz unter der lokalen Bevölkerung.

Der Workshop mit Teilnehmenden aus drei verschiedenen Kontinenten gab mir einen neuen Blick für die globalen Dimensionen von Fluchtbewegungen. In der Schweiz habe ich immer wieder Begegnungen mit Geflüchteten und die politische Debatte ist unüberhörbar. Jetzt stelle ich fest, wie sich mein Blick dabei auf die Herkunftsländer und die Situation hier bei uns in Europa fokussiert. Dass auf der ganzen Welt Geflüchtete auch an ihren neuen Aufenthaltsorten immer noch vielen Herausforderungen gegenüberstehen, vergesse ich dabei schnell. Angesichts dieser schieren Ausmasse von Fluchtbewegungen bekomme ich manchmal das Gefühl der Aussichtslosigkeit. Aber irgendwie ermutigt es mich dann, zu sehen, wie Mission 21 verschiedenste Organisationen in ihren Anliegen verbindet und so ein globales Netz gegenseitiger Unterstützung schafft. Wenn Menschen auf der ganzen Welt zusammenstehen und sich für das Wohl anderer einsetzen, dann macht mir das Hoffnung.

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*Namen geändert


Mehr über die Arbeit von Christian Action mit Geflüchteten: https://www.christian-action.org.hk/en/hong-kong/humanitarian-social-services/refugees

«Wo ein Wille ist, ist ein Weg»

Der von bildungkirche.ch organisierte Impulstag „Klima – Jugend – Zukunft“, der am 7. Juni in der von der Klimastreikbewegung umgenutzten Kirche Wipkingen stattfand, brachte junge Klimaaktivist*innen ins Gespräch mit Kirchenleuten. Gemeinsam wurde ausgelotet, was die Kirche beitragen kann, um notwendige Veränderungen in Politik und Gesellschaft zu bewirken.

Sara Stöcklin, theologie-erleben.ch

Klimastreikbewegung in der umgenutzten Kirche Wipkingen.

Mit einem persönlichen Erlebnis veranschaulicht Klimaaktivistin Annik, wie sie das Engagement der Kirche erlebt: Sie sei von einer Kirchgemeinde angefragt worden, im Rahmen eines Themen-Gottesdienstes einen Input zur Klimakrise zu halten. Als sie ihr Bedauern ausdrückte, dass es terminlich nicht passte, lautete die Antwort: «Jetzt musst du halt ein Jahr warten, bis wieder Schöpfungstage sind und wir dich erneut einladen können.» Annik erzählt die Anekdote lachend, aber die Kritik dahinter ist deutlich: Für die Kirche ist die Bewahrung der Schöpfung ein Thema, aber ein Thema unter vielen. Die Teilnehmenden mit kirchlichem Hintergrund stimmen ihr zu. So stellt Matthias Bachmann von der Abteilung Kirchenentwicklung in Zürich fest: Seit den achtziger Jahren haben sich in der Kirche immer Stimmen erhoben, die für das Anliegen der Nachhaltigkeit eintraten. Aber das Anliegen wurde nie zum «Mainstream».

Der Austausch im Plenum und in den Gesprächsgruppen zeigt etwas für manche Kirchenleute Überraschendes: die Klimaaktivist*innen nehmen die Landeskirchen als gesellschaftlichen Player mit Relevanz und Einfluss wahr. Die meisten von ihnen haben keinen Bezug dazu und brauchen sie nicht, aber, wie Aktivistin Fanny formuliert: «Wenn sie schon mal da sind, sollen sie ihre Verantwortung wahrnehmen und ihre Möglichkeiten nutzen.» Vor allem sollen sie, so sind sich die Aktivist*innen einig, nicht aus Angst vor Mitgliederverlust die politische Einmischung scheuen, wenn es darum geht, für die eigenen Werte und Überzeugungen einzustehen: «Nichts sagen ist auch ein Statement, damit unterstützt man den Status quo.»

Der Austausch im Plenum und in den Gesprächsgruppen zeigt etwas für manche Kirchenleute überraschendes.

Ebenfalls überraschend ist für manche der Teilnehmenden die ganzheitliche und realistische Perspektive die Klimaaktivist*innen. Sie sind sich der Zusammenhänge von Wirtschaft, Industrie, Technik, Politik und Gesellschaft schmerzlich bewusst und setzen sich nicht nur für Nachhaltigkeit, sondern für globale Gerechtigkeit ein. Und sie verdrehen gelegentlich die Augen, wenn «einmal mehr» nur Massnahmen auf individueller Ebene in den Blick kommen – wie der persönliche Flug- oder Fleischverzicht –, die zwar unverzichtbar sind, aber niemals genügen, um den Klimawandel aufzuhalten. Die Veränderung muss aus ihrer Sicht grundlegend und systemisch sein, Wirtschaft und Gesellschaft völlig neu gedacht werden.

Um dennoch konkret zu werden und im Kleinen Grosses zu bewirken, diskutieren die rund zwanzig Teilnehmenden im Schlussteil des Anlasses Ideen und Projekte für Kirchgemeinden und kirchliche Institutionen. Einige werden heute schon umgesetzt, andere würden sich die Klimaaktivist*innen wünschen: dass Kirchen ihre Räume zur Verfügung stellen, ihre Mitglieder mobilisieren, Anlässe klimaneutral organisieren, Energie sparen, sich zertifizieren lassen, Weiterbildungen machen und Kochkurse anbieten. Das Pfarrer*innen in Care Teams an Klimademos mitarbeiten oder sich im Talar vor die Kohlebagger werfen. Sowohl Klimaaktivist*innen als auch Kirchenleute stellen fest: Wo ein Wille ist, ist ein Weg.

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Noch mehr zum Thema erfahren? Hier gibt’s die passenden Links dazu:

www.klimastreikzh.ch/

https://christianclimateaction.ch/StrikeForFuture

futurs proches | Nouvelles d’un futur désirable

Rob Hopkins – Imagination taking power

Glück rund um den Globus

Junge Erwachsene aus aller Welt tauschten sich in der Ausstellung zum Thema «Happiness» am Youth Summit 2021 darüber aus, was sie glücklich macht.

Von Lina Mayer

Der Youth Summit bringt junge Erwachsene ins Gespräch über globale Themen

Der Youth Summit 2021 fand unter dem Thema «Wohlbefinden» (mentale und physische Gesundheit) statt. Dazu haben Mitglieder des Jugendbotschaftsprogramms von Mission 21 eine Ausstellung zusammengestellt, die sich mit dem Thema «Happiness» befasst. 

Verschiedene Posten wurden zu dem Thema entwickelt. Infotafeln zu «Happiness» in der Corona- Krise und zum dritten UN-Entwicklungsziel «Ein gesundes Leben sicherstellen und das Wohlergehen aller Menschen in allen Altersgruppen fördern» gaben Anregungen zum Nachdenken.

Zudem gab es interaktive Pinnwände und Whiteboards, auf denen sich die Teilnehmer*innen zu verschiedensten Fragen äussern konnten. Z.B. «Wie entspannst du dich?» oder «Was bedeutet Happiness für dich?»  So entstanden Ideen- und Meinungssammlungen von Menschen aus aller Welt.

Obwohl die Teilnehmer*innen aus der ganzen Welt waren, konnten sich alle mit den Themen auseinandersetzen und darüber diskutieren. Dies zeigt, dass für Menschen aus unterschiedlichen Kontexten und mit verschiedensten Ansichten «Happiness» ein Teil ihres Lebens ist und für sie eine grosse Bedeutung hat. Und was macht dich glücklich?

Über allen physischen Grenzen: 30 Länder treffen sich “virtuell”

Am 5. Juni 2021 treffen sich fast 100 junge Erwachsene aus 30 verschiedenen Ländern und tauschen sich zu psychischem, seelischem und körperlichem Wohlbefinden aus. Sei auch du mit dabei und sprich unter dem Slogan „Yes, we care!“ über unsere Gesundheit!

Von Aron Murati

Da ein physisches Treffen während dieser sonderbaren Lage leider nicht möglich ist, haben die Jugendbotschafter*innen Flois, Lina, Jonas, Nerea und Aron des Jugendbotschafts-Programms von young@mission21 einen virtuellen Treffpunkt eingerichtet. Dieser Treffpunkt heisst Gather-Town, eine virtuelle Welt, in der man sich mit dem Handy oder dem PC frei herumbewegen kann. In Gather-Town kann man sich per Video mit anderen unterhalten oder an den verschiedenen Workshops teilnehmen, die geplant sind.

Die Workshops decken eine grosse Bandbreite ab und reichen von einem Bewegungsworkshop („Move, Play and Dance“) und Trauma Arbeit mit Jugendlichen in Kamerun über einen Erfahrungsaustausch mit Geflüchteten in Hong Kong und einer Diskussion zur sexuellen und reproduktiven Gesundheit

bis hin zu einem Workshop, der sich mit Selbstfürsorge als politische Praxis und nachhaltigem Aktivismus beschäftigt.

Da diese virtuelle Welt fast auf jedem mobilen Gerät oder PC funktioniert, dazu noch einfach zu bedienen ist, ist sie ideal, für so ein umfangreiches Treffen. Dazu macht es noch sehr viel Spass, sich im Raum umher zu bewegen und mit verschiedenen Personen oder Gruppen auszutauschen und Spiele zu spielen.

Zum Abschluss wird es nach den Workshops noch eine kleine After-Party geben. Das Jugendbotschafts-Team und die Organisatoren freuen sich sehr, Teilnehmer*innen aus aller Welt begrüssen zu können. Finde mehr Infos hier oder auf Instagram unter youngatmission21.

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Der Youth Summit bringt junge Erwachsene ins Gespräch über globale Themen. Mehr Infos findest Du hier: https://www.mission-21.org/was-wir-tun/veranstaltungen/detail/youth-summit-2021

«Ich googelte nach dem Pfarrer»

Markus Bürki ist reformierter Jugendarbeiter in Allschwil und will mit einem Buch und Podcast die Jugend zum Diskutieren bringen. Bei ihm selbst weckte eine Lebenskrise das Interesse an Theologie und Spiritualität.

Markus Bürki ist reformierter Jugendarbeiter und Autor

Du bist ursprünglich Lehrer. Wie kommt es, dass du Jugendarbeiter in einer reformierten Kirche geworden bist?

Mein Lebenslauf zeigt, dass ich meine privaten Interessen gerne zum Beruf mache. Als ich die Themen Umwelt und Nachhaltigkeit entdeckte, fing ich bei Greenepeace an zu arbeiten. Als Theologie und Spiritualität für mich an Bedeutung gewannen, ergriff ich die Gelegenheit, Jugendarbeiter zu werden. Hier habe ich Raum für die Auseinandersetzung, entwickle mich selbst und bin mit jungen Menschen unterwegs. Das gefällt mir!

Wie kam es denn zu deinem Interesse am Glauben?

Nach der Konfirmation habe ich nie mehr einen Gottesdienst besucht und trat irgendwann aus der Kirche aus. Aber als ich nach einer gescheiterten Ehe in eine Sinnkrise geriet, googelte ich nach dem Pfarrer meines Wohnorts und traf mich ein paar Mal mit ihm. Ich nahm auch meine verstaubte Konf-Bibel wieder aus dem Regal. Als mich die Kirchgemeinde als Helfer beim Kerzenziehen aufbot und ich dort stand, zwischen den Kindern und Erwachsenen, merkte ich: Das alles tut mir gut.

“Nach der Konfirmation habe ich nie mehr einen Gottesdienst besucht und trat irgendwann aus der Kirche aus.”

Markus Bürki

Wie lebst du deine Spiritualität heute?

Ich integriere verschiedene Traditionen in meine Spiritualität, bin mit Herzblut bei der Metal Church dabei, schätze aber auch die Klangschale und meditiere. Auf meiner Bibel brennt immer eine Kerze. Wichtig ist mir: Spiritualität muss Menschen bewegen, sonst ist sie sinnlos. Mir hilft sie, im Alltag meine Mitte zu finden. Ich sehe keinen Zweck darin, sonntags im Gottesdienst zu sitzen, wenn sich das nicht auf mein Leben und Umfeld auswirkt.

Wie bringst du Theologie und Spiritualität in die Jugendarbeit ein?

Wir haben gemeinsam mit ehemaligen Konfirmand*innen ein Format entwickelt, das wir „Generation easy pray“ nennen. Dort geht es darum, Bibeltexte in ihre Lebenswelt hinein zu übersetzen, sie zu diskutieren und darüber zu meditieren. Die Impulse, die aus diesem Format heraus entstanden sind, habe ich zu einem Buch und Podcast verarbeitet: „Bibel, Bier, Gesang – das volle Leben!“ Inzwischen sind wir am Punkt, an dem die jungen Erwachsenen das Projekt ohne uns weiterführen. Das Team wird von uns geschult und leitet die Easy pray-Sessions eigenständig.

Interessieren sich Jugendliche überhaupt für Glaubensfragen?

Nur immer eine Handvoll pro Konfirmandenklasse hat echtes Interesse. Und das ist in Ordnung! Ich dränge keinem etwas auf, aber ich ermutige die Leute schon: Pflegt eure spirituellen Würzeli, hackt sie nicht ganz ab! Es könnte euch sonst etwas Wertvolles verloren gehen. Jede Generation hat mit der Religion gehadert und darum gestritten, Sinnfragen sind tief in uns drin.

Welche Fragen beschäftigen die Jugendlichen am ehesten?

Die ganz Grundlegenden: Stimmt das alles? Glaube ich das? Gibt es Gott wirklich? Wir Kirchenleute sind stets in Gefahr, auf einer Flughöhe zu diskutieren, die viel zu weit weg ist von den Jugendlichen. Ich ertappe mich selbst dabei. Nehmen wir die Bibel: wir zitieren selbstverständlich daraus, während viele junge Menschen Berührungsängste davor haben. Sie wagen sich gar nicht erst daran und sind unbeholfen, wenn sie sie doch einmal aufschlagen.

“Wir Kirchenleute sind stets in Gefahr, auf einer Flughöhe zu diskutieren, die viel zu weit weg ist von den Jugendlichen.”

Markus Bürki

Wie entstehen dann trotzdem gute Diskussionen über Glaubensfragen?

Gute Diskussionen entstehen erst in Beziehungen, die zuvor aufgebaut wurden. Ich habe mit den Jugendlichen zusammen den Jugendraum aufgebaut, bin durch Höhen und Tiefen gegangen mit ihnen. Erst dadurch entwickelt sich eine Atmosphäre, in der auch mal Fragen rund um den Glauben ausgesprochen werden.

Was ist deine Vision bezüglich Theologie und Jugendarbeit?

Ich wünsche mir, dass mehr gestritten wird. Ich mag es lieber wenn die Leute sagen: „Ich glaube nicht, was da steht“, aber man kann mit ihnen darüber reden, als dass sie einfach alles hinnehmen oder gar nicht darüber nachdenken. Kirche soll Raum für die Auseinandersetzung bieten. Mein Traum wäre ein kirchliches Youth Lab, ein offener Sonntag, an dem junge Menschen kommen und gehen, Gemeinschaft feiern, kochen, Spiritualität ausprobieren, Workshops besuchen. Ein Raum, in dem Ängste und Scheuklappen abgelegt werden können.

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Bibel, Bier, Gesang – das volle Leben von Markus Bürki ist als Buch erhältlich und als Podcast hörbar. Gruppen oder Einzelpersonen, die einen der Texte nutzen und dem Autor ihre Gedanken dazu schicken wollen, erhalten ein kostenloses Exemplar zugeschickt (077 521 61 42).

Eine Extrafahrt für neue Visionen

Während vier Tagen rollte der Jugendzug durch die Schweiz. In der kirchlichen Jugendarbeit engagierte Leute lernten sich dort kennen und diskutierten über neue Angebote.

Der ganze Artikel inkl. Video findest du auf: https://reformiert.info/de/video/eine-extrafahrt-fuer-neue-visionen-19837.html Es lohnt sich 😉


Foto: Reto Schlatter | www.retoschlatter.ch

«Ich weigere mich, ohnmächtig zu werden»

Barbara Schlunegger (27) ist nach dem Theologiestudium in Bern nicht Pfarrerin geworden, sondern Koordinatorin Öffentlichkeitsarbeit beim christlichen Hilfswerk TearFund. Sie ist überzeugt: Nicht die Moralkeule motiviert Menschen, sich zu engagieren, sondern persönliche Erfahrungen und Begegnungen.

Barbara Schlunegger ist Koordinatorin Öffentlichkeitsarbeit beim christlichen Hilfswerk TearFund.

Barbara, du arbeitest beim internationalen Hilfswerk TearFund und leitest unter anderem die Jugendaktion «Nacht ohne Dach». Ist dieses Programm so ungemütlich, wie es klingt?

Es ist auf jeden Fall ein Erlebnis. Jugend- und Konfgruppen, die sich dafür anmelden, verbringen eine Nacht in einer selbstgebastelten Kartonhütte. Sie erhalten bei der Aktion einen Eindruck vom Leben benachteiligter Jugendlicher im globalen Süden, den sie nicht so schnell wieder vergessen.

Noch prägender sind für viele junge Menschen Begegnungsreisen oder Einsätze in betroffenen Ländern. Braucht es interkulturelle Erfahrungen, um Menschen für Armut und Gerechtigkeit zu sensibilisieren?

Sie können durch nichts ersetzt werden. Selbst wenn ich zehn Bücher lese, lerne ich nicht so viel wie durch eine persönliche Erfahrung am eigenen Leib.

Selbst wenn ich zehn Bücher lese, lerne ich nicht so viel wie durch eine persönliche Erfahrung am eigenen Leib.

Barbara Schlunegger

Die Welt ist kompliziert geworden. Soll eine 18-jährige Maturandin für ein halbes Jahr nach Afrika fliegen, bei einem Projekt mithelfen und eine interkulturelle Erfahrung machen – oder soll sie dem Klima zuliebe auf den Flug verzichten?

Ich mache den Leuten Mut: Wenn ihr jung seid, dann geht! Schlimm finde ich den sogenannten Missionstourismus: Wenn eine Gruppe etwa für zehn Tage nach Sambia reist, ein Kinderheim aufmischt und wieder verschwindet. Oder die Kombi-Reisen: Wir haben drei Tage Spass und dann tun wir noch etwas Gutes für unser Gewissen. Anders als bei sorgfältig geplanten und begleiteten Projektbesuchen, bei denen echte Begegnungen auf Augenhöhe möglich sind. Diese wirken auf beiden Seiten lange nach.

Hilfswerke wie TearFund stehen im Verdacht, «Pflästerlipolitik» zu betreiben in Ländern mit dysfunktionalen, korrupten Systemen. Ist da etwas dran?

Manche fürchten, dass Entwicklungszusammenarbeit echte Veränderungen im System verhindert. Andere sind überzeugt, dass die Armutsfalle real ist: Armut und Unterentwicklung führen zu mehr Armut und Unterentwicklung. Wenn wir einem Menschen ermöglichen, sich weiterzubilden und sich ausreichend zu ernähren, dann wird diese Person die Ressourcen haben, das eigene Leben und auch das der lokalen Gesellschaft zu verändern. So besteht die Chance, dass kranke Systeme mit der Zeit von innen her gesunden.

Barbara Schlunegger

Wie gewährleistet ihr die Nachhaltigkeit eurer Projekte?

Wir arbeiten mit lokalen Partnerorganisationen zusammen. Die Ideen kommen von ihnen und die Umsetzung liegt bei ihnen. Wir haben keine eigenen Mitarbeitenden vor Ort, die etwas aufbauen und dann wieder gehen. Stattdessen fördern, schulen und begleiten wir lokale Mitarbeitende.

Was macht TearFund zu einem „christlichen Hilfswerk“?

Unser Antrieb, die Liebe Jesu weiterzugeben, und unsere Zusammenarbeit mit Kirchen. Manchen ist das zu wenig. Wir evangelisieren nicht und verteilen keine Bibeln. Aber Ideologie und asymmetrische Beziehungen in einem vulnerablen Umfeld vertragen sich schlecht. Das lehrt uns die Kirchengeschichte.

Wenn wir meinen, wir müssten uns für jedes Problem auf der Welt interessieren und uns um alles kümmern, lähmt uns das und verursacht nichts als Schuldgefühle.

Barbara Schlunegger

Hätte dich dann ein Studium der Wirtschaft nicht besser auf deine Arbeit bei TearFund vorbereitet als das Theologiestudium? Was bringst du als Theologin mit?

Kirchgemeinden schätzen es, wenn ich ihnen nicht einfach die Organisation vorstelle und mit der Spendenkasse rassle, sondern eine Predigt halte. Gerade angesichts der genannten Problemstellungen braucht es zudem einen ganzheitlichen Blick und die Fähigkeit, sich selbst zu reflektieren: Was motiviert uns? Von welchem Menschenbild gehen wir aus? Diese Perspektive kann ich bei TearFund dank meinem Studium einbringen.

In der Bibel wird Jesus mit der Frage konfrontiert: Wer ist eigentlich mein Nächster? Was würdest du heute antworten: Für wen bin ich verantwortlich?

Ich wähle meine Nische in dieser Welt und übernehme dort Verantwortung. Anders geht es nicht. Persönlich habe ich einen Dauerauftrag eingerichtet für eines unserer Projekte, daneben unterstütze ich eine befreundete Familie in Kuba. Auch entscheide ich mich laufend, wem oder was ich meine Zeit widme. Das genügt! Wenn wir meinen, wir müssten uns für jedes Problem auf der Welt interessieren und uns um alles kümmern, lähmt uns das und verursacht nichts als Schuldgefühle. Wenn wir diesem Druck widerstehen, wenn wir uns weigern, ohnmächtig zu werden angesichts des Leides dieser Welt, dann setzt uns das frei, gezielt zu handeln.

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TearFund ist eine christliche Entwicklungs- und Nothilfeorganisation. Zusammen mit lokalen Partnerorganisationen in Ländern des Südens fördert und stärkt TearFund benachteiligte Menschen durch Bildung, Basisgesundheit und Einkommensförderung – unabhängig von deren ethnischen Zugehörigkeit, Kultur oder Religion. In der internationalen Projektarbeit fördert TearFund eine nachhaltige und ökologisch verträgliche Entwicklung.

www.tearfund.ch

Fotos: Paul Mai

Heiliger Geist – Wo bist du?

Jugendliche entwickeln zwei Escape-Räume auf Pfingsten und lassen ihrer Kreativität freien lauf!

Nach den kniffligen Oster-Escape-Rooms folgen nun zwei spannende Escape-Rooms zu Pfingsten. Hilf mit den Heiligen Geist zu finden, der sich wahrscheinlich vor Aufregung versteckt hat. Denn sein grosser Tag steht vor der Tür, wo er zur Erde gesandt werden sollte.

Möchtest du uns helfen ihn zu finden? Dann lade die App «Escape Team» runter und drucke das PDF (https://www.dropbox.com/s/n1r0fgai2uh9sje/Escape%20Room.pdf?dl=0) aus und schon bist du dabei.

Schaffst du es rechtzeitig zur Geburtstagsparty?

Eine Stunde vor Beginn erfährst du von einer Party, bei der sich alle Freunde von Jesus versammeln. Schaffst du es rechtzeitig dort zu sein, um das Pfingstfest zu feiern?

«Escape Team»-App herunterladen, PDF(https://0e6d8cda-caa0-4e2a-8f27-898c94d3773a.usrfiles.com/ugd/0e6d8c_92247a3624834ebc83bed133e3025030.pdf) ausdrucken und los geht’s!

«Die Welt darf uns nicht egal sein»

Dass Glaube und Politik sehr viel miteinander zu tun haben, darin sind sich Barbara Steiner und Tobias Adam einig. Beide glauben an eine gerechtere Welt und sehen es als Konsequenz ihres Christseins, politisch aktiv zu sein.

Tobias Adam an einer Podiumsdiskussion.

Barbara Steiner beendet im Sommer ihr Theologiestudium an der Universität Zürich. Damit ist sie ihrem Traumberuf Pfarrerin ein grosses Stück näher. Schon früh war ihr klar, dass sie Pfarrerin werden möchte: «Ich habe sehr gerne Menschen und am liebsten nehme ich sie so, wie sie sind», sagt sie mit sichtlicher Vorfreude.

Über Gott und die Welt diskutieren

Tobias Adam ist noch mitten im Studium. Auch er studiert reformierte Theologie. Auch wenn er sich selbst nicht als Philosoph bezeichnen würde, diskutiert er fürs Leben gerne und am liebsten über Gott und die Welt. Kein Studienfach, so erzählt er begeistert, passe für ihn besser als die Theologie: Sie decke sehr viele seiner Interessen ab.
Lange Zeit hat Barbara das Politisieren den Politikerinnen und Politikern überlassen. Der Wunsch, sich eine eigene

politische Meinung zu bilden, wurde jedoch immer stärker. «Die Welt, auf der wir leben, darf uns nicht egal sein», stellt sie klar. Diese Überzeugung gab ihr den Anstoss, politisch aktiv zu werden. Besonders die grossen Zusammenhänge interessieren sie. Obwohl Barbara noch nicht in einer Partei politisiert – sie habe schlicht noch nicht den richtigen Ort gefunden – ist sie als Aktivistin in verschiedene politische Bewegungen involviert. Besonders die Klimabewegung liegt ihr am Herzen.

Tobias Adam demonstriert fürs Klima.

Engagement für die Menschlichkeit

Auch Tobias ist überzeugt vom politischen Engagement. Für ihn ist es nicht nur das Wahrnehmen von Verantwortung, sondern sogar eine Notwendigkeit, politisch aktiv zu sein. Sein Interesse am Politisieren wurde bereits im Gymnasium geweckt. «Verschiedene politische Debatten haben mich schon früh beschäftigt. Ich wurde aktiv und die Parteipolitik wurde zur neuen Herausforderung» erzählt Tobias, der unterdessen Co-Präsident der Jungen EVP Zürich ist. Ein grosses Anliegen ist Tobias eine weltweit gerechtere Verteilung zwischen Arm und Reich. Jeder Mensch solle genug zu essen und zu trinken haben und auch über die Deckung der Grundbedürfnisse hinaus die Möglichkeit haben, ein Leben in Würde und mit Perspektiven zu führen. «Ich glaube, dass das nicht ohne Veränderung an unserem eigenen gesellschaftlichen System möglich ist», glaubt Tobias. Zugleich ist er überzeugt, dass eine solche Veränderung nicht durch Zwänge oder Enteignung

erreicht werden kann, sondern durch ein Umdenken in unserer Gesellschaft.

Kern ihres Glaubens und ihres politischen Engagements sei die Menschlichkeit, erklärt Barbara. Auch Gott gehe es schliesslich immer wieder um die Menschen. So sieht es Barbara als Frucht ihres Glaubens, sich für Menschen einzusetzen. «Den Menschen soll es gut gehen. Das binde ich in meine politische Denkweise mit ein.» Im Theologiestudium habe sie besonders das Argumentieren und die eigene Sprachfähigkeit verbessern können. Auch Tobias profitiert in seiner politischen Arbeit vom Studium, insbesondere vom Umgang mit anderen Menschen und ihren Meinungen. Auch wenn er findet, man solle klare Kante zeigen und für das einstehen, was man meint und glaubt, ist Tobias überzeugt, dass er von jedem Menschen etwas lernen kann.

«Den Menschen soll es gut gehen. Das binde ich in meine politische Denkweise mit ein.»

Barbara Steiner

Träumen von einer gerechteren Welt

Auch wenn sich Barbara und Tobias einig sind, dass Aktivismus und Parteipolitik wichtig sind, betonen sie, dass viel Politik auf nachbarschaftlicher Ebene stattfindet. «Überall dort, wo Menschen ihr Schicksal in die Hand nehmen und zu gestalten beginnen, egal auf welcher Ebene, findet für mich Politik statt», sagt Tobias. Auch wenn die Politik eine ernste Angelegenheit sei, mache es

auch einfach unglaublich viel Spass, sind sich beide einig. Mit den richtigen Menschen gemeinsam unterwegs zu sein, von einer gerechteren Welt zu träumen, zu demonstrieren, nicht aufzugeben und etwas zu wagen, sei einfach genial. «Jeder und Jede kann politisch aktiv sein, es gibt so viele Möglichkeiten. Irgendwo rutscht man immer rein», erklärt Barbara augenzwinkernd.

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Micha Rippert (25) ist Theologiestudent, Jugendarbeiter und studentischer Mitarbeiter bei theologie-erleben.ch, der Plattform rund um Jugend, Glaube und Kirche.

Sozialeinsatz mit der JUSESO auf der Alp Loasa in Bruzella, Tessin

Auf der Alpe Loasa bei Bruzella im Südtessin stehen Berge, Tiere und Gemeinschaft mit andern Jugendlichen und jungen Erwachsenen im Mittelpunkt. Auf dem Bio-Bergwirtschaftsbetrieb tun wir, was gerade ansteht: Heuen, Tiere pflegen, Holz hacken, Steinschlagschutz bauen, Wegunterhalt oder auf dem Feuer kochen. Damit unterstützen wir die Pächter der Alp bei ihrer Arbeit und Abwechslung gibt’s durch eine Wanderung an die Grenze, ein Gesellschaftsspiel oder die Siesta in der Hängematte. Einfach mal was Anderes tun – bist du dabei?

Wann? Montag, 2. – Samstag, 7. August 2021
Am 8. Juni 2021 um 19h findet ein Vortreffen statt (online oder in Freiburg).
Wer? Ca. 10 Jugendliche und junge Erwachsene von 15-22 Jahren
Wieviel? 60.- (inkl. Kost und Logis, exkl. Reisekosten SBB von rund 100.-)
Interesse? Bitte melde dich rasch wie möglich bei der JUSESO Deutschfreiburg: corinne.zuercher@kath-fr.ch oder
076 480 01 01

Warum es Gott nicht gibt und eben doch…

Eine Underkath-Umfrage zeigt, dass 22% der Jugendlichen in der katholischen Kirche nicht an einen Gott glauben. 19% dafür umso mehr. Um die ewige Debatte auf dem Zeitstrahl der Glaubensfragen geht es auch im neusten Video von Pascal Schmidlin, der sich selber als bekennender Atheist bezeichnet. Kern seines YouTube-Streifens ist eine Diskussion zwischen ihm und Mario Stankovic. Eine Diskussion auf Augenhöhe, gebannt auf Video über die Grösste aller Fragen.

Der Atheist Pascal besucht den Theisten Mario. Zwei verschiedene Menschen, zwei verschiedene Ansichten, eine Debatte. An was glaubst Du?

von Silvan Maximilian Hohl (25)

Gibt es Gott oder gibt es ihn nicht? Mit dieser zentralen Frage leitet Mario Stankovic, Fachverantwortlicher Jugendpastoral der katholischen Kirche Luzern, „The Great Debate“ ein, wie er die Diskussion selbst nennt. Dabei geht es erst einmal um die Frage, an welchen Gott man glaubt und schon sind die beiden mitten in der Diskussion. Pascal Schmidlin führt sie auch gleich weiter mit der Gegenfrage ab wann man nicht mehr an einen Gott glaube. Diese haben Pascal und sein Freund Noah schon in einem früheren Video versucht zu beantworten und kamen zum Schluss, dass es der Zeitpunkt ist, wenn man erwachsen wird. Mario hält mit dem Fakt dagegen, dass er selber 36 Jahre alt und noch immer ein gläubiger

Christ sei. Weiter entkräftet Mario auch gleich das Vorurteil, welches besagt, dass gläubige Menschen beispielsweise nicht an die Evolution glauben und doppelt nach, indem er erzählt, dass die Bibel aus 72 Büchern besteht und einige Geschichten aus dem Alten Testament über 5000 Jahre alt sind. Dabei geht es um die Moral und den Umstand des Geschichtenerzählens und weniger um einen Faktencheck des Inhalts. Beten hilft nicht! Mit dieser Aussage seitens Pascal Schmidlins geht die antwortlose Diskussion in die nächste Runde. Mario ist überzeugt davon, doch Pascal bleibt bei seiner Meinung.

“Er bekam mehr und mehr das Gefühl, dass es auf der Erde so viele Probleme gebe, dass Gott sicher keine Zeit finden würde, ihm zu helfen.

Dies hat vor allem mit seiner persönlichen Erfahrung in der Kindheit zu tun. Pascal betete oft, war katholisch erzogen worden und im Glauben gelassen, das beten nützen würde. Doch seine Erfahrung war eine andere. Er bekam mehr und mehr das Gefühl, dass es auf der Erde so viele Probleme gebe, dass Gott sicher keine Zeit finden würde, ihm zu helfen. Also gab Pascal seine „Beterei“ auf und entfernte sich langsam vom Glauben. Mario versucht zu erklären, dass es beim Beten nicht darum geht, dass Gott Wünsche erfüllt. Das sei zu naiv und macht Pascal umgehend den Vorschlag, eine Woche lang für ihn zu beten. Danach würde er Pascal fragen, wie es ihm im besagten Zeitraum gegangen sei.

Nicht nur das neuste underkath-Video beschäftigt sich mit der Ur-Frage jedes Glaubens. Im VR-Film „2100 –

Deine Welt in 80 Jahren“ wird diese Frage ebenfalls gestellt. Als der Film am Bistumsjugendtag in Zug Premiere feierte, wurden die Zuschauer*innen nach dem Film gebeten, zu verschiedenen Aussagen der Protagonist*innen Stellung zu beziehen. Daraus hat sich ergeben, dass rund 19% des vorwiegend jungen Publikums ein konservatives Gottesbild besitzen. Sie glauben also an einen Gott, wie er in der Bibel beschrieben wird. 59 % der Zuschauer*innen haben ein liberales Gottesbild. Sie finden beispielsweise, dass Glaube und Wissenschaft nebeneinander Platz haben. Rund 22% haben ein sehr skeptisches oder gar kein Gottesbild. Darunter sind Agnostiker, aber auch Atheisten. Es ist aber wichtig zu wissen, dass diese Daten nicht als repräsentativ zu verstehen sind. Dennoch lassen sie interessante Rückschlüsse zu.

Umfragewerte des Premieren-Publikums von “2100”

Aber zurück zu „The Great Debate“. In der zweiten Hälfte des Videos versucht Pascal Schmidlin selber in einem abschliessenden Monolog seine Gedanken zusammenzufassen. Dabei geht es ihm nicht darum, eine Antwort auf diese grosse Frage zu finden, sondern dem Publikum seine persönlichen Erfahrungswerte mitzuteilen. Welche das sind und warum er Frieden mit sich und dem Glauben gefunden hat, erfährst du in eben diesem Video. Viel Spass!

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Underkath ist ein YouTube-Kanal vom katholischen Medienzentrum für Jugendliche und junge Erwachsene aus der ganzen Deutschschweiz. Junge Menschen drehen Videos  über ihre eigene Lebenswelt und stellen sich dabei Fragen zu Religion, Spiritualität, Kultur und Politik. www.underkath.ch oder https://www.youtube.com/c/underkath

Was haben ein vergifteter Jesus und ein an Corona erkrankter Osterhasen gemeinsam?

Corona hält an und viele Aktionen und Angebote können nicht stattfinden. Doch Theo, Anika und Chantal liessen sich davon nicht unterkriegen und kreierten einen Oster-Escape-Room. Es geht darum, dass Jesus am letzten Abendmahl vergiftet werden sollte und der oder die einzige, den ihn retten kann, bist du! Weiter kreierten junge Menschen in Zusammenarbeit mit Mission 21 einen anderen Oster-Escape-Room. Dieser handelt von einem Corona geplagten Osterhasen, dessen vergesslichen Stellvertreter und eine rüstige Rentnerin mit Geheimnissen.

von Jana Waldis

Theo, Anika und Chantal meldeten sich auf den Aufruf Basler Jugendfachstellen hin, um für andere Jugendliche einen digitalen Escaperoom zu erstellen. Es motivierte sie, selbst einmal einen Escape Room zu erstellen und diesen gemeinsam mit Freund*innen zu planen. Gewisse hatten schon selbst einen oder mehrere Escape Room bewältigt und es hatte seinen Reiz, einmal auf der anderen Seite zu stehen. Schon beim ersten Treffen kamen viele Ideen zusammen und jede*r ging diesen dann individuell nach, um sie nachher zu einem Ganzen zusammenzufügen.

So individuell wie die Jugendlichen sind auch die Rätsel, von mathematischem über logisches Denken bis zu Basteln und Falten ist alles dabei. Der Rahmen, welche die einzelnen Rätsel zusammenhält ist das letzte Abendmahl und eine unbekannte Geschichte dahinter. Denn beim letzten Abendmahl wurde sich erzählt, dass jemand versuchen wollte Jesus mit vergiftetem Wein umzubringen. Als Teilnehmer*in des Abendmahls ist es nun deine Aufgabe, dies zu verhindern und den vergifteten Wein ausfindig zu machen. Ob dir das gelingt kannst du im Escape Room selber testen.

“In ihrem Escape Room befindet sich der Osterhase in Quarantäne und kann deshalb nicht rechtzeitig zu Ostern alle Eier und Osternester verteilen.”

Auch Jugendliche des Jugendbotschaftsprogramms von Mission 21 Basel-Stadt haben sich der Aufgabe angenommen einen Escape Room zu kreieren. Auch bei ihnen steht Ostern im Zentrum, jedoch auf eine ganz andere Weise. In ihrem Escape Room befindet sich der Osterhase in Quarantäne und kann deshalb nicht rechtzeitig zu Ostern alle Eier und Osternester verteilen. Zum Glück gibt es einen Ersatzosterhasen, dieser hat jedoch ein Problem: Er kennt den Code nicht, um den Ostereierbau zu finden und da der Osterhase solch hohes Fieber hat, kann er sich auch nicht mehr an die

Codes erinnern. Glücklicherweise hat die Grossmutter des Ersatzosterhasen die Codes auf ihrer Weltreise gesammelt. So müsst ihr nun gemeinsam mit dem Ersatzosterhasen durch die alten Reiseberichte der Grossmutter wühlen und die Codes herausfinden. Schafft ihr das rechtzeitig? Das findet ihr im Escape Room unter folgendem Link heraus: Escape Team: Ostern in Gefahr!

In den virtuellen Escape Room einzutreten ist ganz einfach: Ein kleine Anleitung erscheint, wenn der Link zum entsprechenden Raum geöffnet wird.

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Hier findest Du zu den beiden Oster-Escpae-Rooms

Ostern in Gefahr (vom Jugendbotschaftsprogramm):
https://www.escape-team.com/play/MI-B6F0-0133
Mission MI-B6F0-0133

Justice for Jesus (von Anika, Chantal und Theo):
https://www.escape-team.com/play/MI-7794-4EB7
Mission MI-7794-4EB7

«kunst kreuzt weg» der etwas andere Kreuzweg

Jonas Meier (24) hat gerade «kunst kreuzt weg» besucht. Die 14 Stationen dieses «anderen» Kreuzweges führten ihn via App durch die Berner Innenstadt. An jeder Station hat ein zeitgenössischer Künstler/eine zeitgenössische Künstlerin die traditionelle Leidensstation neu gestaltet. Alle Beiträge sind spezielle für «kunst kreuzt weg» gefilmt, aufgenommen, gemalt, gebaut, getextet, modelliert oder installiert worden. Die Hälfte der Stationen sind physisch vor Ort zu sehen (Bilder, Fotos, Skulpturen, Plakate) die andere Hälfte auf der App (Filme, Musikaufnahmen, Klanginstallationen).

Jonas Meier beschreibt seine Erfahrung auf dem «kunst kreuzt weg».

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www.kunstkreuztweg.ch, www.facebook.com/Kunst-kreuzt-weg, #kunst.kreuzt.weg und www.offene-kirche.ch

Warum wir fürs Klima kämpfen müssen!

Luisa (16), Julia (15) und Sora (14) helfen mit den strike for future vom 21. Mai 2021 rund um die Heiliggeistkirche zu organisieren. Sie sind im Organisationskomitee des Projekts und teilen in diesem Video mit, warum sie sich für das Klima und die weltweite Bewegung einsetzen.

Luisa, Julia und Sora über ihren Einsatz für den strike for future am 21. Mai 2021

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https://strikeforfuture.ch/

Carmela Bonomi – Kunst und Theologie

«Für mich spricht Kunst den Menschen auf einer ähnlichen Ebene an wie der Glaube», sagt Künstlerin und Theologiestudentin Carmela Bonomi. Sie ist Model, Tänzerin und Schauspielerin und entschied sich nicht zuletzt wegen einer überraschenden Interviewfrage für ein Theologiestudium.

Carmela Bonomi ist Tänzerin, Schauspielerin und Theologiestudentin.

Dass Carmela Bonomi nach ihrer Matura und einer mehrjährigen Vorbereitung nicht von ihren favorisierten Musical-Hochschulen aufgenommen wurde, war für sie ein einschneidendes Erlebnis. «Ich dachte mir damals: Gott ist doch mit mir, wo ist er denn jetzt?», schildert Carmela mit einer überraschenden Gelassenheit. «Ich habe mich gefragt, ob alle meine Bemühungen

umsonst waren.» Bald merkte sie, dass das Gegenteil der Fall war. Ihre vielseitigen Begabungen als Model, Tänzerin und Schauspielerin, die sie bereits im Jugendalter trainierte und formte, brachten ihr trotz der Absage an den Musical-Hochschulen rasch erste Aufträge ein. Sie waren der Startschuss für ihre heutige Selbständigkeit.

Entscheid für das Theologiestudium

Carmela versuchte, ihre Perspektive zu ändern und die Absagen der Musical-Hochschulen mit anderem Blick zu sehen. «Es kam alles sehr gut, denn ich habe immer wieder Jobs erhalten. Dadurch konnte ich früh arbeiten und viel Verschiedenes ausprobieren», berichtet sie dankbar. Sie lacht und ergänzt, dass sie das Ausprobieren am Ende wohl weitergebracht habe, als sechs Jahre für ein Musical angestellt gewesen zu sein. Es war schliesslich auch einer dieser Aufträge, der zum

Entscheid für das Theologiestudium führte. Als sie nach der Matura von einer Reise nach Berlin zurückkehrte, war sie für ein Fotoshooting gebucht. Nach dem Shooting wurde sie interviewt und in der letzten Frage auf ihre Zukunftspläne angesprochen. Ein wenig überrumpelt antwortete Carmela, dass sie sich überlege, Theologie zu studieren. Als dann ihre Antwort so publiziert wurde, sah sie das gewissermassen als letzte Bestätigung für das Theologiestudium.

Wurzeln in der Kindheit

In Carmelas Leben spielt der christliche Glauben seit ihrer Kindheit eine wichtige Rolle. Die Überzeugung, dass Gott ihr genau das Richtige gibt und für sie sorgt, trägt sie. Sie habe sich schon vor dem Theologiestudium für den Glauben, Geschichte und Fragen rund um die Entwicklung des Menschen in der Gesellschaft interessiert.

Für sie sei es besonders interessant zu sehen, dass der Mensch ein Produkt der Geschichte sei und sich die Weltanschauungen und Idealvorstellungen, die ihn prägen, immer wieder ändern und teilweise sogar wiederholen. Auch wenn das Studium ihr zum Glück keine direkten Antworten gebe, erhalte sie viele spannende Einblicke.

Kunst und Glaube

Carmela bewegt sich in verschiedenen Welten und sucht nach deren Verbindungen. «Für mich spricht Kunst den Menschen auf einer ähnlichen Ebene an wie der Glaube», sagt sie. Das sei auch der Grund, weshalb sie besonders gerne Aufträge annehme, bei denen sie ihren Glauben und ihre Überzeugung weitergeben könne. «Die Produktion Musicals mit Message, bei der Tanz, Theater und Predigt kombiniert werden, fand ich schon immer

spannend und würde gerne noch mehr in diese Richtung machen», schwärmt sie. Bei solchen Projekten sei es ihr wichtig, das Gelernte und Reflektierte des Studiums fruchtbar einzubringen. Sich einzubringen, zu kreieren, einfach auszuprobieren aber auch Verrücktes und Neues zu wagen, sei ohnehin, was sie als Künstlerin und angehende Theologin anspreche

Selbständigkeit als Herausforderung

In ihren vielen und unterschiedlichen Einsätzen als Model, Tänzerin und Schauspielerin hat Carmela schon viele spannende, aber auch herausfordernde und komische Situationen erlebt. «An einem Shooting gesellte sich plötzlich eine unbekannte zweite Fotografin dazu. Offensichtlich gefiel ihr, was sie sah, und sie nutzte die Gunst der Stunde, um einfach mitzufotografieren», erzählt sie lachend. «Bei einem anderen, früheren Einsatz war ich Statistin an einem grossen Jubiläum und fand

mich als absolutes Greenhorn mitten in einem Gala-Dinner unter lauter VIP’s wieder, das war schon speziell», erinnert sie sich. Jungen Menschen, die künstlerisch tätig sein wollen, rät Carmela, früh anzufangen, dranzubleiben und hartnäckig zu sein. Und immer wieder mit Dankbarkeit zurückzublicken auf das, was sie schon erreicht haben. Das Theologiestudium würde sie sofort wieder machen. Es hat ihr die Möglichkeit geboten, über vieles nachzudenken, das ihr als Künstlerin weiterhilft.

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Micha Rippert (25) ist Theologiestudent, Jugendarbeiter und studentischer Mitarbeiter bei theologie-erleben.ch, der Plattform rund um Jugend, Glaube und Kirche.Weitere Infos zu Carmela Bonomi findet ihr auf www.carmelaacb.com. Am 31. März könnt ihr sie im Online-Musikgottesdienst, gesendet aus dem Fraumünster in Zürich, tanzen sehen: https://www.ultra-schall.ch/repertoire/p-s-a-l-m-e-n/p-s-a-l-m-1-gottesdienst/ 

(Keine) Möglichkeiten in der Multioptionsgesellschaft? Das erste ethikCafé 2021 ist im Köcher!

Flyer zum ethikCafé

ethikCafé-ONLINE

Dienstag 23. März 2021, 19h-21h30

Videokonferenz auf Zoom

(Keine) Möglichkeiten in der Multioptionsgesellschaft?
Vor einem Jahr hatten wir eine Million Auswahlmöglichkeiten, was wir tun konnten. Zurzeit sind unsere Optionen eingeschränkt. Wie gehen wir damit um? Wie stillen wir unsere Bedürfnisse?

Anmeldung bei monika.dillier(at)kath-fr.ch

Infos unter www.fri-soul.ch

Unterwegs auf dem TheoTrail

«Sag’s niemandem, aber ich bin fast ein wenig nervös», schreibe ich meiner Freundin Noemi, bevor wir uns am Bahnhof treffen, um den Zug nach Aarau zu nehmen. Beide sitzen wir seit Monaten im Homeoffice, und die Zugreisen sind rar geworden. Umso grösser ist die Freude, gemeinsam etwas zu unternehmen und dabei erst noch eine Stadt zu entdecken, die wir beide kaum kennen.

Noemi und Luana wagen sich auf den TheoTrail in Aarau und entfliehen so auch dem Home-Office.

Es ist höchste Zeit, wieder einmal die eigenen vier Wände zu verlassen und etwas zu unternehmen! Wir wagen uns auf den neuen TheoTrail in Aarau, einer spielerisch-theologischen Schnitzeljagd, die wir gratis und ohne vorherige Anmeldung per Handy-App machen können. Der Vorteil: Wir lernen eine Stadt kennen, bewegen uns an der frischen Luft und kommen ungezwungen über Gott und die Welt ins Gespräch. Vor einem Unverpackt-Laden in der Altstadt Aaraus starten wir den

TheoTrail. Auf dem Weg zur nächsten Station diskutieren wir über die Frage, ob unser Glaube unser Einkaufsverhalten beeinflusst. Der Richtungspfeil führt uns zur Stadtkirche. Statt daran vorbei zu gehen, betreten wir sie. «Stühle in Kirchen sind praktisch», finden wir beide, «wir könnten die Stühle entfernen und eine Party feiern!» «Oder die Stühle könnten mit viel Abstand aufgestellt werden», lautet der etwas situationsgerechtere Einfall.

Wie war das mit diesen römischen Zahlen?

Zurück auf dem Trail finden wir heraus – nach anfänglichen Schwierigkeiten mit dem römischen Zahlsystem –, wann das Kloster in Aarau aufgehoben wurde und diskutieren auf dem Weg zur nächsten Station, wie frei wir eigentlich sind. Dort angekommen, sollen wir unseren Teamgeist mit Komplimenten stärken. «Du hast goldene Haare», ist das erste, was mir einfällt. Wir lachen und machen uns alberne und ernster gemeinte Komplimente. Vor einem Brunnen in der Altstadt will die App von uns wissen, ob wir daraus trinken würden, wenn sein Wasser uns ewiges Leben verhiesse. Wir sagen einstimmig nein. Gut aber, dass der Brunnen momentan ohnehin kein Wasser führt. Sonst hätten wir uns vielleicht doch

anders entschieden. Wobei wir eher auf ein ewiges Leben in einer neuen Welt hoffen! Beim Rathaus werden wir gefragt, ob wir uns vorstellen könnten, in der Kirche zu arbeiten. Auf diese Frage müsste ich jetzt wohl mit einem bestimmten «Ja!» antworten, immerhin studiere ich Theologie. Sicher bin ich mir nicht, aber immerhin werde ich bald als Vikarin in der Kirche arbeiten – die Frage wird mich sicher weiterhin beschäftigen. Auf dem Rathausplatz erfahren wir ausserdem, dass Aarau für ein halbes Jahr die Hauptstadt der Schweiz war. Wussten wir beide nicht – ein TheoTrail ist also nicht nur unterhaltsam, sondern auch lehrreich!

Kleider machen Leute

In einem schönen Innenhof wird uns die Frage gestellt, ob unsere Kleider zeigen, wer wir sind, und finden uns nach einem kleinen Umweg vor dem Stadtmuseum Aaraus wieder. Wer genau hinsieht, muss bei der Frage zur Fassade des Museums nicht einmal rätseln. Einmal mehr zeigt sich: Wer aufmerksam ist, gewinnt (Punkte). Und wer genau hinsieht, findet auch den ein oder anderen Secondhand-Schatz beim nachhaltigen Shopping. Einen solchen Schatz darf ich deshalb auch auf einem Foto vor dem

Stadtmuseum festhalten. «Wo denn sonst?», beantwortet Noemi die Frage, ob eine Bibel im Altpapier entsorgt werden dürfe. «Stell dir vor, sie fällt dir ins Klo, dann willst du sie bestimmt nicht mehr benutzen», fährt sie fort. Ich gebe ihr recht, auch wenn ich mich bis heute frage, wie die Bibel dorthin gelangen sollte. Bevor wir weitergehen, gönnen wir uns eine Pause und essen etwas. Die Bestzeit werden wir wohl nicht abliefern, aber der Hunger ist einfach grösser als der Drang, zu gewinnen.

«Wenn du das liest, stehst du mit einem Fuss im Grab.»

Noemi will, dass dieser Spruch ganz klein auf ihrem Grabstein steht. «Muss da überhaupt etwas stehen, ausser meinem Namen und Geburts- und Todesdatum?», frage ich mich. Etwas später verrät Noemi mir allerdings ein Zitat von Albert Schweitzer, welches sie sich schon eher vorstellen könnte. Ich denke, dass der Spruch auf meinem Grabstein vor allem den Hinterbliebenen Hoffnung schenken sollte.

Der Trail führt uns weiter zum Torturm, auf dem wir die Toten zählen sollen. Ich zähle laut und werde prompt von einem Vorbeigehenden gefragt, ob ich da

oben nach Rapunzel suche. Eine Frau mit langen Haaren können wir auf dem «Totentanz» nicht entdecken.

Allmählich führt uns der Trail zurück zum Ausgangspunkt. Mein Handy hat mittlerweile fast keinen Akku mehr – die Kälte hat meinem Handy wohl mehr zugesetzt als uns –, für ein freudestrahlendes Abschluss-Selfie reicht er aber noch. Angeregt führen wir unser Gespräch über Gott und die Welt auf der Heimreise fort. Der Ausflug hat nicht nur unseren Homeoffice-Hintern gutgetan!

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Luana Hauenstein (26) ist gerade dabei, ihr Theologiestudium zu beenden. Sie ist studentische Mitarbeiterin von theologie-erleben.ch, der Plattform rund um Jugend, Glaube und Kirche. Die TheoTrails, die es in 6 Städten der Schweiz gibt – Basel, Bern, Zürich, Aarau, Schaffhausen und St. Gallen – dauern rund 80 Minuten und können kostenlos mit der Handy-App Actionbound besucht werden. Weitere Infos: www.theologie-erleben.ch/theotrail

Mach mal Pause und tu’ dir was Gutes!

Schaust du alle paar Minuten auf dein Smartphone, um zu sehen, ob jemand etwas Neues gepostet hat? Wirst du während einer längeren Bahnfahrt nervös, weil du nicht rauchen darfst? Kannst du niemals stoppen, bevor du die ganze Tafel Schokolade aufgegessen hast? Dann ist es Zeit für ein time:out! Die Vorteile sind beträchtlich. 3 junge Menschen haben es versucht und sprechen darüber.

PS: Es gibt viel zu gewinnen. Mehr dazu findest du ganz am Ende dieses Artikels… Viel Glück!

Hast du dich auch schon mal gefragt, woher eigentlich der duftende Kaffee stammt, den du dir jeden Morgen in die Tasse giesst? Wie viel die Kaffepflückerin in Bolivien, Indonesien oder Äthiopien verdient? Oder wo all die Coffee-to-go-Becher und Kaffeekapseln landen, die hierzulande tagtäglich tausendfach konsumiert werden? Die Gründe und Motivationen fürs Verzichten sind unter den zahlreichen TeilnehmerInnen an der time:out-Aktion des Blauen Kreuzes Schweiz höchst unterschiedlich. Bei den meisten von ihnen begann das

Interesse für die Themen Konsum, Fasten und Verzichten exakt mit solchen Fragen. Immer mehr Menschen machen sich Gedanken über globale wirtschaftliche Zusammenhänge und Abhängigkeiten und reflektieren die gesellschaftlichen und ökologischen Folgen ihres eigenen Konsumverhaltens. Und wirken durch bewussten Konsum oder Verzicht dem verschwenderischen Lebensstil, dem Überfluss an Konsumgütern und den damit einhergehenden Problemen entgegen.

Jaël, Katja und Lars haben es gewagt und letztes Jahr auf Social Media, Nutella oder Schokolade verzichtet. In den Videos erzählen sie über ihre Erfahrungen. Als beispielsweise Lars sein geliebtes Nutella auf die Crêpes streichen wollte, aber darauf verzichten musste. Oder bei Katja, der immer wieder Schokolade angeboten wurde und sie diese schweren Herzen ablehnen musste. Jaël geht noch weiter. Sie hatte

letztes Jahr auf Social Media verzichtet, weil sie bemerkte, wie viel Zeit sie auf den sozialen Medien verbrachte. Dieses Jahr versucht Jaël auf ihren geliebten Kaffee zu verzichten. Sie sagt über sich, dass dieser zu ihrer morgendlichen Routine gehört. Doch Jaël bemerkte auch, dass sie in der letzten Zeit etwas zu viel davon konsumierte. Zeit für ein time:out.

Du kannst nur gewinnen!

Haben dich Jaël, Katja und Lars überzeugt? Dann zögere nicht und melde dich doch selber zur time:out-Challenge an. Die Aktion time:out findet vom 21. Februar bis 3. April 2021 statt und hier geht es zur Anmeldung: https://www.timeoutschweiz.ch/teilnehmen/
Doch es kommt noch besser! Denn wenn du unseren mittendrin.life-Newsletter noch nicht abonniert hast, dann mache es jetzt unter: https://mittendrin.life/kontakt/ und gewinne dieses coole Smartphone-Detox-Set! Wir werden es unter allen Newsletter-Abonnent*innen auslosen und vielleicht bist du der oder die glückliche Gewinner*in. Viel Glück!

Dieses Smartphone-Detox-Set gibt es zu gewinnen, wenn du den mittendrin.life-Newsletter abonnierst!

Sternsinger 2021 – Videoproduktion mit Corona-Massnahmen

In einer Kooperation von Missio und underkath entstand ein Video zur Sternsinger-Aktion Anfang dieses Jahres. Die Covid bedingten Massnahmen erschwerten nicht nur die Aktion, sondern auch die Videoproduktion. Doch Filmer Benedikt Arndgen liess sich von den schwierigen Umständen nur noch mehr inspirieren!

Wie geht Sternsingen im Jahr 2021? Und was machen Sternsinger überhaupt? Dieses kreative Video zeigt, wie Sternsinger trotz Coronakrise ihren Beitrag für eine gerechtere und geschwisterliche Welt leisten – nach dem Sternsinger-Motto von Missio „Kinder helfen Kindern”.

Wie geht Sternsingen? Und was machen Sternsinger überhaupt? Diese Fragen sollten im Video für Missio, welche die Sternsinger-Aktion organisiert und betreut, beantwortet werden. Doch eine ganz andere Sache überschattete die Vorproduktion des Videos Mitte Dezember. Zu diesem Zeitpunkt war nämlich noch unklar, welche Restriktionen der Bundesrat für die Weihnachts- und Neujahrszeit beschliessen sollte. Genau die Zeit, in der das Video gedreht werden sollte. Und es kam, wie es kommen musste, die Massnahmen

wurden weiter verschärft, wodurch natürlich auch die Sternsinger-Aktion betroffen war. Für die Kinder galt eine Maskenpflicht (ab 12 Jahren). Weiter durften sie keine Wohnungen betreten und es durfte nicht gesungen werden. Auch das gemeinsame Essen und Trinken, dort, wo die Kinder angekleidet und instruiert werden, wurde verboten. Das Durchführen des Sternsingens wurde nur für den religiösen Teil erlaubt. Das hiess, für das Sternsingen (ohne Singen!) und für das Geldsammeln.

Benedikt dreht leidenschaftlich gerne Videos! Das zeigt auch sein neustes Projekt.

Nach den abgeschlossenen Dreharbeiten schnitt und vertonte Benedikt das Video, damit es pünktlich am 22. Januar auf underkath veröffentlicht werden konnte. Trotz Einschränkungen ist es Benedikt Andgern gelungen, die Grundfragen: Wie geht Sternsingen? Und was machen Sternsinger überhaupt ? zu beantworten. Entstanden ist ein kreatives und unterhaltsames Video, das zeigt, wie Sternsinger trotz Coronakrise ihren Beitrag für eine gerechtere und geschwisterliche Welt leisten – nach dem Sternsinger-Motto von Missio „Kinder helfen Kindern“.

Die 16-teilige Carlo Acutis-Serie erreicht Rekordzahlen!

Die 16-teilige Carlo Acutis-Serie von Regula Fischer endete am 29. Januar mit einem grossen 20-minütigen Finale. Die Serie hat bisher über 85’000 Aufrufe erhalten und erhielt Reaktionen aus Deutschland und Österreich. Wir schauen nochmals auf die 16 Episoden zurück.

In der finalen Folge der Carlo-Acutis-Geschichte sprechen junge Menschen über die acht Punkte, mit denen man die Heiligkeit erreichen kann.

Am Freitagabend des 18. Septembers 2020 um 17:00 ging es los. Die erste Folge „Wer war Carlo Acutis?“ wurde veröffentlicht. Mit über 15’000 Aufrufen ist es die meist angeklickte Folge der Serie und das am drittmeisten angeschaute Video auf dem Youtube-Kanal von underkath. Die Kommentare sind positiv: „Danke schön! Gott segne ihn.“ Oder „Seliger Carlo bitte für uns“ sind nur einige Stimmen. Eine Woche später startete dann auch die zweite Folge „Carlo Acutis und die Freundschaft“, ebenfalls sehr erfolgreich. 

Der kath.ch-Artikel von Ueli Abt „Warum Regula für den Seligen Carlo Acutis schwärmt“, sorgte zusätzlich für weitere Publicity. Darin erzählt Regula Fischer, wie sie durch einen mit der Jugendpastoral betrauten Priester auf Carlo aufmerksam gemacht wurde. Während der Produktion der Serie durfte Regula mit anderen jungen Menschen nach Assisi reisen. Dort sprachen sie mit der Mutter von Carlo Acutis und konnten den Glasschrein, in dem Carlo liegt, besuchen. Regula meinte, es sei „Mega eindrücklich und berührend“ gewesen. Carlo wirkte, als sei er „eben gerade eingeschlafen“.

Wer war Carlo Acutis? In der ersten Folge der Miniserie sprechen junge Menschen über ihren Eindruck und ihre Haltung zu Carlo.

Die Geschichte von Carlo lief über 4 Monate hinweg jede Woche auf underkath. Die Leistung, die Regula Fischer inhaltlich und technisch vollbrachte, ist unglaublich. Sie hat mit viel Kreativität und Know-how das Leben und den Glauben von Carlo Acutis für ein breites Publikum erlebbar gemacht. Die Videos zeigen mit Grafiken, Bildern und Videos einen wunderbaren Einblick auf diesen außergewöhnlichen Jungen.

Für Geflüchtete sieht die Realität anders aus

Geflüchtete, die sich in ihrem Heimatland in einer Hochschulausbildung befanden, stehen vor grossen Hürden, wenn sie ihr Studium in der Schweiz fortsetzen möchten. Die Theologie- und Nahoststudentin Marina Bressan (26) aus Basel setzt sich im Rahmen des Projekts «Perspektiven – Studium» für sie ein.

Marina Bressan setzt sich für geflüchtete Student*innen ein.

Marina, worum geht es beim Projekt «Perspektiven – Studium»?

Dich für dein Studium anzumelden, war ziemlich easy? Ein paar Dokumente ausfüllen, Semestergebühren bezahlen – fertig? Für viele geflüchtete Menschen sieht die Realität ganz anders aus. Ihre Diplome werden in der Schweiz nicht anerkannt. Mit den finanzierten Sprachkursen

erreichen sie nicht das Niveau, das die Hochschulen fordern. Sie können das Studium nicht finanzieren. Hier setzt das Projekt Perspektiven – Studium an: Wir initiieren und begleiten Projekte und studentische Initiativen für Geflüchtete an Hochschulen.

Wie bist du dazu gekommen, dich in diesem Projekt zu engagieren?

2019 habe ich ein Semester lang in Beirut studiert. Einige meiner Mitstudent*innen waren syrischer oder palästinensischer Herkunft. Mit ihnen habe ich viel darüber gesprochen, was es für sie als Vertriebene bedeutet, in Europa oder den USA studieren zu wollen. Die Hürden sind enorm hoch. Visa, Anerkennung von Diplomen, Sprache, Finanzierung – daran

zerschellen Träume und geht Potential verloren. Zurück in der Schweiz habe ich realisiert, dass es vielen Menschen mit Fluchthintergrund hier in der Schweiz genau gleich ergeht. Als ich die offene Stelle entdeckt habe, war mir deshalb klar: Das ist ein Thema, für das ich mich engagieren möchte.

Hattest du schon persönlich Kontakt mit Geflüchteten, denen ihr einen Vorlesungsbesuch ermöglichen konntet?

Perspektiven – Studium versteht sich als Dachorganisation. Wir unterstützen lokale Projekte an Hochschulen und setzen uns auf politischer Ebene für einen chancengerechten Hochschulzugang ein. Das heisst, wir ermöglichen es geflüchteten Menschen nur indirekt, Vorlesungen zu besuchen. Natürlich bin ich aber in Kontakt mit vielen Menschen, die durch Schnupperprojekte oder Brückenangebote an Vorlesungen teilnehmen oder ein reguläres Studium aufnehmen konnten.

N. ist eine junge Frau aus Kolumbien, wo sie Film und Fernsehmoderation studiert hat. In der Schweiz angekommen, haben die Behörden ihr das Filmmaterial weggenommen, das sie für ihren Abschluss gebraucht hätte. Sie hat das Material erst vier Jahre später zurückerhalten.

Dennoch hat sie sich nicht entmutigen lassen und ist ihren Weg gegangen: Sie hat ein Praktikum absolviert und am Schnupperprogramm der Zürcher Hochschule der Künste teilgenommen, wo sie heute im Master eingeschrieben ist. Das Studium kann sie dank privater Unterstützung finanzieren.

Ein solches Happy End erleben leider längst nicht alle. Y. hat in der Türkei Medizin studiert und bereits zehn Jahre Berufserfahrung als Arzt. Während des Lockdowns im Frühling meldete er sich bei mehreren Schweizer Spitälern als freiwilliger Helfer und erhielt nur Absagen. In der Schweiz nochmals Medizin zu studieren, wäre völlig absurd – zudem gelten für Ausländer*innen bei der Zulassung zum Medizinstudium besondere Bedingungen, die kaum erfüllbar sind.

Was beeindruckt dich an diesen Menschen?

Ihr Wille. Für viele Menschen, die in der Schweiz auf die Welt kommen und aufwachsen, ist ein Studium eine Option unter vielen.

Für sie nicht. Sie müssen sich stark dafür einsetzen, dass sie in der Schweiz studieren können oder ihr Abschluss hier anerkannt wird.

Sind die Sprachbarrieren nicht unüberwindbar – gerade an der Uni mit all der «Fachsimpelei»?

Unüberwindbar würde bedeuten, dass es niemand schaffen kann. Aber es studieren bereits Geflüchtete an Schweizer Hochschulen. Sprache ist lernbar – auf jedem Niveau. Die Herausforderung ist eher, dass vielen Geflüchteten nur Sprachkurse bis zu einem relativ

tiefen Niveau finanziert werden. Um sich an einer Universität regulär zu immatrikulieren, wird oft ein B2/C1-Zertifikat gefordert. Das sind systemische Hürden, künstliche Barrieren, die viele Menschen ausbremsen, obwohl für sie die Sprache lernbar wäre.

Welche Studienfächer sind bei Geflüchteten besonders gefragt?

Ich beobachte nicht, dass gewisse Studienfächer bevorzugt werden. Mir sind Personen bekannt, die

Wirtschaft, Umweltwissenschaften, Kunst, Jura und anderes studieren (wollen).

Die Theologie gehört nicht dazu. Können Geflüchtete mit deinem Studienfach etwas anfangen?

Zum einen ist Theologie an den meisten Schweizer Hochschulen immer noch christliche Theologie – das heisst Geflüchtete eines anderen Glaubens können damit wohl tatsächlich weniger anfangen. Zum anderen vermute ich, dass sich viele nicht im Klaren darüber

sind, was es hier bedeutet, Theologie zu studieren. In der Schweiz hat man mit einem Theologiestudium viel mehr berufliche Optionen als in anderen Ländern. Man muss nicht einfach Pfarrer*in oder Priester*in werden – das zeigt ja mein Beispiel.

Sind dein soziales Engagement und dein Interesse an Theologie miteinander verknüpft? Oder anders gefragt: Gibt dir die Auseinandersetzung mit den grossen Fragen des Lebens eine andere Perspektive auf dich selbst und andere?

Klar! Fragen nach einem verantwortungsvollen Umgang mit unseren Mitmenschen und mit der Welt, in der wir leben, beschäftigen mich, seit ich klein bin. Durch das Theologiestudium habe ich mich intensiv mit diesen Gedanken auseinandersetzen können, sie aus ganz unterschiedlichen

Perspektiven und durch die Texte anderer Denker*innen hinterfragen und beleuchten können. Die «Auseinandersetzung mit den grossen Fragen» wird für mich wohl nie enden – das Gefühl, das soziales Engagement in unserer Welt überlebenswichtig ist, hoffentlich genauso wenig.

Zuletzt: Wie kann man das Projekt «Perspektiven – Studium» unterstützen?

Auf ganz unterschiedlichen Wegen! Ganz aktuell, indem man die Petition Bildung jetzt (Link: https://bildung-jetzt.ch/petition) online unterzeichnet. Aber auch, indem man sich Zeit für Menschen nimmt, die in die Schweiz geflüchtet sind. Es gibt an fast jeder Hochschule Programme, die

studentische Geflüchtete unterstützen, beispielsweise den Offenen Hörsaal in Basel. In den Projekten kann man sich als Mentor*in oder Vorstandsmitglied engagieren. Und natürlich kann man diese Projekte finanziell mittragen. Wir freuen uns über jede Unterstützung!

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«Perspektiven – Studium» ist ein Projekt des Verbands der Schweizer Studierendenschaften VSS-UNES. Weitere Infos: www.Perspektiven-Studium.ch. Das Interview wurde geführt von theologie-erleben.ch, der Plattform rund um Jugend, Glaube und Kirche.

Das HipHop-Center wird umgebaut!

Das HipHop-Center in Bern baut um. Trotz den Teil-Lockdowns können Jugendliche unter 16 Jahren Tanzkurse besuchen.

Hier entsteht ein neues Studio!

Das HipHop-Center startet nicht nur in ein neues Jahr, sondern auch in den langersehnten Umbau von Studio, Büro und Küche. Seit dem 4. Januar werden Wände herausgerissen, neue aufgebaut und das Center verwandelt sich regelrecht in eine Baustelle. Am 26. Februar 2021 wird das Center mit einem

neuen Tonstudio inkl. neuem Technikequipment, einem offen gestalteten Büro und einer grösseren Küche fertiggestellt. Danach muss das Team nur noch auf die Besserung der Corona-Situation warten, damit das Jugendzentrum wieder allen zugänglich gemacht werden kann.

…und auch eine neue Küche darf nicht fehlen.

Trotz des Teil-Lockdowns und Umbaus können folgende Kurse für Jugendliche unter 16 Jahren und unter Einhaltung der gegebenen Schutz-Massnahmen angeboten werden:

– Kids Breakdance: Montag, 18.00-19.00 Uhr

– Breakdance fortgeschritten: Dienstag, 18.00-19.00 Uhr

– Teenie-Tanzen am Mittwochnachmittag von 14.00-15.00 Uhr

Bei Interesse melde dich unter info@hiphopcenter.ch oder unter der Nummer 031 511 21 14.

24 – Weihnachtsgeschichte

Weihnacht in der Tiefgarage

Alle haben hier zusammengefunden
die Forscher haben sogar den Rassist vom Flughafen überwunden.

Sogar der Typ mit den Waffen ist gekommen!
jetzt hat eine neue Aera von Frieden begonnen…

Alle spüren: Jesus ist gut
sie merken, dass er sie glücklich machen tut 😉

Und Jesus werden 3 wertvolle Gaben geschenkt
unter anderem Bitcoins, damit sind seine Möglichkeiten unbeschränkt.

Alle sind beisammen in dieser heiligen Nacht
sie feiern die Geburt Christi in voller Pracht.

von Xavier, 14

23 – Weihnachtsgeschichte

Forscher im Spital

Hmm, komisch, im Edelspital ist Jesus nicht
gibt es noch was Exklusiveres? Egal – wir folgen einfach des Sternes Licht
im Umkreis von 100Metern muss er sein
dann schenken wir ihm 3 Geschenke und seinen Eltern einen Wein.

Ich will jetzt nichts Falsches sagen,
aber ich würde die Idee mit dem Wein absagen…

Diese Diskussion müssen wir jetzt nicht führen,
wir sollten schon lang bei Jesus sein und uns langsam vom Fleck rühren!

von Xavier, 14

Das Friedenslicht in Zürich (2020)

Das ORF entzündet jedes Jahr in der Geburtsgrotte von Bethlehem das Friedenslicht. Am dritten Adventssonntag, 13. Dezember 2020, ist es in der Schweiz angekommen.
Es steht unter dem Motto «Ein Licht, das verbindet». Die Verbundenheit mit Menschen unterschiedlicher Kulturen, sozialer Schichten, Weltanschauungen und Religionen ist möglicherweise gerade in diesen schwierigen Zeiten von noch grösserer Bedeutung.

Die Jugendseelsorge Zürich ist erstmals dabei und organisiert 2021 den Hauptstützpunkt in Zürich.

Filmische Umsetzung: Fabian Egger

(c) Jugendseelsorge Zürich

Was ist Weihnachten für dich? – 3. Teil

Diese besondere Frage stellten Jugendliche des Könizer Filmteams YouReport Passanten in der Region Bern. Was nach einer normalen Frage tönt, entwickelt sich zu einer emotional geladenen Fragestellung hinsichtlich Corona-Weihnachten.

Die Weihnachtsumfrage – 3. Teil

Der 12-jährige Kameramann Dominik sagt dazu: “Weihnachten: Wieder einmal sieht man, wie unterschiedlich wir Menschen sind und somit auch unterschiedlich Weihnachten feiern. Gerade jetzt in Zeiten einer Pandemie.

Manche feiern dem Virus angepasst, und andere machen ab, als wäre alles normal. Ich feiere dieses Jahr nur im engsten Rahmen. Es werden zwar nicht mit Abstand 😉 die besten Weihnachten, aber man muss das Beste daraus machen.

22 – Weihnachtsgeschichte

Der Oberst ruft aus

Wir werden unsere Waffen nicht weglegen!
du kannst uns nichts befehlen – da hab ich was dagegen!
und ja: die Schweiz ist zwar neutral!
doch wenn wir uns nicht verteidigen könnten, wären die Folgen fatal!
Wir wollen ja schliesslich alle in Sicherheit leben!
und dieser Jesus-Typ wird nicht einfach alles Schlechte beheben!

von Xavier, 14